Franziska Janetzko, Florian Fischer, Nikola Norgauer und Christoph Zrenner (v.li.) spielen die Hauptrollen in dem Stück.
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Eine Szene aus dem Stück „Nix geht mehr“.jpg

Premiere: Die Singspiel-Stars auf der BR-Kultbühne

Komödienstadel statt Nockherberg

  • Stefanie Thyssen
    vonStefanie Thyssen
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Corona machte auch Anfang des Jahres schon nicht vor Kult halt, und so musste das Derblecken am Nockherberg samt Singspiel abgesagt werden. Weil die Schauspieler aber trotzdem gern zusammen auf der Bühne stehen wollten, suchte man nach Alternativen und wurde fündig: Uli Bauer, Christoph Zrenner und Co. sind Mitte November im BR-„Komödienstadel“ zu sehen. Mit einem Stück, das es in sich hat.

Wenn Christoph Zrenner als Horst Seehofer auf der Bühne steht, wenn Uli Bauer unseren Ex-Oberbürgermeister Christian Ude gibt oder wenn Sina Reiß sich in Gestalt von Katharina Schulze empört, dann kann man nur niederknien und begeistert zuschauen, beim Singspiel auf dem Nockherberg. Doch Corona macht auch vor Kult nicht halt, und so musste die Veranstaltung im März natürlich abgesagt werden. Ein Wiedersehen mit den Stars vom Singspiel gibt es aber doch - wenn auch nicht in ihren Rollen als bayerische Politiker. Zrenner, Bauer und Co. geben ein Gastspiel im „Komödienstadel“. „Nix geht mehr“ ist der Titel des Stücks, das am 15. November um 20.15 Uhr im BR ausgestrahlt wird.

„Nix geht mehr“? Von wegen! Uli Bauer, Wowo Habdank und Nikola Norgauer spielen in dem Stück für den „Komödienstadel“.

„Als der Nockherberg abgesagt werden musste, waren alle, die Verantwortlichen genau wie die Schauspieler, natürlich sehr traurig“, erinnert sich Thomas Stammberger. Der Autor und Regisseur, der in den Anfangsjahren viele Folgen der BR-Serie „Dahoam is Dahoam“ inszeniert hat und seit einiger Zeit auch den „Komödienstadel“ prägt, kam wenige Tage später ins Spiel, als der Bayerische Rundfunk die Idee hatte, mit den Schauspielern vom Singspiel ein anderes, ein neues Stück auf die Beine zu stellen - losgelöst vom Nockherberg. Stammberger fing Feuer, die Redaktion fand ein Stück von Alexander Liegl und Gabriele Rothmüller, auf dessen Grundlage Stammberger dann „Nix geht mehr“ schrieb.

Es ist ein Stück im Stück. Es geht um eine Theatergruppe, die eine außergewöhnliche Geschichte auf die Bühne bringen will: das Wildererstück „Nix geht mehr“. Der Clou: Dieses Stück wurde angeblich noch nie vollständig aufgeführt. Eine Reihe seltsamer Vorkommnisse und Unglücksfälle überschattet es seit Jahren. Ein Fluch? Die Theaterleute wollen nicht dran glauben und entwickeln den Ehrgeiz, das Stück als Erste zu Ende zu spielen… Das klingt schräg, und das ist auch schräg. „Aber es hat uns allen unglaublichen Spaß gemacht“, sagt Stammberger. „Nix geht mehr“ sei sicher kein typischer „Komödienstadel“. „Aber was ist in diesen Zeiten schon normal?“

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