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Dieter Thomas Heck nahm am Samstag in Hamburg die Goldene Kamera für sein Lebenswerk entgegen.

War er dem Stress noch gewachsen?

Dieter Thomas Heck: Besorgniserregender Auftritt bei Goldener Kamera

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Hamburg - Hitparaden-Ikone Dieter Thomas Heck wurde bei der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk geehrt. Mehrere Stars sangen ihm ein rührendes Ständchen. Doch der 79-Jährige freute sich kaum sichtbar. Im Gegenteil: Er wirkte sehr krank.

Dieter Thomas Heck (79) war beinahe 39 Jahre lang, von 1969 bis 2007, nicht wegzudenken von der Bühne des ZDF. Er moderierte zahlreiche Quiz- und Musiksendungen. Die größte Bekanntheit brachte ihm die Präsentation der ZDF-Hitparade, einer Musikshow hauptsächlich aus dem Bereich des deutschen Schlagers, die Heck in 15 Jahren etwa 200 mal moderierte.

Nun wurde Heck in Hamburg bei der Verleihung der Goldenen Kamera für sein Lebenswerk geehrt. Der Auftritt, der nach einer schier endlosen Dankesrede Hecks auch einen Auftritt verschiedener Promis beinhaltete, die auf die Melodie bekannter Schlagersongs ihrem Jugendidol huldigten, hinterließ neben einer Menge feuchter Augen aber auch einen schalen Beigeschmack.

Dieter Thomas Heck: Er wirkte unbeholfen und verwirrt

Heck wirkte auf der Bühne unbeholfen und zittrig. Seine Worte waren nicht immer verständlich, er wiederholte sich häufig. Seine Dankesrede begann der 79-Jährige mit einem Tadel für die Verantwortlichen, dass es ja nun doch sehr lange gedauert hätte, bis er, der große Heck, nun endlich den Preis für sein Lebenswerk bekommen habe. Ein unsicheres Gelächter schlich durch Publikum. Heck verwies darauf, dass die ganze Situation ihn furchtbar mitnehme, da er eine solche Aufregung nicht mehr gewöhnt sei und dass ihm nahezu die Worte fehlten. Die fand er jedoch rasch wieder.

Was folgte waren vier Minuten Danke an verschiedene Menschen, die seinen Lebenslauf sowie seine Karriere beim ZDF mitgetragen hatten. Als letztes dankte Heck seiner Frau. Sichtlich erleichtert wollte Heck nun von der Bühne verschwinden. Doch Moderator Steven Gätjen geleitete ihn stattdessen zu einem Stuhl, der in der Mitte der Bühne stand.

Ein Ständchen von alten und jungen Kollegen

Dort saß Heck nun, während Max Giesinger, Roberto Blanco, Barbara Schöneberger und Howard Carpendale ihr Gesangstalent zum Besten gaben und ihm zu Melodien von unter anderem Ti Amo und dem Biene-Maya-Lied ihr Lob und ihren Dank für 39 Jahre ZDF-Unterhaltung aussprachen. 

Heck wirkte zwar fröhlich, doch auch sichtlich angestrengt von der Show. Als Gätjen ihn nach dem Auftritt fragte, wie er sich denn fühle, antwortete Heck: „Ich habe einen wahnsinnigen Durst!“ Na wenn das mal keine Freude ausdrückt. Aber schließlich ist Heck mit seinen 79 Jahren nicht mehr der Jüngste und stand seit nahezu zehn Jahren auf keiner großen Bühne mehr. Vielleicht hätten die Verantwortlichen das fortgeschrittene Alter Hecks besser berücksichtigen sollen - oder ihm zumindest ein Glas Wasser bereitstellen.

Im Netz sorgte Hecks Auftritt ebenfalls für großen Wirbel. Viele Zuschauer bemitleideten ihn oder begannen, sich Sorgen zu machen.

Der Autritt von Dieter Thomas Heck war allerdings nicht die einzige fragwürdige Aktion bei der 52. Verleihung der Goldenen Kamera. Ein Mann im Publikum sorgte ebenfalls für Aufsehen, da er splitterfasernackt zwischen den anderen Gästen saß. Außerdem hatten auch die ProSieben-Genies Joko und Klaas ihre Finger im Spiel - und schickten ein schlechtes Ryan-Gosling-Double auf die Bühne, das einen falschen Preis entgegennahm.

Katharina Haase

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