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Walter Freiwald hat sich 2010 bei der SPD als Bundespräsident beworben.

SPD-Generalsekretärin macht ein Versprechen

Dschungelcamp: So sah Walters Bewerbung als Bundespräsident aus

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München - Wie die Dschungelcamp-Fans erfahren durften, hat sich Walter Freiwald als Bundespräsident beworben. Wer dachte, dass sei nur ein Spaß gewesen, irrt. Die SPD-Generalsekretärin hat die Bewerbung bestätigt und Walter außerdem noch ein Versprechen für seine berufliche Zukunft gegeben.

Walter Freiwald redet viel, wenn der Tag lang ist. Vor allem im Dschungelcamp. Das muss er auch, schließlich ist er Verkäufer. In den 90er-Jahren wurde er mit der Sendung "Der Preis ist heiß" bekannt, in der er die Gewinnprodukte präsentierte. Später arbeitete er beim Teleshopping. Wenn Walter Freiwald also im Dschungelcamp etwas erzählt, hat man immer das Gefühl, man müsse die Hälfte des Wahrheitsgehalts abziehen, um die Geschichte annähernd glauben zu können, schließlich will er ein Produkt verkaufen - sich selbst.

Walter Freiwald hat sich als Bundespräsident beworben

Und so war am Dienstagabend die Skepsis groß, als Freiwald erzählte: "Ich habe mich mal als Bundespräsident beworben." Ungläubige Gesichter bei den Dschungelcampbewohnern. Selbst Sara Kulka konnte den Mund nicht mehr zu machen. "Bist Du politisch engagiert?", fragt sie ungläubig nach. "Nein überhaupt nicht. Aber als ich gemerkt habe, das kann jeder, bin ich gegen Peter Sodann angetreten und dann wurde es aber Herr Wulff." Bei der SPD sei die Stelle frei gewesen und da habe er sich beworben. "Als Bundespräsident kannste nichts falsch machen", erläutert Walter seine damaligen Ambitionen. "Ich habe auch die Rhetorik drauf, die ich fürs Ausland brauche, um mich zu treffen mit anderen Regierungsonkels." Maren Gilzer kann die Geschichte nicht glauben: "Wie kann man so einen Blödsinn reden?"

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Doch die ehemalige Buchstabenfee aus dem Glücksrad tut Walter Freiwald Unrecht. Die Bewerbung bei der SPD als Bundespräsident hat es wirklich gegeben, wie SPD-Generalsekretärin Yashmin Fahimi am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite bestätigte. Dazu stellt sie als Beweis einen Screenshot von Walters Bundespräsidenten-Ambitionen dazu. "Ich bin 56 Jahre alt, sehr eloquent, ziemlich bekannt, nicht senil, äußerst sozial und gerecht und habe Kraft für drei", schreibt Walter Freiwald in seiner Bewerbung, die er am 3. Juni 2010 per Kontaktformular an den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel schickte. Er sei es gewohnt, vor großem Publikum zu reden und reise gern. "Politik hat mich schon immer fasziniert, meine Eltern waren beide jahrzehntelang in der SPD." Wenn das mal keine Qualifikationen sind!

Schnelle Absage von der SPD

Die SPD reagierte damals schnell. Nur einen Tag später folgte die Antwort vom Parteivorstand, wie der Screenshot von Yasmin Fahimi zeigt. In der E-Mail mit der Betreffzeile "Ihre E-Mail zur Wahl des Bundespräsidenten" dankt der SPD-Parteivorstand Walter Freiwald "für Ihre Bereitschaft, sich für unser Land einzusetzen und zu engagieren". Doch man weist darauf hin, dass man sich bereits für Joachim Gauck als parteilosen Kandidaten entschieden habe und stellt nochmal sein bisheriges Schaffen heraus. Ein so freundliches Absageschreiben wünscht sich wohl so mancher Bewerber.

Auch SPD-Generalsekretärin Fahimi findet nun in ihrem Facebook-Post nochmals freundliche Worte für den Beinahe-Bundespräsidenten-Kandidaten: "Es ist natürlich schade, dass die SPD und Herr Freiwald damals nicht zueinander gefunden haben. Gleichwohl fühlen wir uns in unserer Entscheidung bestätigt, damals wie zwei Jahre später auf Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten gesetzt zu haben."

SPD-Generalsekretärin gibt Walter ein Versprechen

Doch falls Walter noch immer damit hadern sollte, dass er jetzt statt im Schloss Bellevue am australischen Lagerfeuer nächtigt, hat Yasmin Fahimi noch einen Trost für ihn: "Nun drücke ich Walter die Daumen, dass er in Australien mit seiner Bewerbung mehr Glück hat und „Dschungelkönig“ wird. Als gekröntes Haupt empfange ich ihn dann gerne im Willy-Brandt-Haus, um mit ihm seine weiteren beruflichen Pläne zu erörtern."

Wenn das mal keine Aussichten sind! Ein Dschungelkönig im Willy-Brandt-Haus? Das hat es bisher noch nie gegeben. Also, los Walter! Vielleicht wird es doch noch etwas mit einer parteipolitischen Karriere!

lot

Jochen Bendel zu "Walter Freiwald for President"

Alle aktuellen Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" lesen Sie auf unserer Dschungelcamp-Übersichtsseite.

Dschungelcamp 2015: Tag 6 bei IBES

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