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Die Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow auf der Hängebrücke, die direkt über das Dschungelcamp führt.

Schwimmteich, Nebel, Bäume

Dschungelcamp 2017: Das ist Fake und das ist echt

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München - Was ist beim Dschungelcamp 2017 echt und was ist Fake? RTL wurde mit "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" schon öfter der Schummelei überführt.

Update vom 19. Januar 2017: Auch heuer haben wir die wichtigsten Infos zum Dschungelcamp für Sie. Hier geht es zu unserer Themenseite zum Dschungelcamp 2017. Wir haben Porträts aller Kandidaten zusammengefasst. Außerdem: Wir verraten Ihnen, welche Gagen die Dschungelcamp-Kandidaten kassieren und welche Sendezeiten Sie sich merken müssen.

Update vom 19. Januar 2016: Er ist der erste Dschungelkönig überhaupt: Costa Cordalis. Kürzlich plauderte er bei TV-Seelsorger Domian über seine Zeit im Regenwald und vor allem über die Frage: Wie viel ist eigentlich echt am Dschungelcamp? Costa Cordalis erzählte, dass jede Rolle schon vorher "minutiös festgelegt sei, dazu gehören Handlungen und Sätze", wie bento.de ihn zitiert. Angeblich schreibt RTL sogar vor, welcher Dschungel-"Star" was machen und wie er sich verhalten soll. "Alle fünf Minuten kommt, mach das oder mach das." Die Kandidaten bei "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" bekommen ihre Anweisungen laut Cordalis über einen Lautsprecher mitgeteilt. Klingt alles doch irgendwie gescriptet.

Update vom 12. Januar 2016: Wieviel Gage bekommen die "Stars" im Dschungelcamp? Das ist jedes Jahr eine der größten Fragen. Gunter Gabriel plauderte diesmal schon im Vorfeld über die unglaubliche Summe, die er angeblich bekommt.

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Update vom 30. Januar 2015: Am Samstag, 31. Januar, geht der Kampf um die Dschungelkrone in die allerletzte Runde! Wir kommentieren das Finale der 9. Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" in unserem Läster-Ticker. Dort finden Sie auch tagsüber alle News und die heißesten Gerüchte aus dem Dschungelcamp.

Giftige Pflanzen, gefährliche Tiere und dazu ein Pritschenlager rund um ein Lagerfeuer. Wenn die Möchtegern-Promis in das RTL-Dschungelcamp einziehen, begeben sie sich in ein großes Abenteuer. Davon gehen zumindest die TV-Zuschauer aus. Die Prominenten leben unter freiem Himmel mitten im australischen Dschungel, verspricht RTL. Doch wie viel davon ist wirklich echt? Und was ist wohl eher dreister Fake (Deutsch: Fälschung, Imitation, Schwindel)?

Fake 1: Leben unter freiem Himmel stimmt schon mal nicht so ganz. In den Bäumen hängen diverse Fernsehkameras. Damit diese bei Regen nicht zu Schaden kommen, ist das Camp teilweise mit Planen abgedeckt.

Das führt dann auch dazu, dass sich bei Regen die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich unter einen Schirm drängen, während die Dschungelcamp-Bewohner aber weitestgehend im Trockenen sitzen.

Dschungelcamp als durchgestyltes TV-Studio

Fake 2: Und überhaupt, das Camp ist - nimmt man es genau - überhaupt kein Dschungel. Bereits im Jahr 2008 deckte das ZDF-Magazin Frontal 21 auf: Das Dschungelcamp ist künstlich angelegt worden.

"Es war eine einfache Farm", erzählte damals Paul Waters von der Handelskammer Murwillumbah im Interview. "Sie haben ein riesiges Camp da gebaut mit Elektrizität und Hubschrauberlandeplätzen." Waters berichtet von gewaltigen Baumhäusern, in denen die Kamerateams arbeiten.

Fake 3: So ist also ein richtiges Studio für die Produktion des Dschungelcamps entstanden. Diese Kulisse wird übrigens auch von der englischen Showversion, die unter dem Namen "I'm A Celebrity, Get Me Out Of Here!" bekannt ist, genutzt. Mit Fieberglas wurden etwa Baumwurzeln verlängert, sodass man kaum einen Unterschied zur realen Natur erkennen kann. 

Fake 4: Und überall sind Kameras versteckt. Außerdem wurde eine Hebebühne gebaut, um eine Nebelmaschine in das Camp zu befördern. Schließlich soll in den morgendlichen Fernsehbildern eine richtig schöne Nebelkulisse zu sehen sein, damit man sich auch die hohe Luftfeuchtigkeit im australischen Dschungel vorstellen kann.

Schwimmteich im Dschungelcamp ist künstlich angelegt

Fake 5: Die wahrscheinlich schockierendste Schummelei dürfte aber den Teich im Dschungelcamp betreffen. Frontal 21 ließ in seinem Beitrag vor sieben Jahren einen damaligen Bauarbeiter erklären, dass der Teich nur künstlich angelegt sei! Eine sichtbare Plastikfolie am Ufer verrät diese Tatsache sogar dem aufmerksamen Zuschauer.

Fake 6: Ebenso verhält es sich mit dem Wasserfall. Dieser ist auch nicht Teil einer romantischen Oase mitten im Dschungel, sondern laut Onlineportal blick.ch einfach nur ein umgeleiteter Bach, der dann zu einem kleinen Wasserfall angelegt worden ist. Die Dschungelcamp-Bewohner müssen sich also zu keinem Zeitpunkt davor fürchten, im Wasser auf seltsames Getier zu treffen.

Fake 7: Vor den von RTL angekündigten gefährlichen Tieren sind die Kandidaten sowieso ziemlich gut geschützt. Netze über den Bäumen sind nicht nur zum Sichtschutz angebracht, sondern auch um Mücken abzuhalten.

Ansonsten wäre es kaum möglich, die Nächte im Freien zu verbringen. Auch Skorpione, Vogelspinnen oder Echsen sind dort nicht anzutreffen. Sicherheitsleute kontrollieren das Areal ständig, damit sich kein gefährliches Tier an die Promis ranmachen kann. Das bestätigte ein RTL-Sprecher bereits vor zwei Jahren gegenüber dem Online-Portal ok-magazin.de: "Vor dem Start gehen Mitarbeiter durch das Camp und holen Schlangen und giftige Tiere heraus."

Dr. Bob vom Dschungelcamp ist kein Arzt

Fake 8: Doch wer sich jetzt fragt, ob die Mehlwürmer und Maden bei den Dschungelprüfungen überhaupt noch echt sind, kann fast beruhigt sein. Ja, sie sind lebendig und keine Stofftiere. Allerdings haben diese Tiere noch nie einen Dschungel von innen gesehen. Sie stammen nämlich aus einer Zucht. Das berichteten in der Vergangenheit bereits mehrere Medien, etwa das Nachrichtenportal "Shortnews.de".

Falls sich bei einer Dschungelprüfung doch mal einer der Kandidaten verletzen oder die hohe Luftfeuchtigkeit Australiens nicht so gut vertragen sollte, wird er selbstverständlich medizinisch versorgt.

Fake 9: Der heimliche Star des Dschungelcamps ist natürlich der beliebte Dr. Bob, der auch vor den Dschungelprüfungen immer Tipps gibt, wie man sich mit den Tieren verhalten sollte. Doch es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass Dr. Bob überhaupt kein Arzt ist. Er ist ausgebildeter Rettungssanitäter, Wildbiologe und Krankenpfleger. Aber keine Angst: Dr. Bob ist lediglich das sympathische Aushängeschild eines Teams von Spezialisten.

Doch die kleinen Schummeleien schaden der Freude der Zuschauer an der Show kaum. Schließlich geht es den IBES-Fans beim Dschungelcamp nicht darum, ein Überlebenstraining zu verfolgen, sondern sie wollen Promis dabei beobachten, wie sie unter einfachsten Bedingungen und ohne jegliche Sonderbehandlung zwei Wochen lang miteinander auskommen.

Und vom heimischen Sofa aus gesehen ist es völlig egal, ob die Kulisse dazu in Australien oder in Timbuktu liegt.

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