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Nichts zu machen für DSDS-Kandidat Qazim Isma. Er wurde in der Redaktion eines Radiosenders festgenommen.

Statt Interview klickten die Handschellen

DSDS-Kandidat aus Bayern in Haft: Radiosender half unfreiwillig bei Festnahme

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Passau - DSDS-Kandidat Qazim Isma sitzt im Gefängnis. Er wurde am Montag in einem Passauer Radiosender festgenommen. Jetzt droht ihm eine lange Haftstrafe.

Am Mittwoch hatte Qazim Isma noch beim Casting von „Deutschland sucht den Superstar“ für schiefe Töne gesorgt. Inzwischen sitzt der Passauer im Gefängnis. Gegen ihn standen offenbar noch Vollstreckungsbefehle aus. Wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet, war der 30-Jährige 2009 wegen Körperverletzung und Diebstahl zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Zwei Jahre später folgte dem Bericht zufolge die nächste Bewährungsstrafe: acht Monate wegen Körperverletzung und Beleidigung. 2014 wurde er laut PNP außerdem beim Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss erwischt. Die Geldstrafe habe er bis heute nicht gezahlt.

Am Montagmorgen wurde der Vater einer achtjährigen Tochter in der Redaktion des Radiosenders „Radio Galaxy“ festgenommen. Bereits am Vortag war angekündigt worden, dass er dort ein Interview geben werde. Dies hatte auch die Polizei mitbekommen. Und so empfing Isma kein Radiomoderator, sondern Polizeibeamte in Zivil. Der Radiosender gab gegenüber der PNP an, von der Festnahme im Vorfeld nichts gewusst zu haben.

Mindestens 15 Monate Haft

Für Qazim Isma könnte es jetzt ganz dick kommen. „Weil er die Haftbefehle finanziell nicht abwenden konnte, ist er jetzt in die JVA eingeliefert worden“, teilte ein Polizeisprecher der Bild mit. Isma habe in den letzten Jahren als schwer greifbar gegolten. Staatsanwalt Walter Feiler rechnet damit, dass der 30-Jährige für mindestens fünfzehn Monate hinter Gitter muss, berichtet die PNP.

Die Gesichter der bayerischen Moderatoren

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