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Die neuen Folgen "Akte X" ab Mittwoch auf ProSieben.

„Akte-X“-Star im Interview

Duchovny über Serienpartnerin: „Das war Gift für unsere Freundschaft“

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Verschwörungen, Aliens, dunkle Phänomene – mit Akte X schuf Chris Carter 1993 die Mutter aller Mystery-Serien. Am Mittwoch startet nun die elfte Staffel. Kann man sich darauf freuen?

Verschwörungen, Aliens, dunkle Phänomene – mit Akte X schuf Chris Carter 1993 die Mutter aller Mystery-Serien. Der Beginn einer großartigen Erfolgsgeschichte, die 2002 abrupt endete. Vor zwei Jahren starteten die FBI-Agenten Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) ein Comeback – mit mäßigem Erfolg. „Da haben wir nicht unsere beste Arbeit abgeliefert“, gesteht Duchovny im tz-Interview. In Staffel elf, die morgen auf Pro7 startet, wird alles besser, verspricht der 57-Jährige.

Sind Sie diesmal zufrieden?

David Duchovny: Ja. Es sind zehn Folgen. Da kann man die ganze Story viel besser erzählen.

Im Gegensatz zu den Anfängen von „Akte X“ gibt es heute eine Reihe von Serien, die sich mit politischen Verschwörungen beschäftigen. Sehen Sie dafür aktuelle Gründe?

Duchovny: Die Regierung Trump hat den Boden definitiv fruchtbarer gemacht für „Akte X“ und Co.

Ihre Serienpartnerin Gillian Anderson und Sie feiern dieses Jahr so etwas wie Silberhochzeit. Wie war Ihr Verhältnis, als Sie sich vor 25 Jahren am Set kennenlernten?

Duchovny: Wir waren einfach zwei Typen, die als Schauspieler zu überleben versuchten. Wir waren beide neu in dem Gewerbe. Dann wurde die Serie ein Erfolg, und jeder fragte sich, wem dieser Erfolg nun zu verdanken war. Nach dem Motto „Mir, nein, mir…”.

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Das klingt nicht wie Nährboden für eine Freundschaft.

Duchovny: Nein, es trieb uns auseinander. Wir isolierten uns, und das trug dazu bei, dass wir nicht mehr miteinander auskamen.

Hat sich das im Laufe der Jahre geändert?

Duchovny: Irgendwann haben wir den Druck, der mit dem Erfolg kommt, überwunden und haben uns auf einer Ebene des Verständnisses und der Dankbarkeit getroffen. Uns wurde klar, dass es unser gemeinsamer Erfolg ist, und so hat sich unsere Freundschaft entwickelt.

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Können Sie sich noch an die erste Folge von „Akte X“ erinnern?

Duchovny: Um ehrlich zu sein, habe ich neulich abends den Fernseher angestellt und da lief eine Folge aus dem Jahr. Da redete ein Typ, der so aussah wie ich, und ich hatte keine Ahnung, was da ablief (grinst). Mein Gedächtnis ist eine Niete. Nur der erste Drehtag von Akte X ist bei mir da oben (tippt sich an den Kopf) noch präsent.

Erzählen Sie!

Duchovny: Gillian, ich meine Scully, hatte in der Folge einen Lover. In einer Szene sind die beiden im Bett. Die Dreherei zog sich hin, und ich wartete im Hotel auf meinen Einsatz vor der Kamera. Er dauerte acht Stunden. Das und die Warterei hatten mich so platt gemacht, dass ich mir im Hotel ein Bad einließ und dachte: „Das halte ich nicht durch. Keine Chance, dass ich mir damit meinen Lebensunterhalt verdiene”.

Wie stehen Ihre Kinder zu „Akte X?“

Duchovny: Das letzte Mal haben wir uns vor zwei Jahren eine Folge angeschaut. Meine Tochter war 16 und mein Sohn 13. Sie waren nicht besonders beeindruckt. Ihr Kommentar war „cool”. Die neue Staffel werden sie sich mit mehr Interesse ansehen. Meine Tochter spielt nämlich in einer der Folgen eine kleine Rolle. 

*tz.de gehört zum bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerk

ds

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