Start am 29. März 2017

Das müssen Sie zum neuen Antennenfernsehen DVB-T2 HD wissen

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München - Ende März 2017 startet das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD. Wir klären Sie über alle wichtigen Fragen dazu auf.

Wer auf Fernsehschauen fliegt, ist hier genau richtig – ein Hubschrauber hat auf dem Funkturm die Antenne verlängert, damit Sie noch schärfer durchblicken. Denn, falls Sie es noch nicht gewusst haben: Am Montag ist der „Welttag des Fernsehens“. Aus diesem Anlass informieren ARD, ZDF und die Privaten Montag ausführlich über das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD, das am 29. März 2017 offiziell startet. Was bringt die neue Empfangsmöglichkeit, welche Technik ist erforderlich, und wie teuer wird der Spaß? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was ist DVB-T2 HD?

Das neue Angebot ist der Nachfolger des digitalen Antennenfernsehens DVB-T, das allein im Großraum München rund 360 000 Haushalte für den TV-Empfang nutzen, mit dem Erst- oder Zweitfernseher. Weil das 2005 eingeführte DVB-T nicht mehr zeitgemäß ist, wird es durch die zweite Generation ersetzt, die im Raum München, Oberbayern und in den anderen deutschen Ballungsgebieten zu sehen ist. Die Empfangsbereiche können Sie unter dvb-t2hd.de/regionen abrufen.

Was ist der große Vorteil?

DVB-T2 HD beseitigt die größte Schwäche des Vorgängers, die unscharfe Bildqualität. Der Nachfolger liefert erstmals scharfe Full-HD-Bilder für Flachbildfernseher, Smartphones oder Tablets – nur per Antenne, ohne Kabel, Satellit oder Internet.

Wie viele Programme sind vom Start weg im Angebot?

Im Raum München und Oberbayern können Sie künftig rund 40 Sender sehen, doppelt so viele wie bisher. Dabei sind ARD und ZDF mit ihren Ablegern wie BR, ZDFneo, Arte oder Kika, die alle kostenlos zu empfangen sind. Aber auch die Privaten sind wieder an Bord, nachdem sich die RTL-Gruppe zuletzt aus dem Münchner DVB-T-Angebot zurückgezogen hatte. RTL, VOX, Sat.1, ProSieben & Co. sind ebenfalls in HD-Qualität zu sehen – allerdings nicht gratis.

Was kosten die Privatsender?

Sie sind im Paket „Freenet TV“ gebündelt, dessen Empfang 69 Euro im Jahr kostet. In einer Übergangsphase bis 30. Juni 2017 sind noch alle Sender gratis, danach werden die Privaten kostenpflichtig.

Welche Ausstattung brauche ich?

Empfangsgebiete von DVB-T2 HD in Bayern (Prognose): Die hellgrünen Gebiete empfangen mit der Dachantenne. Die in der mittleren Grünstufe gehaltenen Abschnitte mit der Außenantenne – und die dunkelgrünen Gebiete mit der Zimmerantenne.

Weil komplett neue Digitaltechnik zum Einsatz kommt, ist Ihr bisheriger DVB-T-Receiver oder auch Ihr Stick fürs Smartphone ab 29. März leider Elektroschrott. Sie brauchen einen neuen Empfänger. Receiver für den Fernseher finden Sie ab etwa 40 Euro. Je nach Lage brauchen Sie zudem eine Zimmerantenne oder eine kleine Außenantenne, die Sie ans Fenster klemmen. Unter dvb-t2hd.de/empfangscheck können Sie für Ihre Postleitzahl abrufen, welche Antenne Sie benötigen. Übrigens: Falls Sie schon eine DVB-T-Antenne haben, können Sie die in aller Regel weiterverwenden.

Worauf muss ich beim Kauf neuer Geräte achten?

Das deutsche DVB-T2 HD arbeitet mit einer Komprimierung namens H.265. Einige Billiggeräte unterstützen diesen Standard aber nicht. Passende Receiver erkennen Sie am offiziellen grünen Aufkleber „DVB-T2 HD“ oder am Logo „Freenet TV“. Erkundigen Sie sich im Zweifel, ob tatsächlich H.265 unterstützt wird. Das gilt auch für Fernsehgeräte, die bereits DVB-T2 HD eingebaut haben, oder für sogenannte CI+-Module, die Sie in den Fernseher stecken, und die ebenfalls DVB-T2 HD ermöglichen. Ob der Empfang funktioniert, können Sie jetzt schon testen, denn das neue Antennenfernsehen läuft bereits mit ARD/ZDF und vier Privatsendern im Probebetrieb.

Wie sieht es unterwegs aus?

Mobile Empfänger, beispielsweise fürs Smartphone, sind noch Mangelware. Die ersten Sticks wie der Terratec Cinergy T2 (50 Euro) unterstützen zudem nicht die Entschlüsselung der Privatsender. Bis März 2017 ändert sich das aber noch. Freenet bringt einen Stick auf den Markt, der dann auch fürs Privat-TV tauglich ist.

Was passiert am 29. März 2017?

Wenn Sie Ihr Programm bisher mit DVB-T empfangen und sich keine neue Technik zulegen, bleibt Ihr Bildschirm ab diesem Tag schwarz. Weil die Parallelausstrahlung der beiden Digitalangebote zu teuer wäre, wird das bisherige Antennenfernsehen mit dem Start von DVB-T2 HD abgeschaltet. Andersrum funktioniert’s: Wenn Sie sich jetzt einen Empfänger für DVB-T2 HD zulegen, können Sie damit bis März auch das bisherige Angebot sehen.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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