Ehrenpreis für Elstner

TV-Dino wird ausgezeichnet: - Erst in der vergangenen Woche wurde er 65 Jahre alt, nun darf sich Frank Elstner schon wieder feiern lassen. Der Moderator und "Wetten, dass...?"-Erfinder erhält heuer den Bayerischen Fernsehpreis für sein Lebenswerk. Elstner sei ein "Multitalent", dessen Name untrennbar verbunden sei mit Spiel, Spaß und Spannung für die ganze Familie, lobte Bayerns Medienminister Eberhard Sinner den Showmaster bei der Bekanntgabe der Personalie am Mittwoch im Münchner Prinzregententheater.

Auch die Jury zählt den gebürtigen Österreicher mit luxemburgischem Pass zu den "ganz Großen". Über Jahrzehnte hinweg sei Elstner kreativer und fantasievoller Schöpfer und Moderator von Fernsehshows gewesen, in denen Menschen auch über Grenzen hinweg spielend zueinander gefunden hätten. Seine ZDF-Show "Wetten, dass...?" sei seit 1981 der samstagabendliche "Hit für die ganze Familie" und finde in aller Welt ein großes Publikum. "Mit seinem Einfühlungsvermögen, seinem Humor, seiner Unaufdringlichkeit hat er den Menschen - ob auf oder vor der Bühne - das Gefühl gegeben, unverzichtbare Mitspieler zu sein", heißt es in der Begründung.

Über einen "Blauen Panther" freuen kann sich auch die junge Münchnerin Rosalie Thomass, die heuer den mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis erhält. Es ist - nach dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis - die dritte Auszeichnung für ihre Rolle in der Episode "Er sollte tot" aus der ARD-Krimireihe "Polizeiruf 110". Thomass habe "mit bewundernswertem Einfühlungsvermögen und großer Intensität eine grandiose schauspielerische Leistung gezeigt", so die Jury.

Der Münchner "Polizeiruf 110" könnte auch seinen Hauptdarstellern Michaela May und Edgar Selge, die gleichwohl kurz nacheinander ihren Abschied aus der Krimireihe angekündigt haben, eine weitere Auszeichnung bescheren. Beide sind in der Kategorie Serien und Reihen nominiert.

Hoffnung machen können sich hier außerdem Andrea Sawatzki (für "Tatort", ARD, und "Arme Milionäre", RTL), Saskia Vester (für "KDD - Kriminaldauerdienst", ZDF), und Christian Ulmen (für "Dr. Psycho", Pro Sieben). Kurios die Nominierung von Roeland Wiesnekker, Hauptdarsteller des SAT 1-Mehrteilers "Blackout". Die Produktion wurde nach zwei von vier Folgen wegen schlechter Quoten ins Nachtprogramm verbannt.

In der Kategorie Fernsehfilm sind Rosemarie Fendel (für "Das zweite Leben", ARD, siehe auch TV-Kritik), Maria Simon (für "Fürchte dich nicht", ZDF), Nadja Uhl (für "Nicht alle waren Mörder", ARD) sowie Uwe Kockisch (für "Eine Stadt wird erpresst", Arte), August Schmölzer (für "Vom Ende der Eiszeit", ARD) und Friedrich von Thun (für "Helen, Fred und Ted", ARD) nominiert.

Spannung bis zum letzten Moment

Erst am Nachmittag der Verleihung am 25. Mai wird die Jury - ihr gehören heuer unter anderen ZDF-Serienchef Claus Beling und RTL-Anchorman Peter Kloeppel an - aus dem Kreis der Nominierten die Preisträger auswählen.

Die Gala findet am Abend um 19 Uhr im Münchner Prinzregententheater statt. Moderatoren sind Katarina Witt und Thomas Herrmanns. Eine Aufzeichnung zeigt Pro Sieben am 26. Mai ab 22.30 Uhr.

Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 alljährlich vom Freistaat verliehen. Die in diesem Jahr zu vergebenden 15 Einzelpreise sind mit insgesamt 127 000 Euro dotiert.

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