Emmy Verleihung, New York, Film, Fernsehen, TV
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Rami Malek (“Mr. Robot“). Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.
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Julia Louis-Dreyfus (“Veep“). Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.
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John Travolta und Sterling K. Brown (“The People vs O.J. Simpson“). Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.
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Die Darsteller-Riege von „Game of Thrones“. Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.
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Kerry Washington (“Scandal“). Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.
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Michelle Dockery (“Downton Abbey“). Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden. 
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Julia Louis-Dreyfus (L) mit Ehemann Brad Hall. Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden. 
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Am Montagabend sind in New York die Emmys verliehen worden.

Große Gala

Deutsche räumen drei Emmys in New York ab

New York - Auch wenn sich die Branche wandelt, sind die USA in Sachen Film und Fernsehen für viele noch das Maß aller Dinge. Umso größer ist die Freude bei den Deutschen.

Deutsche Fernsehmacher und Schauspieler haben drei International Emmys gewonnen und die Gala-Nacht in New York am Montag zusammen mit Großbritannien damit dominiert. Neben Schauspielerin Christiane Paul, die den Preis als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle im ARD-Film „Unterm Radar“ gewann, räumten auch die Teams hinter der RTL-Serie „Deutschland 83“ und dem Dokumentarfilm „Krieg der Lügen“ den begehrten Preis ab. Auch Großbritannien ging mit drei von insgesamt zehn Emmys nach Hause.

„Deutschland 83“-Team jubelt

Nach einem Jahr ohne deutsche Nominierung war Deutschland dieses Jahr gleich für fünf Preise ins Rennen gegangen. „Unsere Show handelt von einer geteilten Nation“, sagte „Deutschland 83“-Produzent Jörg Winger bei Entgegennahme des Preises in New York am Montagabend (Ortszeit). Die Serie begleitet den ostdeutschen Soldaten Martin Rauch im geteilten Deutschland, der sich als Spion für die Stasi behaupten muss. 

Produzent Hofmann sieht generell größere Erfolgsaussichten für deutsche Produktionen: "Die Welt hat interessanterweise mehr denn je Interesse an deutscher Geschichte", sagte er SWRinfo. Deutsche Filme lösten damit "ein bisschen die Skandinavier ab", die mit "ihren tollen Krimis die letzten fünf Jahre den Markt besetzt" hätten.

Der Emmy für ein deutsches TV-Programm sei wohl die höchste Auszeichnung, die man in den USA bekommen könne, sagte die Schauspielerin Maria Schrader der Deutschen Presse-Agentur.

„Dass ich hier den Preis entgegennehmen darf, ist für mich ein ganz besonderes Erlebnis“, sagte der Produzent der Serie „Deutschland 83“, Jörg Winger, der dpa. Er hatte seine Frau in der Millionenmetropole vor 14 Jahren geheiratet und sich mit ihr dann aber für ein Leben in Berlin entschieden. „Ich bin unglaublich froh und glücklich, weil sich für mich hier ein Kreis schließt“, sagte Winger.

Christiane Paul: „Es ist der Wahnsinn“

„Es ist der Wahnsinn. Das ist das Größte, was mir bis jetzt in meinem Leben passiert ist“, sagte die sichtlich gerührte Paul der Deutschen Presse-Agentur nach ihrer Auszeichnung. Sie lobte den politischen Ton der New Yorker Gala, bei der Moderator Alan Cumming vor dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump warnte. „Wahnsinn, wie dieses Land in der Auseinandersetzung ist. Das Land ist offensichtlich so aufgewühlt.“ Paul setzte sich unter anderem gegen ihre britische Kollegin Judi Dench durch, die etwa aus den „James Bond“-Filmen bekannt ist.

Regisseur Matthias Bittner nimmt Emmy entgegen

Auch das Team um „Krieg der Lügen“, der als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, war nach der Überraschung in Feierstimmung. „Wir haben damit angefangen, einen Film an der Filmhochschule zu machen, und wir machen unseren Abschluss mit einem Emmy“, sagte Regisseur Matthias Bittner, als er die goldene Trophäe entgegennahm. Der Film beleuchtet die Vorgeschichte des Irakkriegs 2003 und porträtiert den irakischen Chemieingenieur, der ausländischen Geheimdiensten falsche Informationen über vermeintliche Biowaffen und geheime Anlagen geliefert hatte.

Der Film war als Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg entstanden. „Kein deutsches Filmfestival wollte diesen Film zeigen. Am Ende landest Du in den USA, worum es in diesem Film eigentlich geht“, sagte Bittner.

Für die als beste Miniserie nominierte ARD-Serie „Nackt unter Wölfen“ reichte es bei der prominent besetzten Gala-Veranstaltung ebenso wenig wie für Schauspieler Florian Stetter, der für seine Rolle in der Serie als bester Hauptdarsteller nominiert war, aber Dustin Hoffman unterlag.

dpa

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