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„Neue Besen kehren gut“: Showmaster Frank Elstner (r.) und sein Nachfolger Guido Cantz.

Emotionen ließ er nicht aufkommen

München - Nach sieben Jahren übergab Frank Elstner den ARD-Methusalem „Verstehen Sie Spaß?“ an Guido Cantz.

Altes Konzept, neues Gesicht – Altmeister Frank Elstner (67) hat den Fernsehklassiker „Verstehen Sie Spaß?“ an den 38-jährigen Guido Cantz übergeben. „Dieser junge Mann wird der Sendung gut tun. Neue Besen kehren gut“, sagte Elstner am Samstagabend, als er in der ARD-Unterhaltungsshow nach sieben Jahren und 42 Ausgaben seine Abschiedsvorstellung gab. Sein Nachfolger will am Konzept des 1980 gestarteten Methusalems der Fernsehunterhaltung festhalten. „Es wäre falsch, die Sendung komplett umzukrempeln“, sagte Cantz, der „Verstehen Sie Spaß?“ vom nächsten Jahr an moderieren wird.

Elstner, Erfinder und einst sechs Jahre lang Moderator der ZDF-Show „Wetten, dass..?“, machte aus seinem Abschied bei „Verstehen Sie Spaß?“ keine große Sache. Er führte routiniert durch die zweieinhalb Stunden dauernde ARD-Sendung, die live aus dem baden-württembergischen Offenburg kam. Emotionen ließ er nicht aufkommen, die Standing Ovations gleich am Anfang ignorierte er einfach. Erst am Ende übergab er mit wenigen Worten und ohne große Gesten die Sendung an Cantz, überließ dem Blondschopf auf dessen Bitte hin noch seine gestreifte Krawatte als Glücksbringer. Cantz, der aus Köln stammt, hatte sich zuvor schon mehrmals in die Sendung geschmuggelt. Er setzte sich unauffällig ins Publikum, mimte den Schlagzeuger von Sänger Semino Rossi, erschien als Passant in einen Filmsketch mit Komiker Bodo Bach und agierte als Lockvogel mit der versteckten Kamera.

Ein Tagessieg bei den Quoten war Elstner zu seinem Abschied nicht vergönnt. Nur 5,42 Millionen Menschen verfolgten die Show am Bildschirm. „Verstehen Sie Spaß?“ kam somit hinter dem RTL-„Supertalent“ und dem ZDF-Samstagskrimi mit Wolfgang Stumph nur auf den dritten Rang. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung“, sagte Cantz nach der Sendung. Er sei ein großer Fan der versteckten Kamera, seit er als Kind gebannt am Fernseher verfolgt habe, wie Kurt Felix ahnungslose Leute hereinlegt. Der schweizerische Showmaster hatte die Sendung im Jahr 1980 auf den Bildschirm gebracht und knapp elf Jahre präsentiert.

Am Grundkonzept der Sendung will Cantz nichts ändern. Dieses habe sich in 29 Jahren bewährt. Die 150 Mitglieder zählende Mannschaft der Sendung hat der Komiker und Fernsehmoderator von Elstner komplett übernommen. An den vier Shows, die im nächsten Jahr auf den Bildschirm kommen werden, wird bereits gearbeitet. Für sich selbst sieht Cantz eine starke Rolle. So will er häufiger als sein Vorgänger als Lockvogel agieren. „Ich liebe es mich zu verkleiden, in immer neue Rollen zu schlüpfen und mit der versteckten Kamera zu spielen.“ Streiche mit der versteckten Kamera stünden auch künftig im Mittelpunkt der Show. Zusätzlich plant Cantz neue Unterhaltungselemente, unter anderem mehr Comedy.

Jürgen Ruf

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