Terrorzelle von Barcelona hatte 120 Gasflaschen für Anschläge gehortet

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Erzieherischer Effekt

München - Die Kritik war durchaus deutlich. Die "teils fehlende Beherrschung der bairischen Sprache bei einigen Darstellern" sei ein "nicht zu kleiner Wermutstropfen", urteilte Gerhard Holz vom Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) über die BR-Serie "Dahoam ist dahoam" in einem Gastbeitrag für unsere Zeitung.

Seit Oktober läuft die im fiktiven oberbayerischen Ort Lansing spielende Seifenoper, für die bei Dachau eigens ein Kulissendorf errichtet wurde. Es reiche nicht, bei der Auswahl der Schauspieler lediglich auf eine süddeutsche Sprachfärbung zu achten, so Holz, der sich besonders an der Redeweise von Heidrun Gärtner ­- sie spielt die Wirtstochter Annalena Brunner - störte und an der von Doreen Dietel alias Trixi Preissinger.

Eine Expertise, die weder der BR noch die Produktionsfirma auf sich sitzen lassen wollten. Und so lud man bereits im Frühjahr den FBSD zu einem Gespräch, an dem auch der Münchner Dialektologe Bernhard Stör teilnahm (siehe auch Interview). Peter von Cube, Geschäftsführer des Mundartpflegerverbands, sieht die Serie inzwischen prompt positiver. Es habe vor dem Sendestart alles ziemlich schnell gehen müssen, deshalb sei wohl auf die mundartlichen Feinheiten nicht so sehr geachtet worden, so von Cube gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Inzwischen sei aber auch mehr Geld für die Mundartschulung der Schauspieler und für die Beratung der Autoren bereitgestellt worden. "Wir sind in engem Kontakt", freut sich von Cube. Man habe "Dahoam is dahoam" auch nie verdammt, sondern nur darauf gedrungen, dass die dialektalen Mängel abgestellt werden.

Von "Nachhilfe" im Zusammenhang mit der Schulung von Schauspielern will Markus Schmidt-Märkl, ausführender Produzent der Serie, nicht sprechen. Es sei von Anfang an ein Dialektologe "mit im Boot" gewesen, der bei den Schauspielerinnen Heidrun Gärtner, Doreen Dietel, Pippi Söllner und Tereza Rizos ein Coaching durchgeführt habe. Schmidt-Märkl sieht das als "Erweiterung des Handwerks".

Man habe allerdings auch Fehler bei der Vermittlung der Rollen-Biografien gemacht. So sei zunächst nicht deutlich geworden, dass die Trixi-Darstellerin eine "Zuagroaste" sei. Und was die Figur der Annalena betreffe, so habe sich diese inzwischen behutsam an die Mundart ihrer Lansinger Kindheit herangetastet.

Und während der Serienmacher sich freut, dass durch den FBSD künftig selbst in heiklen Brauchtumsfragen Hilfe gewährt wird, hofft Sprachpfleger von Cube bereits auf einen erzieherischen Effekt der Serie auf die Zuschauer: "Vielleicht bringt sie junge Leute dazu, wieder mehr ihren Dialekt zu sprechen."

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