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"Black Smoke", schwarzer Rauch, so heißt das Lied, mit dem Ann Sophie (l.) heuer beim Eurovision Son Contest für Deutschland antritt. Die Siegerin vom vergangenen Jahr, Conchita Wurst (r.) moderiert den ESC.

"Black Smoke" - die Nummer für Deutschland

Angeber-Wissen zum Eurovision Song Contest 2015

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Wien - Conchita Wurst ist zurück: Die Dragqueen mit Bart wird das Finale des ESC 2015 mitmoderieren. Eine Überraschung im ersten ESC Halbfinale gab es schon.

Update vom 25. April 2016: Beim ESC 2016 wird es eine radikale Voting-Änderung geben. Weil viele Fans des Eurovision Song Contest davon noch nichts wissen, ist dies eine ideale Gelegenheit, um mit Experten-Wissen zu glänzen. wir haben für Sie zusammengefasst; Das müssen Sie zur Voting-Änderung beim ESC 2016 wissen.

Update 2 vom 22. Mai 2015: Kennen Sie noch Arabella Kiesbauer? Die Kult-Moderatorin aus den 90ern mit ihrer gleichnamigen Talk-Show "Arabella". Ja, die gibt's noch und sie wird am Samstag sogar als Moderatorin auf der Bühne des Eurovision Song Contest stehen. Wir haben Arabella Kiesbauer vor dem ESC-Finale exklusiv interviewt.

Update 1 vom 22. Mai 2015: Wir präsentieren den ultimativen Live-Ticker zum ESC-Finale 2015! Ab Samstagvormittag halten wir euch mit aktuellen News, Hintergründen und Gerüchten auf dem Laufenden. Der Endspurt beginnt dann ab 19 Uhr. tz.de-Redakteur Haakon Nogge kommentiert dann die große Jubiläumsshow und wird dabei tatkräftig von unseren Leuten vor Ort in Wien unterstützt. Wer wissen will, in welcher Reihenfolge die Teilnehmer beim Finale des Eurovision Song Contest antreten, dem empfehlen wir unseren PDF-Download zum Ausdrucken (siehe Link).

ESC 2015 in Wien: Wann ist der Wettbewerb und wer moderiert?

Insgesamt 40 Künstler treffen sich in Wien, wo am Dienstag, 19. Mai, und am Donnerstag, 21. Mai, das Halbfinale des Eurovision Song Contest stattfindet und am 23. Mai das Finale. Moderiert wird der ESC-Abend von einem Damen-Trio: Mirjam Weichselbraun, Alice Tumler und Arabella Kiesbauer. Mit dabei ist auch Conchita Wurst, die Dragqueen aus Oberösterreich, die vergangenes Jahr mit ihrem Titel "Rise like a Phoenix" den Eurovision Song Contest in Kopenhagen gewonnen hat - und seither wie Phönix aus der Asche immer weiter gewachsen ist. Die Sängerin mit den langen Haaren und dem Bart kennt nahezu jeder. Sie wird am 23. Mai im so genannten "Green Room" Interviews mit den ESC-Künstlern führen.

Ihr Triumph hat ihr viele Türen geöffnet: Conchita Wurst ist vergangenen November bei den Vereinten Nationen gewesen und hat dort Generalsekretär Ban Ki Moon getroffen. Dieser war von ihrer Botschaft zu Respekt und Toleranz ziemlich beeindruckt.

ESC 2015 in Wien: Was ist das diesjährige Motto?

Von Conchita Wurst haben sich die ESC-Verantwortlichen deswegen auch das Motto des diesjährigen Musikwettbewerbs abgeschaut. Das lautet nämlich "Building Bridges", Brücken bauen, und wird in allen möglichen Bereichen beim Eurovision Song Contest in Wien auftauchen. Conchita Wurst habe diesen Gedanken des Brückenbauens im vergangenen Jahr in Kopenhagen erstmals formuliert, nämlich wie wichtig Offenheit und Toleranz über alle Grenzen hinweg seien.

Das sagte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und begründete das Motto mit der europäischen Idee und dem völkerverbindenden Charakter der Musik. Auch das Ende des Zweiten Weltkrieges, das sich heuer zum 70. Mal jährt, sei maßgeblich gewesen, sagte Wrabetz: "Dann reichen sich die europäischen Länder einander die Hand - in Österreich, jenem Land, das seit jeher eine zentrale Rolle als vermittelnde Instanz, als Brücke zwischen Ost und West, übernommen hat."

Wer geht als Favorit beim ESC 2015 auf die Bühne?

Der deutsche Fast-Teilnehmer am Eurovision Song Contest Andreas Kümmert hat bereits beim Vorentscheid "Unser Song für Österreich" auf sich aufmerksam gemacht: Er hat den Sieg nicht angenommen und wird nicht nach Wien zum ESC fahren. Die Moderatorin des Vorentscheids, Barbara Schöneberger, war dementsprechend überrascht, reichte das Mikrofon aber souverän an die zweitplatzierte Sängerin Ann Sophie weiter. Die 24-jährige Hamburgerin wird nun für die Bundesrepublik antreten und ihren Song "Black Smoke" live beim ESC am 23. Mai singen.

Doch wie stehen ihre Chancen? Derzeit sieht es für Ann Sophie leider so düster aus wie der Rauch schwarz ist, den sie in ihrem Lied besingt. Die Wettbüros rechnen ihr keine großen Chancen aus, und auch in den Charts ist die Hamburgerin eher weiter unten vertreten. Davon lässt sich die selbsternannte Rampensau aber nicht einschüchtern - sie will es trotzdem unter die ersten zehn schaffen. Favorit beim ESC 2015 ist für die Buchmacher zunächst Måns Zelmerlöw aus Schweden mit seinem Lied "Heroes". Und auch die finnische Punkband mit dem unaussprechlichen Namen Pertti Kurikan Nimipäivät sticht bereits aus der Musikermasse heraus: Drei Mitglieder haben das Down-Syndrom, einer ist Autist - und ihre Chancen sehen bestens aus.

ESC 2015 in Wien: Wer sitzt für Deutschland in der Jury?

Er sitzt für Deutschland in der Jury: Johannes Strate, Sänger und Frontmann der Band Revolverheld.

Wer letzten Endes als Sieger beim ESC von der Bühne geht, wird in einer relativ komplizierten Punktevergabe beim Eurovision Song Contest ermittelt. Diese Punktevergabe setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zum einen gibt es eine Jury: Für Deutschland sind das die Sänger Mark Forster und Ferris MC, Revolverheld-Sänger Johannes Strate, Sängerin Leslie Clio und Produzent Swen Meyer (Kettcar, Tomte). Zum anderen dürfen auch die Zuschauer vor dem Fernseher mitreden - per Telefon, SMS und App. Die Punkte werden also in einem Verhältnis von 50:50 vergeben.

Einen kleinen Unterschied gibt es aber: Die Menschen vor den Fernsehgeräten in Deutschland dürfen beim zweiten Semifinale und beim Finale des Eurovision Song Contest ihre Punkte abgeben. Das geschieht während der jeweiligen Live-Sendungen (siehe Tabelle unten "Was wird wann wo übertragen?"). Die Jury hingegen sagt schon vorher ihre Meinung, nämlich bei der ESC-Generalprobe am Vorabend. Das nennt sich Jury-Finale und ist eine nicht-öffentliche Übertragung der Show. 

ESC 2015 in Wien: Was ist das Besondere an diesem Song Contest?

Der Eurovision Song Contest ist mittlerweile ein bisschen in die Jahre gekommen: Bereits zum 60. Mal findet heuer die "Europameisterschaft im Singen" statt, wie Stefan Raab das Spektakel einmal genannt hat. Und an diesem runden Geburtstag, das dachten sich die Verantwortlichen, kann man sich ja ruhig auch mal Gäste einladen. Deswegen ist heuer auch Australien mit einem Song beim ESC vertreten. Das Land hat eine so genannte Wild Card bekommen, also ein Sonderstartrecht.

Auch Sängerin Leslie Clio und Musiker Ferris MC reden bei der Punktevergabe mit.

Im ersten Moment klingt das natürlich ein bisschen kurios - Australien bei einem Song Contest in Europa. Aber die Australier sind offenbar völlig verrückt, zumindest was den ESC angeht: Seit Jahren schalten die Menschen Down Under den Fernseher ein, wenn die Europäer sich im Singen batteln. Und heuer sind sie mit Guy Sebastian und dem Titel "Tonight again" selbst dabei.

Wo gibt es noch Tickets für den ESC 2015 in Wien?

95.000 Tickets für insgesamt neun Shows (Es gibt je drei Jury-, Family- und TV-Shows für die Halbfinals und das Finale) waren Anfang Mai bereits verkauft - ein Rekord. Wer noch nach Wien möchte, muss deswegen schnell sein: Bis 23. Mai, dem Tag der Finalshow, werden vom ESC noch mehrere tausend Tickets verkauft - in Häppchen.

Der Eurovision Song Contest findet in der Wiener Stadthalle statt. Für die Showbühne haben sich die Verantwortlichen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie sieht aus wie ein überdimensionales Auge, ist 44 Meter breit, über 14 Meter hoch und 22 Meter tief. Das Bühnenauge besteht aus 1288 Stelen, die mit LED-Lämpchen bestückt sind und in allen Farben leuchten.

Das Auge soll laut ORF symbolisch sein, sich auch auf das ESC-Motto "Building Bridges" beziehen und alle Ethnien und Religionen willkommen heißen. Außerdem ist die Bühne komplett barrierefrei. Damit das möglich ist, haben 350 Lkw insgesamt 3500 Tonnen Material angeliefert.

Wer sind die Teilnehmer beim ESC 2015 in Wien?

Musikproduzent Swen Meyer (l.) und Musiker Mark Forster fahren als Jurymitglieder nach Wien.

Sieben Länder mussten sich nicht extra qualifizieren, sondern ziehen direkt ins ESC-Finale ein: Österreich als Vorjahressieger ebenso wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, England und die Sonderstarter Australien . Sie sind die größten Geldgeber des Eurovision Song Contest und müssen deswegen nichts weiter tun, als ihren Song am 23. Mai zu präsentieren.

  • Guy Sebastian aus Australien mit "Tonight again"
  • Ann Sophie aus Deutschland mit "Black Smoke"
  • Lisa Angell aus Frankreich mit "N'oubliez pas"
  • Electro Velvet aus Großbritannien mit "Still in Love with you"
  • Il Volo aus Italien mit "Grande Amore"
  • The Makemakes aus Österreich mit "I am yours"
  • Edurne aus Spanien mit "Amanecer"
  • Die anderen Länder mussten sich ihren Finalplatz in Semifinalen des ESC erkämpfen. Das war die Startreihenfolge im ersten Halbfinale (Die fettgedruckten Teilnehmer haben sich am Dienstag qualifiziert) :

    1. Eduard Romanýuta aus Moldau mit "I want your Love"
    2. Genealogy aus Armenien mit "Face the Shadow"
    3. Loïc Nottet aus Belgien mit "Rhythm Inside"

    4. Trijntje Oosterhuis aus den Niederlanden mit "Walk Along"

    5. Pertti Kurikan Nimipäivät aus Finnland mit "Aina mun pitää"

    6. Maria Elena Kiriakou aus Griechenland mit "One Last Breath"

    7. Elina Born und Stig Rästa aus Estland mit "Goodbye to Yesterday"

    8. Daniel Kajmakoski aus Mazedonien mit "Autumn Leaves"

    9. Bojana Stamenov aus Serbien mit "Beauty never lies"

    10.  Boggie aus Ungarn mit "Wars for nothing"

    11.  Uzari & Maimuna aus Weißrussland mit "Time"

    12.  Polina Gagarina aus Russland mit "A milion Voices"

    13.  Anti Social Media aus Dänemark mit "The way you are"

    14.  Elhaida Dani aus Albanien mit "I'm alive"

    15.  Voltaj aus Rumänien mit "De la capăt"

    16.  Nina Sublatti aus Georgien mit "Warrior"

    ESC 2015: Das waren die Teilnehmer des zweiten Halbfinales in Wien

    1. Monika Linkytė und Vaidas Baumila aus Litauen mit "This Time"
    2. Molly Serling aus Irland mit "Playing with Numbers"
    3. Michele Perniola und Anita Somincini aus San Marino mit "Chain of Lights"

    4. Knez aus Montenegro aus "Adio"

    5. Amber aus Malta mit "Warrior"

    6. Mørland & Debrah Scarlett aus Norwegen mit "A Monster like me"

    7. Leonor Andrade aus Portugal mit "Há um mar que nos separa"

    8. Marta Jandová und Václav Noid Bárta aus der tschechischen Republik mit "Hope never dies"

    9. Nadav Guedj aus Israel mit "Golden Boy"

    10.  Aminata Savadogo aus Lettland mit "Love Injected"

    11.  Elnur Hüseynov aus Aserbaidschan mit "Hour of the Wolf"

    12.  María Olafs aus Island mit "Unbroken"

    13.  Måns Zelmerlöw aus Schweden mit "Heroes"

    14.  Mélanie René aus der Schweiz mit "Time to shine"

    15.  Giannas Karagiannis aus Zypern mit "One Thing I should have done"

    16.  Maraaya aus Slowenien mit "Here for you"

    17.  Monika Kuszyńska aus Polen mit "In the Name of Love"

    Ein alter Bekannter fuhr übrigens auch nach Wien zum Eurovision Song Contest: Ralph Siegel probierte es mal wieder, ins Finale zu kommen - und zwar mit dem Zwergenstaat San Marino, für den er das ESC-Lied "Chain of Lights" geschrieben hat. Sein Plan ging nicht auf, San Marino schied am Donnerstag im zweiten ESC-Halbfinale aus. Vor mehr als 30 Jahren hatte der Musikproduzent mit Nicole und "Ein bisschen Frieden" die Europameisterschaft gewonnen, die damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß.

    ESC 2015 in Wien: Was wird wann wo übertragen?

    Datum

    Uhrzeit

    Sender

    ESC-Sendung

    Samstag,

    23. Mai

    0.00 Uhr bis 0.30 Uhr

    NDR

    Ann Sophie im ESC-Fieber

    13.30 Uhr bis 15 Uhr

    HR

    Die schönsten deutschen ESC-Beiträge

    20.15 Uhr bis 20.55 Uhr (live)

    Das Erste

    Countdown für Wien (ESC)

    21 Uhr bis 0.35 Uhr (live)

    Das Erste

    Finale ESC

    21 Uhr bis 0.15 Uhr (live)

    Einsfestival

    Finale ESC

    21 Uhr bis 0.15 Uhr (live)

    EinsPlus (Gebärdensprache)

    Finale ESC

    Sonntag,

    24. Mai

    0.05 Uhr bis 1.35 Uhr

    Phoenix

    12 Punkte für Europa - Vom Grand Prix zum Eurovision Song Contest (ESC)

    0.15 Uhr bis 1.50 Uhr

    Einsfestival

    12 Punkte für Europa - Vom Grand Prix zum Eurovision Song Contest (ESC)

    0.35 Uhr bis 1.33 Uhr (live)

    Das Erste

    Grand Prix Party des ESC

    1.35 Uhr bis 3.55 Uhr

    Phoenix

    Finale des ESC (Wiederholung)

    9 Uhr bis 12.15 Uhr

    Einsfestival

    Finale des ESC (Wiederholung)

    ESC 2015 in Wien: Wieso heißt der Song Contest eigentlich nicht mehr Grand Prix?

    1956 gab es zum ersten Mal eine Europameisterschaft im Singen - damals hieß die Veranstaltung noch Grand Prix of the Eurovision. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hatte damals die Idee dazu und deswegen nehmen in erster Linie europäische Länder an dem Contest teil.

    Namen gab es daher auch schon immer so viele wie Länder: Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß die Veranstaltung zum Beispiel in Deutschland, die Italiener hatten sich den Namen Gran Premio Eurovisione Della Canzone Europea gegeben. Doch irgendwann zog auch hier die Globalisierung ein: Seit 2001 gibt es offiziell den Eurovision Song Contest.

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