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Iveta Mukuchyan tritt beim ESC 2016 für Armenien an.

"Liebeswellen" mit Konfliktpotenzial

Sexy Hamburgerin sorgt für Eklat beim ESC

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Stockholm - Selten gab's schon vor dem ESC-Finale so viel Aufregung um den Musikwettbewerb: Erst wurde ein Mitglied der russischen ESC-Jury suspendiert, jetzt wurde eine Flagge zum Politikum.

Sie sorgte beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2016 für Begeisterungsstürme - und für den nächsten Skandal: Iveta Mukuchyan. Die Armenierin war einer der zehn von 18 Acts, die sich ins Finale sangen. 

Die 29-jährige brünette Schönheit konnte am Dienstagabend in Stockholm in ihrem hautengen Bodysuit massiv auf der Optik-Skala punkten, doch auch ihr Song "Love Waves" (Liebeswellen) riss Zuschauer wie Kritiker zu Lobeshymnen hin. Auf den sozialen Medien überbot man sich gegenseitig mit Komplimenten, die sowohl ihr Aussehen als auch ihr Talent betrafen. Sogar die BBC war begeistert: Das großartigste, was aus Armenien kommt, seit es die Kardashians gibt, kommentierte der britische Sender auf Twitter.

Die Euphorie um die Künstlerin, die seit ihrem sechsten Lebensjahr in Hamburg lebt und die manchem durch ihren Auftritt bei der Castingshow "The Voice of Germany " bekannt sein dürfte, wurde allerdings durch einen Zwischenfall mit erheblichem politischem Konfliktpotenzial getrübt: 

Während des Schnelldurchlaufs wurden wie immer die Künstler im Green Room gezeigt, wo sie auf das Urteil der Jury warteten. Wie üblich schwenkte jeder Vertreter seines Landes dessen Fahne, als die Kamera auf ihn gerichtet war - so auch Mukuchyan. Doch neben der offiziellen armenischen Staatsflagge hielt die Sängerin die Fahne von Bergkarabach in die Höhe - der Region also, um die Armenien seit Jahren erbittert streitet und kämpft. Diese Flagge ist aber laut dem Veranstalter des ESC, der Europäischen Rundfunkunion (EBU), nicht erlaubt. Von politischen Konflikten will man nämlich beim größten Musikwettstreit der Welt nichts wissen.

Bei der anschließenden Pressekonferenz erklärte die Sängerin ihre provokante Aktion mit den Worten: "Mein Herz, meine Gedanken, meine Gefühle sind bei meiner Heimat. Ich will einfach nur, dass Frieden an den Grenzen und in der Welt einkehrt. Alles, was Armenien will, ist Frieden. Deshalb habe ich dieses Lied mit dem Titel 'Love Waves' geschrieben. Ich will Wellen der Liebe verbreiten." Sie fügte hinzu: Ich habe die Flagge gezeigt, weil ich wollte, dass sich die Menschen darauf konzentrieren."

Laut dem "Stern" wird sich die EBU "zu gegebener Zeit" zu dem Vorfall äußern. Das wird hoffentlich noch vor Donerstag sein, wenn das zweite Eurovision-Song-Contest-Halbfinale steigt.

Zu ihrer Teilnahme beim ESC sagte die 29-Jährige: "Man träumt immer davon, und plötzlich ist es Realität! Alle haben mir gesagt, dass ich es schaffen würde, aber wenn es dann soweit ist, kann man es gar nicht glauben. Ich bin wirklich dankbar - die drei Minuten waren leider nur viel zu schnell vorbei."

hn

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