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Ann Sophies Chancen auf einen Platz in den Top Ten beim ESC-Finale in Wien sehen derzeit gar nicht gut aus. 

Raucht ihr "Black Smoke" ab?

Düstere Aussichten für  Ann Sophie beim ESC

Wien - Einen Platz in den Top Ten wünscht sich Ann Sophie nach eigener Aussage beim Eurovision Song Contest in Wien. Doch die Aussichten sind derzeit so düster wie der "Schwarze Rauch" ihres Liedtitels.

Update vom 22. Mai 2015: In den 1990er-Jahren war sie das Talk-Show-Gesicht Deutschlands: Arabella Kiesbauer. Dann wurde es, zumindest in Deutschland, ruhiger um die Moderatorin. Jetzt meldet sie sich zurück und wird am Samstag das Finale des Eurovision Song Contest mitmoderieren. Lesen Sie ein Exklusiv-Interview mit Arabella Kiesbauer vor dem Finale des ESC in Wien.

In gut zwei Wochen lichtet sich für Ann Sophie der "Black Smoke": Am Abend des 23. Mai wird sie für Deutschland beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Wien singen. Kürzlich hatte sie noch gesagt, es wäre "schon cool, unter den ersten Zehn" zu landen: "Da würde ich mich drüber freuen." Doch das könnte ein schöner Traum bleiben, denn in den Wettbüros, in den Fanclubs und in den Musik-Charts spielt die 24-Jährige keine Rolle.

Von dem überraschenden Verzicht des eigentlichen Siegers des deutschen ESC-Vorentscheids, Andreas Kümmert, konnte Ann Sophie noch nicht profitieren. So schaffte es ihre Single "Black Smoke" lediglich auf Platz 29 in den deutschen Charts - alle deutschen ESC-Starter der vergangenen Jahre waren weit erfolgreicher, selbst die im ESC-Finale weit Abgeschlagenen wie die No Angels oder Cascada.

Auch bei den zumindest bei den Siegern in den vergangenen Jahren sehr treffsicheren Buchmachern liegt Ann Sophie auf der Übersichtsseite Oddschecker weit zurück. Und bei Abstimmungen der internationalen Fanclubs ist Deutschland ebenfalls aussichtslos.

"Ich bin sehr nervös"

Während beim Gastgeber Österreich in Wien die Vorbereitungen schon sehr weit gediehen sind, versuchen die beim ESC vertretenen Künstler in der heißen Phase vor dem Wettbewerb noch, ihren Namen international bekannter zu machen. Der NDR verschickte dieser Tage ein knapp sechs Minuten langes englischsprachiges Video in die Teilnehmerländer, in dem sich Ann Sophie präsentiert.

In dem Clip betont die Hamburgerin ihre Internationalität - sie wurde in London geboren und zog nach der Schule nach New York. Und ein bisschen öffnet sie auch ihr Herz. "Ich bin sehr nervös und versuche, nicht darüber nachzudenken. Denn je mehr ich darüber nachdenke, desto nervöser werde ich." Und auch zu ihrem Lied äußerte sie sich: "Ich hoffe, die Leute mögen es."

Danach sieht es im Moment allerdings nicht aus.

Schweden ist der Top-Favorit beim ESC 2015

Nach dem jetzigen Stand kann Ann Sophie in Wien also nur gewinnen - die Erwartungen an sie sind gering. Dafür hoffen die Fans auf eine spektakuläre Show. 40 Länder bewerben sich um die ESC-Krone. In zwei Halbfinals können sich insgesamt 20 Länder für das große ESC-Finale qualifizieren. Dort sind sieben Starter gesetzt: Nach dem Sieg von Conchita Wurst vor einem Jahr Gastgeber Österreich, dazu die fünf großen ESC-Geldgeber Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und England sowie schließlich Australien.

Die seit Jahrzehnten ESC-verrückten Australier bekamen zum Jubiläum - der ESC findet zum sechzigsten Mal statt - ein Sonderstartrecht. Und die Fans in Down Under können sich sogar gewisse Sieghoffnungen machen. Neben dem als Top-Favorit gehandelten Schweden Mans Zelmerlöw und dem italienischen Tenöre-Trio Il Volo gilt Australiens Starter Guy Sebastian in den Wettbüros als einer der großen Favoriten auf die Nachfolge von Conchita Wurst.

Weltweit werden etwa 120 Millionen Fernsehzuschauer erwartet. Für die deutschen Fernsehzuschauer bringt die unter dem Motto "Brücken bauen" stattfindende Show auch ein Wiedersehen: Zu den Moderatorinnen gehört Arabella Kiesbauer, mit ihrer krawalligen Nachmittags-Talkshow in den 1990er Jahren eines der bekanntesten Fernsehgesichter in Deutschland.

Ralph Siegel kann's nicht lassen

Und noch ein weiterer alter Bekannter ist in Wien: Ralph Siegel tritt ein weiteres Mal mit San Marino an und hofft darauf, zum zweiten Mal in Folge mit dem Zwergenstaat ins Finale zu kommen. Der Komponist des 1982 erfolgreichen "Ein bisschen Frieden" hat sein Lied "Chain of Lights" - Lichterkette - genannt, was ein bisschen wie ein Gegenprogramm zum "Black Smoke" von Ann Sophie klingt.

afp

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