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Achtung: Schreiben von falschen Streaming-Diensten können Sie der Verbraucherzentrale in ihrer Nähe melden oder einfach ignorieren.

Verbraucherschützer warnen!

Achtung Abzocke:  Falsche Streaming-Dienste mit neuer Betrugsmasche

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Streaming-Dienste, um sich Serien und Filme anzusehen, werden immer beliebter. Eine Entwicklung die sich Betrüger zunutze machen, um im großen Stile abzukassieren. Hier erfahren Sie, wie ihre Masche funktioniert.

Auch wenn das gute alte klassische Fernsehen bei den meisten noch die Nummer eins ist – immer mehr Menschen nutzen Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime und Co. Fast jeder zweite Onlinenutzer setzt inzwischen auf TV aus dem Netz, ermittelte das Statistische Bundesamt im vergangenen Herbst. Doch genau mit dieser Entwicklung wollen Betrüger nun Kasse machen. 

Falsche Streaming-Dienste nutzen ähnliche Namen

Die Verbraucherzentralen sind alarmiert. „Die Beschwerden über vermeintliche Streaming-Portale reißen nicht ab“, heißt es von der Zentrale in Baden-Württemberg, die bereits über 200 vermeintliche Streaming-Webseiten an die Behörden gemeldet hat. Auch in Bayern sind Fälle aufgetaucht. Die Namen der Angebote ähneln dabei oft denen bekannter Marken, etwa Oneflix, ­Appleflix oder Cineplex24. 

Die Abzock-Masche falscher Streaming-Dienste

Die Masche ist stets dieselbe: Anzeigen locken den Nutzer mit einem angeblich kosten­losen fünftägigen Probe-Abo auf die Seiten. Zur Registrierung sollen E-Mail-Adresse und Telefonnummer angegeben werden. Nach der Anmeldung erhält man dann eine Fehlermeldung oder kann einfach nicht auf die versprochenen Filme oder Serien zugreifen. Die meisten Nutzer halten ihre Anmeldung deshalb für gescheitert. Nach einigen Tagen werden sie dann aber in aggressiven Schreiben aufgefordert, ein ganzes Jahresabo zu bezahlen. Dabei verlangen die Betreiber der Webseiten den Verbraucherschützern zufolge Beträge zwischen 144 und 359 Euro. 

Falsche Streaming-Dienste: Auf keinen Fall zahlen

Wenn Betroffene diese Zahlungsaufforderungen bekommen haben, versuchen viele von ihnen, im Internet herauszufinden, ob sie tatsächlich zahlen müssen. Und auch das haben die Betrüger bedacht: Denn man stößt schnell auf ­Videos, in denen vermeintliche Anwälte suggerieren, dass die Portale im Recht sind. Des­wegen fallen häufig Minderjährige auf die Abzocke rein. Was können Betroffene tun, die in die Falle getappt sind? Der Rat der Experten ist klar: Man soll sich von den ­Schreiben nicht einschüchtern lassen, die Rechnungen auf keinen Fall bezahlen – und Anzeige erstatten. 

Falsche Streaming-Dienste: Achtung vor diesen „Anbietern“

Zur Vorsicht raten die Marktwächter vor allem, wenn folgende Unternehmen im Impressum (!) auf den ­jeweiligen Seiten im Internet auftauchen: „Turquoiz Limited“, „Lovelust Limited“, „Bizcon ­Limited“, „Anmama Limited“, „CIDD Limited“, „OLJO Ltd“, „SAFE4MEDIA Ltd“, „Kino Bino Limited“ und ­„Kino ­Cinemas Ltd“.

Stefanie Thyssen

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