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Rechts: Markus Söder kommt Freitag um 13.30 Uhr am Staatstheater in Nürnberg an
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Als die Haare zurückgegelt werden, lacht der Minister: „Jetzt seh ich aus wie Karl-Theodor.“ Gemeint ist natürlich Guttenberg.
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Nase, Mund und Ohren wurden eigens angefertigt.
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Entspannt und gut gelaunt lässt Markus Söder die Prozedur über sich ­ergehen. „Als Homer höre ich noch schlechter als als Shrek“, sagt er. „Wenn das der Horst mitbekommt …“ Natürlich nur ein Spaß.
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Die Maskenbildner ­Harald Utz (li.) und ­Armin Häfner kümmern sich um Markus Söders Verwandlung.
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Redakteurin Stefanie Thyssen interviewt Söder während der Verwandlung.
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Söders Frau Karin geht passend als Marge Simpson.

Verwandlung zur Comic-Figur

Fastnacht in Franken: So wurde Söder zu Simpson

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München/Nürnberg - Markus Söder ist für seine ausgefallenen Fastnachtskostüme bekannt. Dieses Jahr ging der CSU-Mann als Homer Simpson. Wir waren bei seiner Verwandlung exklusiv dabei!

Im Umfeld von Markus Söder gab es in den vergangenen Tagen nur eine Frage: Als was geht er? Ob Bürger, Freunde, Kollegen – sie alle trieb die Neugier um, schließlich gilt der 50-Jährige als besonders originell, wenn es um die Kostümierung für die Fastnacht in Franken geht. Von Gandalf bis zu Gandhi war ja auch schon allerhand dabei. Verraten hat Söder seine jüngste Wahl niemandem. Erst auf dem roten Teppich in Veitshöchheim sollte das Geheimnis für die Öffentlichkeit gelüftet werden – die tz aber durfte bereits den ganzen Nachmittag dabei sein, als aus dem Bayerischen Minister die kultige Zeichentrickfigur aus den USA wurde.

Es ist 13.30 Uhr, als Söder vor dem Staatstheater Nürnberg vorfährt. Hier lässt er sich seit 2004 herrichten für den großen Auftritt. Zwei Maskenbildner kümmern sich um ihn: Harald Utz (50) und Armin Häfner (60). „Dass der Herr Söder zu uns kommt, ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung für uns“, sagen sie.

Im Dezember ist der CSU-Mann bereits mit der Simpson-Idee auf die beiden Profis zugegangen. „Der Gedanke, ich könnte als Homer gehen, kam mir beim Fernsehschauen mit meinen Söhnen“, erzählt Söder, während er in der Garderobe Platz nimmt. „Die Simpsons sind bodenständige Leute. Die arbeiten hart, sind heimatverbunden, ganz normale Menschen, die ihr Leben mit den Schwierigkeiten leben, die es gibt.“ Ganz bewusst habe er sich bei der Kostümfrage heuer „gegen etwas Staatstragendes oder Weltmännisches“ entschieden. „Die Menschen identifizieren sich lieber mit ,normalen‘ Menschen als mit Helden“, sagt Söder – und muss selbst ein bisschen schmunzeln, als er merkt, dass das nun gerade doch etwas staatsmännisch dahergesprochen war. Egal. Botschaft ist Botschaft. Um kurz vor zwei schreiten die Maskenbildner dann zur Tat. Söder hat seine Jeans gegen eine türkise Hose getauscht, das Hemd gegen ein Poloshirt. Die Haare werden zurückgegelt, eine Plastikperücke wird aufgesetzt, dann kommen extra angefertigte Ohren und Lippen. Am Schluss: alles auf Gelb!

Söder lässt die Prozedur entspannt und gut gelaunt über sich ergehen. Er sagt genau, was er will („Die Nase ist super so!“), und vor allem, was ihm nicht gefällt („Die Haare dürfen nicht aussehen wie Antennen!“). Er ist pingelig, weil er weiß, dass sich die Augen von Millionen Zuschauern am Abend auf ihn richten werden. Er will es perfekt haben – dafür investiert er Zeit und Geld, letzteres selbstverständlich aus eigener Kasse. Nach drei Stunden Stillsitzen kommt Söders Frau Karin rein. Sie ist zu Marge Simpson mutiert und sieht mit ihren angeklebten Wimpern und der Riesen-Perücke hinreißend komisch aus. Als sie ihrem Mann zuruft „Super schaust aus!“, steht er auf und richtet den Daumen nach oben. Er ist zufrieden. Oder? „Passt schon“, sagt er. Ein größeres Lob gibt es für einen Franken nicht.

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