Ein Fernseher für die Hosentasche

- Gerade noch rechtzeitig zur Fußballweltmeisterschaft ist am Mittwoch in München ein mobiles Fernsehen im Hosentaschenformat vorgestellt worden. Auf speziellen Handys können ab sofort zunächst 33 TV- und Radioprogramme empfangen werden, darunter auch das ZDF, N 24 sowie ein eigens für das Handyfernsehen zusammengestelltes Programm des Bayerischen Fernsehens.

Die Rundfunkübertragungstechnik, die den Fernsehempfang auf dem Handy ermöglicht, wird Digital Multimedia Broadcasting (DMB) genannt und ist eine Erweiterung des digitalen Radios DAB. Über DAB können heute in rund 80 Prozent des Bundesgebiets Radioprogramme digital empfangen werden. In China und Korea ist Handyfernsehen im DMB-Standard bereits eingeführt. In Europa laufen die Vorbereitungen für die Markteinführung in Frankreich, Deutschland und in Großbritannien. "In den nächsten Jahren werden wir in Bayern 90 Prozent der Bevölkerung erreichen", ist sich Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM), sicher.

Dabei soll die neue Technologie ständig fortentwickelt werden. Unter der Führung der BLM wurde das DMB-Verbundprojekt "MI FRIENDS" ins Leben gerufen. Ziel des bis Ende nächsten Jahres terminierten Projektes ist die Entwicklung und Erprobung von neuen mobilen Medientechnologien vom Inhalt bis zum Empfangsgerät. An "MI FRIENDS" sind 75 internationale Partner beteiligt. In München wurden an ausgewählte Testpersonen bereits 200 Handyfernsehgeräte ausgegeben. Das derzeit von debitel den Kunden angebotene Handy kostet 199 Euro. Die Tastatur des Mobiltelefons lässt sich dabei wie eine Fernbedienung benutzen.

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