Die Fesseln sprengen

- Emanzipation, Kolonialherrschaft, Erster Weltkrieg - es sind große Themen, mit denen die Schauspielerin Iris Berben im kommenden Jahr in einem Fernsehdrama zu sehen sein wird. In dem Dreiteiler "Afrika, mon amour" gibt die 56-Jährige die Katharina von Strahlberg, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen Neuanfang auf dem unbekannten Kontinent wagt.

Nur so ist eine Trennung von ihrem Ehemann möglich, der einer Scheidung nicht zustimmt. Bei Dreharbeiten im Filmpark Babelsberg sagt Berben, die Geschichte sei für sie persönlich entwickelt worden. "Das empfinde ich als Geschenk."

"Man merkt, wie weit man selber ist, wenn man in die Vergangenheit blickt."

Iris Berben

Nach Angaben von Produzent Oliver Berben, Iris Berbens Sohn, liegt das Budget für den Film bei 10,4 Millionen Euro, wobei sich das ZDF mit mehr als acht Millionen Euro beteiligt. An der Seite von Iris Berben spielen Robert Atzorn, Matthias Habich und Bettina Zimmermann.

Die Kulisse besteht aus grauen Häuserfassaden und einer Straßenszenerie mit Kutschen, Eckkneipe und kleinen Geschäften. Katharina von Strahlberg ist in der Berliner Oberschicht Anfang des 20. Jahrhunderts zu Hause. Nach dem Ehebruch ihres Mannes, gespielt von Robert Atzorn, und ihrem eigenen drohenden sozialen Abseits flieht sie nach Deutsch-Ostafrika, als der Erste Weltkrieg ausbricht. Sie betätigt sich als Krankenschwester, verwickelt sich in eine komplizierte neue Liebesgeschichte und trifft ihren Ehemann in Afrika wieder. Es folgen Intrigen, so dass Katharina von Strahlberg in der Endphase des Ersten Weltkrieges bis nach Schottland reist.

"Sie kämpft für etwas, das aus heutiger Sicht selbstverständlich, aber aus damaliger Sicht unvorstellbar gewesen ist: die Befreiung aus den Fesseln einer Ehe", heißt es beim ZDF. Dass diese Geschichte einer Emanzipation ausgerechnet in Afrika und nicht in Deutschland angesiedelt ist, sei "viel exemplarischer", sagt Regisseur Carlo Rola ("Rosa Roth"). Die Charaktere befänden sich in einem "noch zu erobernden Land" und seien dort auf sich allein gestellt. Angesichts einer Reihe von anderen Filmen, die bereits mit ähnlichen Sujets in Afrika spielen, versicherte der Produzent, dass es nicht der Versuch sei, bekannte Stoffe auf andere Art und Weise zu erzählen. Den Film "Afrika, mon amour" mache zum Beispiel aus, dass er eine direkte Beziehung zur deutschen Geschichte herstelle.

"Man merkt, wie weit man selber heute ist, wenn man in die Vergangenheit blickt", kommentiert Iris Berben ihre Rolle einer sich emanzipierenden Frau. Und Robert Atzorn reize an der Rolle zu erleben, "wie ein autoritärer Kerl langsam zusammenbricht". Nach den Dreharbeiten in Wien und Deutschland geht es den Angaben zufolge Ende August im afrikanischen Kenia weiter, bevor zum Schluss bis Mitte November in Schottland gearbeitet werden soll.

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