Film- und Fernsehregisseur Jürgen Roland tot

Hamburg - Der Film -und Fernsehregisseur Jürgen Roland ist tot. Wie der Norddeutsche Rundfunk am Sonntag mitteilte, starb Roland am Freitagabend im Alter von 81 Jahren. Der Krimi-Experte gehörte zu den "Männern der ersten Stunde" in Deutschlands Fernsehgeschichte.

Er war seit mehr als einem halben Jahrhundert erfolgreich im Geschäft. Zu seinen großen Erfolgen zählten Krimiserien wie "Der Polizeibericht meldet" (1954), "Stahlnetz" (1958-1968) und "Großstadtrevier" (seit 1985). Auch für das Kino drehte er Filme, darunter mehrere Edgar- Wallace-Streifen.

Roland, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Schellack hieß, wurde am 25. Dezember 1925 als Sohn eines Kaufmanns in Hamburg geboren. Schon als Schüler zeigte er ein auffallendes Faible für das Theater und führte mit seinen Freunden selbstverfasste Krimis auf. Diese Vorliebe machte ihn später bekannt: Gemeinsam mit Drehbuchautor Wolfgang Menge begründete Roland in den 50er Jahren ein neues Genre im deutschen Fernsehen, in dem Kriminalfälle nachgestellt wurden - milieugerecht, authentisch und unterhaltsam.

In seinen Filmen habe er sich immer bemüht, "ein guter Reporter mit der Kamera zu sein", sagte Roland über seine Ziele. Für seine Arbeit erhielt er viele Auszeichnungen - auch von der Polizei. Selbst der Ruhestand konnte Roland nicht davon abhalten, an weiteren Filmprojekten zu arbeiten - vor allem am "Dauerbrenner" unter den ARD-Vorabendserien, dem "Großstadtrevier".

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