Finale beim Song-Contest komplett

Belgrad - Rock aus der Türkei, Spaß-Piraten aus Lettland und ein dänischer Robbie Williams: Die Mischung beim Eurovision Song Contest in Belgrad wird immer bunter.

Die letzten zehn Finalisten haben sich am Donnerstagabend in der serbischen Hauptstadt qualifiziert. Die Ukraine, Kroatien, Albanien, Island, Georgien, Dänemark, Schweden, Lettland, Türkei und Portugal singen am Samstag in der Endrunde in der serbischen Hauptstadt. Sie setzten sich in der zweistündigen Show gegen neun weitere Konkurrenten durch. Es war das zweite Halbfinale im Mammutprogramm des 53. Eurovision Song Contest (ESC), an dem sich 43 Nationen beteiligen.

Das Teilnehmerfeld der zweiten Halbfinalrunde konnte gegensätzlicher nicht sein: Die stimmgewaltige Vania Fernandes aus Portugal überzeugte mit einer klassischen Grand-Prix-Ballade, während die kroatischen Straßenmusiker von Kraljevi ulice mit dem 75-jährigen Rapper 75 Cents an ihrer Seite mit Buena-Vista-Charme auftrumpften. "Wir sind die Könige der Straße, wir repräsentieren eine andere Art von Kunst", meinten sie auf der anschließenden Pressekonferenz vor hunderten Journalisten und Fans und betonten: In diesem Wettbewerb habe jeder eine Chance.

Die Türkei setzte diesmal auf Rock, die Ukraine punktete ebenso mit Pop wie Schweden. Der Däne Simon Mathew wirkte bei seinem Auftritt ganz wie ein Mischung aus Robbie Williams und Roger Cicero und präsentierte mit "All Night Long" einen wahren Ohrwurm. Damit ist Skandinavien vollständig im Wettbewerb vertreten, da die finnischen Heavy-Metal-Rocker Teräsbetoni sich bereits im ersten Halbfinale qualifiziert hatten.

Während am Dienstag noch Vertreter der Spaßfraktion wie die irische Truthahn-Handpuppe Dustin the Turkey oder das estnische Trio Kreisiraadio aus dem Wettbewerb flogen, enterten die lettischen Piraten "Wolves Of The Sea" die Eurovisions-Bühne mit Erfolg: Ihr Techno-Song sorgte für Partystimmung in der Belgrad-Arena. Verabschieden muss sich dagegen der Schweizer Paolo Meneguzzi und das bulgarische DJ-Projekt "Deep Zone & Balthazar". Ebenfalls ausgeschieden sind Litauen, Weißrussland, Ungarn, Malta, Zypern, Mazedonien und Tschechien.

Die deutsche Pop-Band No Angels ist wie die Interpreten Spaniens, Frankreichs, Großbritanniens und des Gastgebers Serbien bereits für das große Finale gesetzt. Nach Auslosung der letzten Startnummern stehen nun auch die beiden Länder fest, deren Interpreten vor und nach den Pop-Engeln auftreten: Albanien und Armenien.

Jubeln konnte Schwedens Charlotte Perelli, die den Eurovision Song Contest (ESC) bereits 1999 gewonnen hat, als sie in Belgrad die Nummer 15 für das Finale zog. Mit dieser war sie schon bei ihrem ersten Sieg - damals unter dem Namen Charlotte Nilsson - in Israel an den Start gegangen. Einziger Doppel-Grand-Prix-Gewinner ist bislang der Ire Johhny Logan, der im Vorfeld des ESC heftige Kritik an dem Truthahn-Beitrag aus seinem Land geübt hatte. 

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