Vergleich mit "Islamischem Staat"

Flaggen-Verbot beim ESC: Spanien droht mit Boykott

Madrid - Der Eurovision Song Contest (ESC) sorgt schon Wochen vor seinem Finale für Wirbel. Schuld hat diesmal nicht eine Musik-Darbietung, sondern eine Flaggenregelung.

Spanien protestiert dagegen, dass die Veranstalter die Fahne des Baskenlands zu den Flaggen gezählt hatten, die bei dem Wettbewerb am 14. Mai in Stockholm nicht gezeigt werden dürfen. Die Madrider Regierung trug Außenminister José Manuel García-Margallo auf, die Verantwortlichen in Schweden zu einer Korrektur ihrer Entscheidung aufzurufen.

Spaniens Parlamentspräsident Patxi López betonte, es sei „absolut unannehmbar“, dass die baskische Flagge beim ESC verboten werde. Der Regierungschef des spanischen Baskenlands, Iñigo Urkullu, plädierte dafür, Spanien solle den Wettbewerb boykottieren, wenn die Regelung nicht geändert werde.

Die Veranstalter wollen beim ESC nur die Flaggen der Teilnehmerstaaten zulassen, aber keine Fahnen von Regionen, Kommunen oder anderen Institutionen. In Spanien nahm man vor allem daran Anstoß, dass die baskische Fahne ausdrücklich als eine von denen genannt wurde, die nicht zugelassen werden. Damit sei die baskische Flagge mit der der Terrormiliz Islamischer Staat auf eine Stufe gestellt worden, beklagten spanische Medien.

Bereits ausgeschlossen von der Teilnahme am diesjährigen ESC wurde Rumänien. Allerdings hatte das keine politischen Gründe, sondern wirtschaftliche.

ESC 2016: Die schönsten Bilder vom deutschen Vorentscheid

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Jamie-Lee Kriewitz singt für Deutschland

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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