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Claus Kleber äußerte sich im "heute-journal" zur Auswahl von Flüchtlingen als Interviewpartner. 

Claus Kleber antwortet darauf im "heute-Journal"

Interviewt das ZDF nur gebildete Flüchtlinge? 

Mainz - Das ZDF-„heute-journal“ muss sich von Zuschauern den Vorwurf anhören, bewusst nur gebildete Flüchtlinge zu befragen. Moderator Claus Kleber nahm dazu am Donnerstag Stellung.

Es ist ja wirklich nicht ganz einfach. Eine Gruppe Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof, der Journalist – egal, ob von Zeitung, Radio oder Fernsehen – möchte wissen, was die Ankommenden erlebt haben, mit welchem Ziel sie nach Deutschland gekommen sind, von wo aus sie sich überhaupt auf die beschwerliche Reise gemacht haben. Doch wen spricht man an? Laut „heute journal“-Moderator Claus Kleber am ehesten jemanden, der wirkt, als verstehe er Englisch. „Und der aussieht, als ob ein vernünftiges Gespräch möglich wäre“, erklärte Kleber am Dienstagabend in der Nachrichtensendung des ZDF.

Der 60-Jährige entschuldigte sich dafür, dass es „keine böse Absicht“ sei, wenn sich das Bild dadurch etwas verschiebe. „Manchmal wirkt es da ja, als wären die große Mehrheit der Ankommenden Ärzte, Maschinenbauer und Physiker, die ziemlich gut Englisch sprechen. So ist das in Wirklichkeit natürlich nicht“, betonte Kleber. Obwohl das Bildungsniveau von Flüchtlingen zum Beispiel aus dem Irak und Syrien tatsächlich relativ hoch sei – eine erfolgreiche Integration jedoch falle freilich nicht vom Himmel. Sie bleibe Arbeit.

Flüchtlinge: Berichten Medien zu einseitig?

Auch unsere Redaktion erreichen immer wieder Beschwerden von Lesern, dass in „den“ Medien zu einseitig berichtet werde. Dass man nur die zu Wort kommen lasse, die integrationsfähig seien – die vielen anderen aber, die kein Wort Englisch, geschweige denn Deutsch sprechen, dem Leser/Hörer/Zuschauer vorenthalte. Sah sich Kleber angesichts einer Fülle solcher Beschwerden veranlasst, zu dieser Frage Stellung zu nehmen? „Natürlich beschäftigt das Thema Flüchtlinge die Zuschauer der ZDF-Nachrichtensendungen derzeit intensiv, die Hinweise dazu sind zahlreich“, so Pressesprecher Thomas Hagedorn auf Anfrage. Wie die Reaktionen auf Klebers Anmoderation am Dienstag waren, dazu wollte er sich nicht äußern.

Lesen Sie auch: „Der Kampf ist nicht gewonnen": ZDF-Moderator Claus Kleber warnt vor gefährlicher Entwicklung

Katja Kraft

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