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Frank Ehrlacher ist seit zehn Jahren Experte bei "Die ultimative Chart Show"

"Ultimative Chart Show"

Wer ist eigentlich dieser Frank Ehrlacher?

Köln - Bei der "Ultimativen Chart Show" von Oliver Geißen ist er nicht wegzudenken. Doch wer ist Frank Ehrlacher eigentlich? Und was macht ihn zum Charts-Experten? Die Antworten: 

"Die ultimative Chart Show" ist ein echter Dauerbrenner bei RTL. Schon mehr als 100 Sendungen liefen beim Privatsender, jede unter einem anderen Motto. Die jeweiligen Charts fallen dabei auch gerne obskur aus. Doch ob "Die erfolgreichsten Pop-Pianohits aller Zeiten" oder "Die erfolgreichsten Überraschungshits": Die Show erzielt freitags regelmäßig Top-Quoten.

Für Seriosität neben dem überdrehten Moderator Oliver Geißen sorgt dabei Frank Ehrlacher. Der freundliche Herr mit der Brille wird zu Beginn jeder Show als Charts-Experte vorgestellt und erklärt dann den Modus, stoisch wie eine zweihundertjährige Eiche.

Viele Zuschauer fragen sich: Wer ist Frank Ehrlacher eigentlich? Und was macht ihn zum Charts-Experten? Bei der RTL-Reihe ist er seit 2003 der Fachmann, doch im Lebenslauf des 43-Jährigen steht noch einiges mehr.

Geboren wurde Frank Ehrlacher am 17. November 1969 in Bergisch Gladbach. Gelernt hat er Bankkaufmann und Controller, doch es zog ihn bald zum Rundfunk. Seit 1991 arbeitet er als Redakteur für verschiedene Radiosendungen, unter anderem für die Sendung CD-Chartbreak und den BR. Dazu schrieb er Songtexte, unter anderem für Petula Clark (die einst einen Welthit mit "Downtown" hatte) und den Pop-Sänger Wolfgang Ziegler. Als Schreiber wartete er aber vergeblich auf einen Chart-Erfolg.

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Was Ehrlacher wohl endgültig zum Musikexperten qualifiziert: Der 43-Jährige ist Betreiber der Musikdatenbank cd-lexikon.de, die er - neben der verwandten Seite moviemaster.de - bereits 1996 startete.

Das Interview:

Warum macht es noch Spaß, bei der Ultimativen Chart-Show dabei zu sein?

Frank Ehrlacher: Der Reiz der Sendung liegt für mich darin, dass man einen Überblick über inzwischen fast 54 Jahre deutsche Charts erhält – vieles kommt einem bekannt und vertraut vor, es gibt aber immer wieder Überraschungen; zum Beispiel Songs, die auch nach 114 Sendungen noch nie in der Ultimativen Chart-Show dabei waren oder Themen, wo man überrascht ist, welcher Song vorne ist. Ich vergleiche manche Sendungen auch gerne mit Formel-1-Rennen: Der Zuschauer kennt vielleicht viele Songs, aber es ist spannend zu erfahren, wer beim jeweiligen Thema ganz weit vorne liegt und wer weiter hinten bleibt oder sogar ausfällt.

Warum wurden ausgerechnet Sie zum "Chart-Experten"? Sehen Sie sich überhaupt als das?

Ehrlacher: Ich war schon derjenige, der als Kind sonntags die RTL Hitparade – damals noch im Hörfunk mit Frank Elstner und Thomas Gottschalk – dem Familienspaziergang vorgezogen hat oder zumindest nachher das Ergebnis nachlesen musste. Ich war schon immer fasziniert davon, Musik zu hören, aber auch musikalischen Erfolg messbar zu machen. Von daher sehe ich mich nach rund 35 "aktiven" Jahren – die Zeit davor habe ich mir "angelesen" – schon als Experten. Ich war vorher seit 1991 als Redakteur für diverse Rundfunksender tätig und so hat sich der Kontakt zur Produktionsfirma i&u TV und unserer Producerin Judith Langhans ergeben, die Die ultimative Chart-Show für RTL produziert; daraus hat sich eine nun fast zehnjährige, sehr angenehme und kreative Zusammenarbeit entwickelt.

Welcher Gast war bisher der angenehmste? Welcher war der unangenehmste?

Ehrlacher:Angenehm kann man schwer sagen – besonders gefreut habe ich mich, meinen Freund Ralph Siegel in einer Show drei Stunden als Gast auf der Couch zu haben, da er für mich zum Thema "Pop-Komponisten" die Ideal-Besetzung war. Ansonsten ist es manchmal überraschend, wie "normal" und umgänglich absolute Welt-Stars sind. Cliff Richard und Udo Jürgens sind für mich da Beispiele, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Anfangs waren sie von einem Tross von Beratern umgeben, am Ende standen sie mit unserem Team an der Theke, und wir haben ein Kölsch zusammen getrunken.

Armin Linder

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