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Frank Plasberg moderiert seit 2001 die Polittalkshow "Hart aber fair".

"Hat nicht ganz geklappt"

TV-Knatsch: Plasberg zieht über Jauch her

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Berlin - Frank Plasberg, seit Jahren Moderator der politischen Talkshow "Hart aber fair", zeigt in einem Interview die Fehler auf, die 'Vorzeigejournalist' Günther Jauch gemacht haben soll.

Frank Plasberg ist das Gesicht der politischen Talkshow "Hart aber fair". Trotzdem glaubt er an die Zukunft seines ARD-Talks auch ohne ihn als Moderator. „Hart aber fair“ ist die einzige politische Talkshow, die nicht nach ihrem Moderator benannt ist, und das ist auch Programm“, sagte Plasberg in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Ich glaube, dass diese Sendung und die Marke stärker sind als das Gesicht - mein Gesicht -, und ich finde, dass das deutsche Fernsehen eine pointierte und engagierte Sendung braucht, und ob ich die moderiere oder nicht ist die zweite Frage.“ In ein paar Jahren könne mal ein anderer ran.

Über seinen zum Jahresende ausscheidenden ARD-Talkkollegen Günther Jauch (58) äußerte sich Plasberg differenziert: „Du kannst nicht der gefühlte Bundespräsident sein und ein kantiger erster Journalist.“ Jauch habe „einen Jungens-Charme, mit dem kann er machen, was er will. Diese Reflexe, dieser Dackelblick, dem kann keiner böse sein. Aber das alles lässt sich eben nicht vereinen mit der Aufgabe eines konsequenten Fragers, der nicht die Sympathien auf sich zieht, der eher wie ein Oberlehrer oder arrogant daherkommt.“

Zudem feixt der 58-Jährige, dass Jauch sich als erfolgreichster Moderator Deutschlands "mit dem Sonntagabend als Journalist krönen wollte. Hat nicht ganz geklappt." Und er fügte hinzu: "Ich finde das irgendwie beruhigend." Denn es sei Teil des Showgeschäfts, dass man nicht alles erreichen kann.

Allerdings sei Jauch ein Typ, "der sich wirklich aufreibt", meint Plasberg, einer der viel arbeitet. Aber er habe den Fehler gemacht, dass es vor dem Fernseher leicht aussieht, wie so ein Talk funktioniert. Auch Jauch selbst hatte das geglaubt, wie er dem "Zeit"-Magazin einmal gesagt hatte: "Ich sitze oft vor dem Fernseher und denke: So, jetzt hat sie oder er den Politiker! Der Ball liegt vor dem leeren Tor, man muss ihn nur noch reinschieben. Aber was passiert? Die Kollegen stoppen den Ball und laufen mit ihm in die andere Richtung.“

Plasberg resümiert: "Nun kennt er den Unterschied zwischen auf dem Platz und auf der Tribüne."

dpa/ms

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