Da kommt der Neue: Hauptkommissar Felix Voss (Fabian Hinrichs) trifft am Tatort das erste Mal auf den Leiter der Spurensicherung Michael Schatz (Matthias Egersdörfer, v. l.), Hauptkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Kommissarin Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid). foto: br

Team vorgestellt

Franken-Tatort: Das müssen Sie wissen

München - Der Bayerische Rundfunk hat in Nürnberg sein neues Team rund um den Franken-Tatort vorgestellt.

"Das ist ja wie bei ,James Bond‘“, wundert sich Produzentin Kirsten Hager, und auch beim Bayerischen Rundfunk (BR) ist man mächtig stolz auf das große Medieninteresse. Um zu unterstreichen, wie wichtig das Projekt ist, hält der Münchner Sender die Pressekonferenz zum neuen Franken-„Tatort“ im Studio Franken in Nürnberg ab – im dortigen Foyer sitzen die Reporter dicht gedrängt. Doch ausgerechnet der Parade-Franke in der Runde, Kabarettist Matthias Egersdörfer, unterläuft genüsslich den Hype um das ambitionierte Projekt. Die meisten Krimis, die er sehe, müsse er sich hinterher von seiner Frau erklären lassen, umschreibt der 44-Jährige, der in „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ den Leiter der Spurensicherung mit Namen Michael Schatz spielt, sein Verhältnis zu diesem Genre. Und auf die Frage, was das typisch Fränkische an dieser Produktion sei, sagt er knapp: „Dass sie in Franken spielt!“

Die anderen Schauspieler lassen eher erkennen, was es für sie bedeutet, nun auch dieser Region zu einem Beitrag aus der Kultkrimireihe zu verhelfen. „Wir Franken haben Gelegenheit, uns zu präsentieren, das finde ich cool“, sagt Andreas Leopold Schadt aus dem oberfränkischen Hof, der den Kommissar Sebastian Fleischer spielt. Und Eli Wasserscheid, die aus Bamberg stammt und in der Rolle der Kommissarin Wanda Goldwasser zu sehen ist, gibt zu, Druck zu verspüren, zwar zum Glück nicht beim Drehen, wohl aber bei einer solchen Pressekonferenz. Von „Anspannung“ spricht auch die zuständige Redakteurin Stephanie Heckner, die jedoch einem Gefühl der Erleichterung gewichen sei, „wenn man sieht, dass das, was wir aufs Papier gebracht haben, nun real wird“. Sie empfinde Dankbarkeit gegenüber Autor und Regisseur Max Färberböck und gegenüber den Darstellern – und bereits jetzt große Zuneigung zu den Figuren.

Unter diesem Begriff lässt sich – wenig überraschend – auch das Verhältnis der Schauspieler untereinander zusammenfassen. Er könne sich „keine Konstellation“ vorstellen, „in der ich glücklicher wäre als mit Dagmar Manzel als Partnerin“, sagt Fabian Hinrichs, der den aus Hamburg nach Nürnberg gewechselten Hauptkommissar Felix Voss spielt. Und Dagmar Manzel, die die aus Brandenburg stammende Hauptkommissarin Paula Ringelhahn verkörpert, versichert: „Wir haben uns gleich richtig gut verstanden!“

Sie fühlten sich bestens aufgehoben, im Team wie in der Stadt, sagen Manzel und Hinrichs. Nicht zuletzt seien beide passionierte Biertrinker. Dass ausgerechnet Ringelhahn und Voss, die Chefermittler im Franken-„Tatort“, wie ihre Darsteller ja auch, keine echten Franken sind, ist aus der Journalistenrunde eine kritische Nachfrage wert. Man wolle nicht nur in der Region, sondern bundesweit für Aufmerksamkeit sorgen, erläutert BR-Redakteurin Heckner. Das erhoffe man sich von „fantastischen Schauspielern“ und „beeindruckenden Persönlichkeiten“ wie Manzel und Voss.

Und die ebenfalls nach Nürnberg gereiste Fernsehdirektorin Bettina Reitz betont, ihr habe gefallen, dass in der Handlung auch das Verhältnis zwischen Franken und Zugereisten erzählt werde: „Außerdem gehen wir ja auf Tournee durch die drei fränkischen Regierungsbezirke. Und da tun wir uns leichter, wenn nicht nur Einheimische im Team sind.“ Der zweite Fall sei bereits in Vorbereitung, er werde in Würzburg spielen. Alle Hauptdarsteller seien wieder dabei – sofern sie das wollten, sagt Stephanie Heckner. Wie’s danach weitergeht und ob nach Mittel- und Unterfranken auch Oberfranken als Schauplatz an die Reihe kommt, lässt sie offen.

Fest steht dagegen, dass der Franken-„Tatort“ eher weniger durch Action charakterisiert sein wird, sondern eher durch Psychologie und hintergründigen Humor. Was darunter zu verstehen ist, deutet sich in der Figur des Spurensicherers Schatz und ihres Interpreten Egersdörfer an. Seine Figur „weiß über die Scheußlichkeit der Existenz Bescheid“, erklärt er der staunenden Journalistenschar. Dass er ins Team berufen werde, habe er übrigens erst kurz vor seinem Urlaub erfahren, sagt er dann noch. Alles sei zeitlich recht knapp gewesen. „Ich wolld mich scho’ a weng aufführn, awwer mein Divenstaddus reicht noch ned aus.“

von Rudolf Ogiermann 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schuhbecks neues Kochbuch: Diesmal wird neubayerisch
Alfons Schuhbeck ist mit neuem Kochbuch zurück im Fernsehen.
Schuhbecks neues Kochbuch: Diesmal wird neubayerisch
Küsse und Stöhnen unter der Decke: Erster Sex bei Promi Big Brother? 
Hat es jetzt den ersten Sex bei Promi Big-Brother gegeben? Die TV-Zuschauer sahen, wie zwei Kandidaten unter der Decke verschwanden.
Küsse und Stöhnen unter der Decke: Erster Sex bei Promi Big Brother? 
Promi Big Brother: Wer ist raus? Wer ist noch dabei?
Es geht schon wieder los: Promi Big Brother bittet erneut mehr oder minder bekannte Stars in den Container und sperrt hinter diesen ab. Wer bei der aktuellen Staffel …
Promi Big Brother: Wer ist raus? Wer ist noch dabei?
Lady Diana: Reichlich Sonderprogramm zum 20. Todestag
Zahlreiche TV-Beiträge gedenken Prinzessin Diana und wollen Licht in das Dunkel ihres Unfalltods bringen. 
Lady Diana: Reichlich Sonderprogramm zum 20. Todestag

Kommentare