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Der Druck auf das Ermittlerteam steigt schnell, die Öffentlichkeit fordert rasche Erklärungen.

Vorab-Kritik zum Fall aus Nürnberg

Franken-Tatort „Ich töte niemand“: 4 Gründe, warum Sie den 4. Fall sehen sollten

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Es gibt vier Gründe, warum Zuschauer den vierten Franken-Tatort „Ich töte niemand“ sehen sollten. Einer davon ist das Drehbuch, den die Erfinder der Kommissare geschrieben haben. Unsere Vorab-Kritik. 

Nürnberg - Der Franken-Tatort „Ich töte niemand“, den Das Erste am Sonntag (15. April) gezeigt hat, verdient es, von vielen Zuschauern gesehen zu werden. Unsere Autorin nennt vier Gründe.  Der Film ist in der Mediathek (siehe Hinweis unten) verfügbar. 

1. Grund: Das Drehbuch des Franken-Tatorts

Das Autorenduo Max Färberböck und Catharina Schuchmann meldet sich zurück: Es hat das Ermittlerteam aus Franken überhaupt erst erschaffen; der erste Fall hieß „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ (Erstausstrahlung: 15. April 2015). Den zweiten und dritten Fall schrieben Färberböck und Schuchmann nicht, aber den vierten Krimi „Ich töte niemand“, den Das Erste am Sonntag um 20.15 Uhr ausgestrahlt hat. 

Dass dieser Fall im Gedächtnis haften wird, deutet sich gleich zu Anfang an: In einem schäbigen Haus am Rand von Nürnberg liegen brutal getötete Geschwister: ein 58-jähriger Libyer und seine Schwester. Sie kamen vor 15 Jahren nach Deutschland, waren integriert. Der Ziehsohn, ein von seinen Kommilitoninnen umschwärmter Student, war am Tatort, ist jetzt aber untergetaucht. Die Ermittler müssen herauskriegen, ob er das eigentliche Opfer hätte sein sollen, ob er die grausame Tat beobachtet hat oder sogar der Täter gewesen ist. 

Kommissarin Ringelhahn (Dagmar Manzel) ahnt, dass Gudrun (Ursula Strauss) nicht die liebe Ehefrau ist.

Ein Beweisstück am Tatort führt den Mord an den Geschwistern und den tödlichen Unfall eines Polizisten zwei Tage nach dem Verbrechen zusammen. Kriminalkommissarin Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) leidet unter dem Tod ihres Kollegen Frank Leitner (Andre Hennicke). Er hatte kurz vor dem Doppelmord vergeblich versucht, Ringelhahn zu erreichen. 

Die Ermittler rätseln, was der Tote, Frank Leitner, mit der grauenvollen Tat zu tun hatte. Für die sonst so ruhig und überlegt handelnde Ringelhahn sind die Ermittlungen eine Grenzerfahrung. Ohne ihren Kollegen Felix Voss (wieder brillant gespielt von Fabian Hinrichs) an ihrer Seite hätte sie eine fatale Entscheidung getroffen. Lesen Sie dazu ein Interview mit Manzel, das sie dem Münchner Merkur gegeben hat

Der Fall wird die Zuschauer fesseln. Das Autorenduo weiß, wie es Spannung aufbauen und halten muss. Das hat es schon in dem München-Tatort „Mia san jetz da wo’s weh tut“ bewiesen. Die Leiterin der Tatort-Redaktion im Bayerischen Rundfunk, Stephanie Heckner, fasst den Kern dieses Tatorts zusammen: Er sei „zutiefst moralisch: Der Tatort hält uns vor Augen, wie gefährlich es ist, wenn positive Werte wie Ehre, Familie und Anstand missbraucht werden, um Gewalt zu legitimieren.“

2. Grund: Die Tatort-Kommissare

Wer über die Kriminalkommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs) spricht, kommt eigentlich nie ohne das Wort „sensibel“ aus. Die beiden gehören zu den sympathischsten und empathischsten Ermittlern im deutschen Fernsehen.

Hinrichs sagt im Interview mit dem BR über seine und Manzels Rolle: „Sie passen aufeinander auf, sie versuchen aufeinander einzugehen. (...) Sie vertrauen darauf, dass sie es gut miteinander meinen.“ 

Schauspielerin Manzel sagt im BR-Gespräch etwas Ähnliches: Ringelhahn und Voss schätzten und respektierten sich, gingen jedoch unterschiedlich mit ihrer selbstgewählten Einsamkeit um.

3. Grund: Die Atmosphäre im Franken-Tatort

Der Fall „Ich töte niemand“ wurde im Herbst des vergangenen Jahres in Nürnberg, Erlangen, Fürth und Umgebung gedreht. Max Färberböck, der auch das Drehbuch schrieb, führte wie im ersten Fall wieder Regie. Auch der Kameramann Felix Cramer hatte schon im ersten Fall 2015 geglänzt. Er schafft bedrückende Szenen, taucht sie in „schwarze Räume“. Dazu passt Ringelhahns Ratschlag an ihren Kollegen Voss: „Schauen Sie nicht zu tief in die Dinge rein, sonst gucken sie zurück.“ 

Der Soundtrack verstärkt das beklemmende Gefühl: ein dramatisches Stück aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und das sehr ruhige Lied „So far“ von Ólafur Arnalds kennen Krimi-Fans aus der gefeierten britischen Serie „Broadchurch“. Es hätte im Franken-Tatort nur ein bisschen weniger oft eingespielt werden sollen. 

4. Grund: Die dramatischen Szenen am Schluss des Franken-Tatorts

Die letzten Minuten des Franken-Tatorts „Ich töte niemand“ verlangen Schauspielerin Dagmar Manzel und Schauspielerin Ursula Strauss, die die Frau des toten Polizisten spielt, einiges ab. Die Österreicherin Strauss muss in diesem Krimi so viele Gesichter zeigen, dass viele Zuschauer am Ende denken werden: Warum gibt man ihr im deutschen Fernsehen nicht viel mehr Haupt- statt Nebenrollen? Zum Beispiel brillierte Strauss in der Hauptrolle des Thrillers „Meine fremde Freundin“.

Sehen Sie die Vorschau auf den Tatort aus Nürnberg:

So sehen Sie den Tatort „Ich töte niemand“ im Fernsehen und in der ARD-Mediathek

Das Erste hat den neuen Tatort des Bayerischen Rundfunks (BR) am Sonntag, 15. April 2018, um 20.15 Uhr gesendet. Wiederholungstermin ist Dienstag, 17. April 2018, um 0.35 Uhr im Ersten . Nach der Erstausstrahlung ist der Tatort 30 Tage lang in der ARD-Mediathek zu sehen.

Frühere TV-Kritiken zu Fällen der Tatort- und Polizeiruf-110-Reihe

„Sturm“ (Tatort aus Dortmund), „Fangschuss“ (Tatort aus Münster), „Borowski und das dunkle Netz“ (Tatort aus Kiel), „Nachtsicht“ (Tatort aus Bremen), „Tanzmariechen“ (Köln-Tatort), „Dünnes Eis“ (Polizeiruf aus Magdeburg), „Der scheidende Schupo“ (Tatort aus Weimar), „Schock“ (Tatort aus Wien), „Wacht am Rhein“ (Köln-Tatort) „Klingelingeling“ (München-Tatort), „Dunkelfeld“ (Berlin-Tatort), „Sumpfgebiete“ (Polizeiruf München), „Es lebe der Tod“ (Wiesbaden-Tatort), „Taxi nach Leipzig“ (Jubiläumstatort, die 1000. Tatort-Folge), „Borowski und das verlorene Mädchen“ (Kiel-Tatort), „Echolot“ (Bremen-Tatort), „Die Wahrheit“ (München-Tatort), „Zahltag“ (Dortmund-Tatort), „Der König der Gosse“ (Dresden-Tatort).

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