Zum Geburtstag ein digitales Studio

- Die beiden Nachrichten-Flaggschiffe der Öffentlich-Rechtlichen, "Tagesthemen" (ARD) und "heute-journal" (ZDF), gingen heute vor 30 Jahren auf Sendung. Mit digitalen Techniken sollen die Formate jetzt fit für die Zukunft werden.

Zuletzt wurde bei den Verantwortlichen des ZDF gebangt ­ schließlich hätte Claus Kleber, seit 2003 Redaktionsleiter des "heute-journal", Ende dieses Jahres Nachfolger von Stefan Aust auf dem Chefredakteurssessel des "Spiegel" werden können. Doch Kleber, der abwechselnd mit Marietta Slomka das Format auch moderiert, sagte ab: "Ich glaube, dass die Mannschaft und die Sendung noch lange nicht das erreicht haben, was in beiden steckt. Die Schätze wollen wir gemeinsam heben. Meine Chefs, Chefredakteur Nikolaus Brender und Intendant Markus Schächter, haben mir dazu neuen und noch größeren Mut gemacht."

Momentan wird beim ZDF in Mainz ein neues digitales Nachrichtenstudio gebaut, aus dem das "heute-journal" in gut einem Jahr gesendet werden soll ­ "dass die alte Dame ZDF so was baut, beweist mir, dass sie zu echter Erneuerung fähig ist", meint Kleber. Er ist aber auch davon überzeugt, dass die Zuschauer keine "Spielereien" wollen. Neue technische Möglichkeiten ­ etwa die virtuelle Darstellung einer Nachricht und ihrer Bedeutung ­ will man daher für "besseres, interessantes Fernsehen" nutzen. Heißt: Das Weltgeschehen verständlicher aufzubereiten.

Am 2. Januar 1978 gingen auch die "Tagesthemen" erstmals über den Sender, Klaus Stephan moderierte. Das Format ersetzte die Spätausgabe der ARD-"Tagesschau". In Hamburg, wo das Magazin gemacht wird, versucht man ebenfalls, durch ein digitales Angebot Zuschauer zu binden: Inhalte sind als Podcast im Netz abrufbar, hier geben die Moderatoren jeden Abend einen Werkstattbericht im Videoblog. Zuletzt wurde aber aus der ARD Kritik an den wechselnden Anfangszeiten der Sendung laut. Eine Reform in diesem Jahr soll den Rückgang der Zuschauerakzeptanz stoppen ­ und der ZDF-Konkurrenz Paroli bieten.

Denn das "heute-journal" war 2007 das erfolgreichste Nachrichtenmagazin im deutschen Fernsehen, im Schnitt sahen 3,37 Millionen Menschen zu. Bei den "Tagesthemen" sind es dagegen zwischen 2,2 und 2,4 Millionen.

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