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Katastrophe über Berlin - aber nur im ProSieben-Film „Crashpoint“.

ProSieben-Film: „Crashpoint“

Gefährlicher Himmel über Berlin

Lauter Katastrophen auf ProSieben: „Crashpoint“ ist der Startschuss zu einer neuen Grusel-Reihe mit Neuproduktionen und Wiederholungen.

Den Münchner Privatsender ProSieben zieht es nach Berlin – allerdings nur, was den Inhalt seiner Katastrophenfilme betrifft: 2006 schickte er in „Tornado – Der Zorn des Himmels“ einen Wirbelsturm von Bayern an die Spree, 2007 entfachte der Sender mit „Inferno – Flammen über Berlin“ eine Feuersbrunst im Fernsehturm – und heute müssen alle Berliner ganz tapfer sein, denn ein Airbus droht auf das Stadtgebiet zu stürzen. Ab 20.15 Uhr nimmt das Unheil seinen Lauf in „Crashpoint – 90 Minuten bis zum Absturz“.

Weil der Pannenflieger nicht die einzige Katastrophe auf ProSieben auslöst, hat der Sender die Reihe „Thrill Time“ ins Leben gerufen. Im Herbst schließen sich „Tod aus der Tiefe“ (7.9.), „Töte mich, wenn Du kannst“ (21.9.) mit Alexandra Neldel und „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?“ als Erstausstrahlungen an. Als Wiederholungen sind „Fleisch“, „Abgrund – Eine Stadt stürzt ein“ und der erwähnte „Tornado“ geplant. Fiction-Chef Christian Balz von ProSieben beabsichtigt außerdem eine Fortsetzung des Nordfriesen-Thrillers „Gonger“. „Deutsche Sagen und Legenden als Grundlage – daran knüpfen wir an“, sagt Balz. „Mit den Thriller-Reihen wollen wir eine gewisse Regelmäßigkeit schaffen.“

Harmlos, heiter und mit geschäftiger Routine fängt „Crashpoint“ an. Auf dem Flughafen im südfranzösischen Nizza bekommt ein Airbus aus Deutschland seine Starterlaubnis. Fast zeitgleich will ein kleiner Propellerflieger in Nizza landen, muss aber im letzten Augenblick durchstarten, weil ihm ein Hindernis den Weg blockiert. Bei diesem Manöver touchiert die kleine die große Maschine. Der Zweisitzer stürzt sofort in ein Wohngebiet, der Airbus muss mit einem großen Loch im Bauch weiterfliegen und ist manövrierunfähig. Das Flugzeug rast in die Höhe, kann wieder nach unten gelenkt werden, bleibt aber steuerungsunfähig und nimmt Kurs auf Berlin. Wenn die Piloten die Steuermechanik nicht wieder in Gang bekommen, ist die Katastrophe unabwendbar. Ihre letzte Chance besteht darin, dass ein kleiner Junge sich im Bauch des Flugzeugs durch einen engen Schacht vorarbeitet und unter Anleitung eines Ingenieurs die Steuerung in den Griff bekommt, bevor Bundeswehr-Kampfjäger die Maschine abschießen.

Gedreht wurde der Film zunächst in Nizza und dann in einem Flugzeugmodell im Studio Babelsberg , dessen Innenraum fast Originalgröße hatte. Auch ein echtes Cockpit war Kulisse. Unter dem ebenfalls nachgebauten Frachtraum wurde ein Loch aufgerissen und das Modell dann auf fünf Meter hohe Pfähle gestellt. In dieser Höhe mussten die Darsteller an dem Loch vorbeiklettern, waren aber durch Seile abgesichert. Ihre Filmpremiere gab die ehemalige „Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Wanda Badwal als Stewardess. „Beim Dreh im Flieger sind mir schon kalte Schauer den Rücken runtergelaufen“, sagt die 24-Jährige. Ihr derzeitiger Wohnort ist übrigens Berlin.

Carsten Rave

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