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Die Geissens. 

Millionen Euro, aber total beliebt

Die Geissens auf RTL2: Reich dank Uncle Sam

Köln - Die Geissens von RTL2 haben dank Uncle Sam Millionen Euro. Trotz Geld und Neid ist die Familie um Robert Geiss beliebt. Wir erklären das größte deutsche Reality-TV-Phänomen:

Neue Staffel von "Die Geissens"

Update vom 4. Februar 2015: Unters Messer gelegt hat sich Carmen Geiss schon oft. Und bei einigen Schönheits-OPs ist sogar etwas schief gegangen. Über ihre Eingriffe sprach die Mutter von "Die Geissens" nun ganz offen in der ARD-Talk-Show "Menschen bei Maischberger".

Hardcore-Fans laden mittlerweile sogar den nervenden Lockruf „Roooobäärt“ von Ehefrau Carmen als Klingelton auf ihr Handy. Die aktuelle Staffel der Dokusoap "Die Geissens – Eine schrecklich glamouröse Familie" läuft auf Hochtouren. Damit knüpft RTL2 an seine Erfolgsgeschichte an: Die Episoden der vergangenen Staffel verfolgten jeweils bis zu zwei Millionen Zuschauer – ein sehr guter Wert für RTL2-Verhältnisse.

Mittlerweile machen die Geissens noch Werbung für Müllermilch, talken bei Sandra Maischberger und vermarkten ihre Sendung auf DVD. Aber warum kommt die Millionärsfamilie um Robert Geiss (48), Gattin Carmen (48) und die Töchter Davina Shakira (9) sowie Shania Tyra (8) beim RTL2-Publikum so gut an?

Eine Analyse:

Neugierde am Reichtum

„Einer der Gründe: Es ist sehr viel Neugierde dabei“, erklärt Medienpsychologe Jo Groebel unserer Zeitung. „Der Alltag der Reichen, das Leben der High Society, der Reichtum von Menschen – das interessiert und fasziniert das TV-Publikum.“

Robert Geiss, der Selfmade-Millionär

Tatsächlich hat der ehemalige Hauptschüler nicht geerbt, sondern mit seiner Bodybuilder-Klamottenmarke Uncle Sam seine Millionen verdient. 1985 baute er aus dem Nichts die Firma gemeinsam mit seinem Bruder Michael auf. Nach nur neun Jahren soll er alles verkauft haben – laut eines stern-Artikels für 140 Millionen Mark. Robert teilte das Vermögen mit seinem Bruder und hörte auf, zu arbeiten. Den Grund, warum die Geissens keine Neiddebatte auslösen, findet man in den zahlreichen Fanforen im Internet: „Sie haben sich die Millionen ja selbst erarbeitet.“

Robert Geiss: Sprüche wie bei Bohlen

Kostprobe gefällig? „Dann fahr ich easy going zur Bank und hol’ mir ein paar bedruckte Scheine ab!“ Ein weiteres kultiges Zitat: „Du bist nicht blond gefärbt – du bist blond!“ Und dann wäre da noch folgendes Geplänkel: „Ich habe keine Nanny und nichts, wie soll ich denn dann Spiegeleier machen?“ Für Jo Groebel ist klar: „Die Geissens bieten durch ihre schlagfertigen Sprüche viel unfreiwillige Komik.“ Sie haben bereits Kultcharakter, ähnlich wie bei Dieter Bohlen.

Schräg, aber doch normal

„Die Geissens sind zwar schräg, aber doch auf dem Teppich geblieben“, sagt Jo Groebel. Im Gegen­satz zu anderen Millionären seien sie nicht arrogant oder abgehoben. „Tatsächlich sind sie so normal geblieben, dass sie auch durchaus Hartz-IV-Empfänger sein könnten.“

Der Zuschauer ist überlegen

„Auch die Geissens fetzen sich mal wie in jeder anderen Familie auch. Das gibt dem Zuschauer ein gewisses Gefühl an Überlegenheit und Häme, denn er kann sagen: Reichtum schützt nicht vor Problemen,“ analysiert Groebel.

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Sympathie durch Sparsamkeit

Die Klamotten der Fernsesehfamilie werden auch mal im Ausverkauf erstanden. Und wenn Carmen die exklusiven Designerlabels mit ihrem Spruch „Wat die Butter kostet!“ kommentiert, hat sie die Herzen der Zuschauer auf ihrer Seite. Und beim Essen lieben sie es bodenständig: lieber Schnitzel als Meeresfrüchte.

Unlängst hat Robert Geiss übrigens gestanden, den Beauty Doc rangelassen zu haben. Nun gibt es ein Thema mehr, über das er sich mit Frau Carmen austauschen kann: Schönheitsoperationen!

Tina Layes

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