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GNTM-Star verrät, was sie machen würde, wenn sie Topmodel wird

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Von: Astrid Kistner

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Porträt von Lieselotte, Kandidatin bei „Germany‘s Next Topmodel“.
Sorgt für viel Spaß in der aktuellen „GNTM“-Staffel: Lieselotte, 66, Rentnerin aus Berlin. © Richard Hübner/ProSieben

Sie ist der heimliche Star der aktuellen „GNTM“-Staffel: Lieselotte ist 66, Rentnerin aus Berlin, und begeistert mit ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit nicht nur Moderatorin Heidi Klum. Wir sprachen mit Lieselotte.

Schön ist, wenn’s Spaß macht. Vielleicht ist die aktuelle Staffel der ProSieben-Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ deshalb derzeit so beliebt. Erstmals schreiten auch ältere Kandidatinnen über Heidi Klums Laufsteg – allen voran Lieselotte, die mit ihrer unverblümten Art eine echte Fangemeinde gewonnen hat. Die Rentnerin aus Berlin trägt ihr Herz auf der Zunge, lacht, weint und überrascht mit entwaffnender Ehrlichkeit. Dass sie mit 66 Jahren noch mal so durchstarten würde, hätte sich Lieselotte, die nach einem schweren Autounfall das Laufen neu lernen musste, nicht träumen lassen. An diesem Donnerstag, 3. März, startet sie um 20.15 Uhr in die nächste Runde des Modelwettbewerbs. Gastjuror ist diesmal der französische Modeschöpfer Jean Paul Gaultier.

Was war für Sie bisher der emotionalste Moment bei „GNTM“?

Lieselotte: Oh je, „Germany’s Next Topmodel“ habe ich wirklich total unterschätzt. Ich stehe ständig unter Adrenalin, ich weine vor Freude oder Rührung. Und gelegentlich wird durch die Herausforderungen Vergangenes getriggert, das ich lieber für mich hätte behalten wollen. Es sind alte Gefühle, die ich jahrelang verdrängt hatte, die jetzt hochkommen.

Sie sind 66 und top in Schuss. Wie lange hat es in Ihrem Leben gedauert, bis Sie sich so annehmen konnten, wie Sie sind?

Lieselotte: Die Frage ist berechtigt. Ich fand mich als Teenager alles andere als schön. Um Aufmerksamkeit zu bekommen, habe ich jeden Tag viele Stunden Klavierspielen geübt – ich lebte im Internat an der Spezialschule für Musik. Mit 17 habe ich dann den Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb gewonnen, und ab da hat man mich wahrgenommen. Mit Anfang 20 konnte ich mich dann auch mit meinem Äußeren arrangieren!

Fällt es Ihnen heute leicht zu sagen: Ich bin schön?

Lieselotte: So etwas käme mir nie über die Lippen. Wenn ich gute Laune habe, finde ich mich natürlich selbst sympathischer, aber Schönheit ist weiß Gott nicht alles im Leben und sowieso Geschmacksache.

In einer der nächsten Folgen findet das legendäre Umstyling statt – fürchten Sie sich davor?

Lieselotte: Nein, vor dem Umstylen habe ich keine Angst, wirklich nicht. Die Stylisten bei Heidi sind absolut professionell. Es wäre mir eine Ehre.

Wie waren die Reaktionen von Familie, Freunden und Kollegen auf Ihre Teilnahme bei „GNTM“?

Lieselotte: Die Reaktionen von meiner Familie, meinen Freundinnen in Deutschland und Italien – ich lebe zeitweise auch in Italien – waren durchweg positiv. Das hat mich sehr bestärkt, denn schließlich musste ich auch damit rechnen, dass ich mich vor ganz Deutschland einfach nur lächerlich machen könnte.

Auch Ihr Sohn Sebastian war am Anfang der Show zu sehen. Welche Rolle spielt er in Ihrem Leben?

Lieselotte: Mein Sohn ist die wichtigste Person in meinem Leben – neben meinem Vater. Er ist großartig. Das sage ich nicht nur als Mama. Er ist Entertainer und sehr begabt. Ich mag seine Bescheidenheit und ich höre auf seine Meinung.

Apropos Meinung – welchen Rat als Mensch, nicht als Model, würden Sie den jungen Kolleginnen in der Show gern mit auf den Weg geben?

Lieselotte: Den jungen Teilnehmerinnen könnte ich einen Rat geben, aber nur, wenn sie mich danach fragen. Sie sehen „Germany’s Next Topmodel“ als Sprungbrett, um durchzustarten, aber auch eine Heidi Klum hat sich von unten hochgearbeitet. Und sie ist wirklich ein wahres Topmodel und eine Entertainerin. Ich würde einigen jungen Teilnehmerinnen hier und da raten, auf dem Teppich zu bleiben. Am Ende hat das letzte Hemd keine Taschen, und das Wichtigste im Leben ist und bleibt unsere Gesundheit.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich bei „GNTM“ gewinne, dann…

Lieselotte: Oh, ich finde es vermessen, zu glauben, hier gewinnen zu können. Aber ich würde einen Teil des Geldes an die Charité in Berlin überweisen, um etwas davon zurückzugeben, was mir in schweren Stunden nach meinem Unfall an Hilfe zuteil wurde. Die haben mich ganz toll wieder hingekriegt.

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