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Die ARD und ihre Dritten Programme sowie Arte sind mit acht Auszeichnungen die großen Gewinner bei den Grimme-Preisen 2014.

Verleihung am 4. April

Grimme-Preise: ARD räumt ab

Düsseldorf - Die ARD und ihre Dritten Programme sowie Arte sind mit acht Auszeichnungen die großen Gewinner bei den Grimme-Preisen 2014.

Das ZDF erhielt dagegen lediglich drei von 12 vergebenen Preisen, wie das Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf bekanntgab. Als einziger Privatsender wurde ProSieben in der Kategorie Unterhaltung für die von dem Duo Joko&Klaas moderierte Show „Circus HalliGalli“ ausgezeichnet.

Der im Vorfeld als ein Favorit gehandelte ZDF-Weltkriegs-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ ging überraschenderweise leer aus. Eine schon vorab bekanntgegebene „Besondere Ehrung“ erhält die ARD-Reihe „Tatort“, die vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) als „letztes Fernseh-Lagerfeuer“ gewürdigt wurde, das „generationenübergreifend mit hohen Einzelqualitäten“ die Zuschauer in ihren Bann ziehe. Der DVV ist Stifter des Preises.

Der undotierte Grimme-Preis ist der renommierteste Fernsehpreis in Deutschland. Er wird seit 1964 alljährlich im westfälischen Marl verliehen, in diesem Jahr am 4. April. Bei der diesjährigen 50. Preisvergabe wird Bundespräsident Joachim Gauck eine Rede halten.

Zusammen mit den Sonderpreisen werden 14 Produktionen mit 43 Preisträgern ausgezeichnet. In der Kategorie „Fiktion“ werden der in die DDR-Zeit zurückgehende Krimi „Mord in Eberswalde“ (ARD/WDR), die Literaturverfilmung „Grenzgang“ (ARD/WDR/NDR) über die aufkeimende Liebe zweier Menschen in der Provinz und das den Luftangriff bei Kunduz thematisierende Doku-Drama „Eine mörderische Entscheidung“ (ARD/NDR/Arte) mit dem Schauspieler Matthias Brandt geehrt. Auch der österreichische Tatort „Angezählt“ (ORF/ARD/RBB) mit Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer und die den Jugendwahn zum Thema machende Echtzeitserie „Zeit der Helden“ (SWR/Arte) erhalten den Grimme-Preis.

In der Kategorie „Information und Kultur“ gehen die Preise an die Dokumentation „The Voice of Peace“ (ARD/NDR) über den ehemaligen israelischen Kampfpiloten und später überzeugten Pazifisten Abie Nathan, die Dokumentation „Restrisiko“ (BR) über Menschen im Maßregelvollzug und den Dokumentarfilm „Work hard - Play hard“ (Arte/ZDF) über neue Formen der Arbeitsorganisation und Methoden des Personalmanagements. Geehrt wird auch die Dokumentation „Betongold - Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam“ (Arte/RBB). Gezeigt werden die Erfahrungen mit dem Verkauf eines Berliner Mietshauses. Als Mehrteiler wird die satirische Reportage-Reihe „Sonneborn rettet die Welt“ (ZDFneo) ausgezeichnet.

In der Kategorie „Unterhaltung“ ehrt das Institut die von Jan Böhmermann moderierte satirische Late-Night-Show „NEO MAGAZIN“ (ZDFneo) sowie die Show „Circus HalliGalli“ (ProSieben).

Bei den Sonderpreisen geht der Publikumspreis der Marler Gruppe ebenfalls an die ARD-Dokumentation „The Voice of Peace“. Den Sonderpreis Kultur des Landes NRW im Bereich des Kinderfernsehens erhalten Manuel und Antonia Fenn für die Produktion „Stark! Der Sommerclub: Für immer Freundinnen (Kika/ZDFtivi), der das Thema Inklusion behandelt. Alexa Karolinski erhält das Eberhard-Fechner-Förderstipendium der VG Bild-Kunst für “Oma & Bella (Arte/Radio Bremen), einen Film über zwei alte, in Berlin lebende jüdische Freundinnen mit großer Lebensfreude.

kna

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