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Großer Bluff - TV-Organspendershow war fingiert

Niederlande: - Den Haag - Der niederländische Fernsehbluff um eine Organspende-Show ist auf Überraschung und viel Verständnis gestoßen. Der Gesundheitsminister des Landes, Ab Klink, kritisierte zwar die Art und Weise, wie der Sender BNN am Freitagabend die Aufmerksamkeit auf den Mangel von Spenderorganen gelenkt habe.

 Filmbericht

Gleichzeitig begrüßte der konservative Politiker am Samstag, dass das Thema Organspende nun diskutiert werde.

Die von dem öffentlich-rechtlichen Fernsehkanal BNN ausgestrahlte Show entpuppte sich kurz vor Schluss als Inszenierung mit einer Schauspielerin als angeblich todkranker Nierenspenderin. Den Angaben zufolge sahen mehr als 1,2 Millionen Menschen die "Spender-Show" am Freitagabend. Es war die zweitbeste Einschaltquote aller Zeiten in den Niederlanden.

Die drei Kandidaten und Bewerber um das Organ sind tatsächlich nierenkrank und wussten, dass es nur ein Spiel war, sagte der Moderator Patrick Lodiers. Mit der im Vorfeld heiß diskutierten Show sollte auf die Problematik fehlender Spenderorgane aufmerksam gemacht werden. In den Niederlanden warten 1400 Patienten auf eine Spenderniere. Während der Show hätten etwa 12 000 Menschen eine SMS an eine Sondernummer geschickt, um sich als Spender anzumelden, hieß es.

Der Minister für Erziehung, Kultur und Wissenschaft, Ronald Plasterk, lobte die Sendung. Laut Medienberichten nannte er sie "sehr intelligent". Es sei "fantastische Arbeit", das Thema Organspende auf die Tagesordnung zu setzen. Der Verband der niederländischen Nierenpatienten erklärte: "Wir sind alle auf den Arm genommen worden. Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass das Problem nun ein Gesicht hat." Finanzminister Wouter Bos sagte, er überlege, niederländischen Bürgern Pässe kostenlos oder günstiger ausstellen zu lassen, wenn sich jemand als Organspender registrieren lasse.

Der Pressesprecher der konservativen Regierungspartei CDA, Joop Atsma, kritisierte die Sendung hingegen als geschmacklosen Werbegag. "Ich glaube nicht, dass die Show zur Lösung des Problems beiträgt", sagte der Politiker. Dennoch hoffe er, dass die Sendung ihr Ziel erreiche, die Zahl der Organspender zu erhöhen. Auch im Internet debattierten Nutzer: Ein Leser der Zeitung "Algemeen Dagblad" sprach von einem tollen Scherz des Senders BNN. Produzent der Show ist die Firma Endemol, die auch die Containersendung "Big Brother" entwickelt hat.

Die drei tatsächlich kranken Kandidaten spielten bis zum Schluss überzeugend mit und gaben sich bei der "Enttarnung" sehr erleichtert. Ihre in kurzen Filmen dargestellte Geschichten, in denen sie ihre Einschränkungen im Leben beschrieben, ihre Wünsche und Hoffnungen, seien echt gewesen, sagten sie zum Schluss. Auch engste Angehörige und Freunde kamen zu Wort.

Kandidaten waren die 36-jährige Esther-Claire, der 19 Jahre alte Vincent und die 29-jährige Charlotte. Charlotte erklärte, sie hoffe, dass die Sendung der guten Sache diene. Ende April habe sie erfahren, dass die Spenderin keine wirklich nierenkranke Frau sei. "Aber ich bin dabei geblieben, weil ich hoffe, dass die Politik etwas damit anfangen wird und alles nicht bloß große Aufregung verursacht hat."

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