Katharina Schulze Grüne
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Katharina Schulze, Stellvertretende Vorsitzende der Landtatgs-Grünen.

Katharina Schulze

Grünen-Politikerin für Entmannung beim BR

  • Franz Rohleder
    vonFranz Rohleder
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München - Beim Bayerischen Rundfunk (BR) soll die Sprache "geschlechtergerecht" werden - ohne Wörter mit männlichen Änderungen. Grünen-Politikerin Katharina Schulze befürwortet den umstrittenen Vorstoß.

Ein interner Ratgeber des Bayerischen Rundfunks (BR) fordert eine geschlechtergerechte Sprache im TV, Radio und im Netz. Wörter mit männlichen Endungen wie "Feuerwehrmann" , "Zuhörer", "Zuschauer", "Vertrauensmann" oder "Fachmann" sollen vom Schirm, aus dem Radio und aus dem Netz verschwinden. So sieht es jedenfalls ein internes Papier für BR-Mitarbeiter vor. Hinter der Handreichung mit dem Titel "Faire Sprache". Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache im Bayerischen Rundfunk" steckt Jürgen Wieland, Kommissarischer Leiter der BR-Verwaltungsdirektion. Er schreibt: "Ich bitte alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in ihrem Arbeitsalltag eine faire Sprache zu verwenden."

Widerspruch kam umgehend von Alexander Kissler, Kulturchef des politischen Magazins Cicero. Auch unsere User ärgerten sich fast einhellig über den Wieland-Plan beim BR. Von "Schmarrn ", "Mist", "Sprachzensur" und "Kennzeichen einer totalitären Gesellschaft" war unter anderem die Rede. Unterstützung erhält eine "geschlechtergerechte" Sprache nun von der Münchner Grünen-Politikerin Katharina Schulze. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag und Grünen-Sprecherin für "Inneres, Sport und Strategien gegen Rechtsextremismus" äußert sich auf ihrem Twitter-Profil begeistert. Sie findet es "super", dass der BR sich mit geschlechtergerechter Sprache beschäftigt. Denn: "Sprache ist Denken und Denken ist Sprache!"

Unterstützung erhält sie von der Anti-Stalking-Aktivistin Christine Doering aus Garmisch-Partenkirchen, die sich jüngst einen Twitter-Krieg mit Ex-Ski-Star Maria Höfl-Riesch lieferte. Doering ärgert sich vor allem über viele User-Kommentare zu den BR-Plänen für eine "geschlechtergerechte" Sprache. Doering: "Die Kommentare im Internet dazu sind allerdings beschämend. Da steckt so viel Hass und Missachtung dahinter."

Gerade die User-Kommentare sind für Grünen-Politikerin Schulze ein Zeichen, wie wichtig eine "geschlechtergerechte" Sprache ist: "Darum ist es ja so wichtig, dass immer mehr sensibilisiert werden und mit guten Beispiel voran gehen!"

Die Pläne für eine BR-Sprachreform sorgen weiter für Wirbel...

fro

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