Günther Jauch macht mit „5 gegen Jauch“ weiter

Hamburg - Günther Jauch wird von seiner neuen RTL-Show “5 gegen Jauch“ voraussichtlich insgesamt vier Ausgaben präsentieren. Das Interview mit dem 53-Jährigen.

Der Moderator, der mit dem RTL-Quiz “Wer wird Millionär?“ an diesem Freitag seinen 10. Geburtstag feiert, bestätigte, dass seine TV-Präsenz “tendenziell“ abnehmen werde, er aber nicht so fernsehmüde sei, dass ihm der Griffel gleich aus der Hand fiele.

Herr Jauch, Ihr neues TV-Format “5 gegen Jauch“ mit Ihnen als Mitspieler und Oliver Pocher als Moderator funktionierte auf Anhieb. Könnte diese Sendung den Klassiker “Wer wird Millionär?“ verdrängen?

Jauch: Ich denke in diesem Fall nicht so weit voraus, und das aus nachvollziehbaren Gründen: Wir drehen nach der ersten Show eine Nachfolgesendung im November. Die muss sich dann erst einmal etablieren. Dann hat Oliver Pocher von Sat.1 eine Freigabe nur für vier Ausgaben bekommen.

Oliver Pochers fieseste Sprüche

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In einem Interview mit der “Zeit“ sagten Sie jüngst, es werde mit Ihnen im Fernsehen weniger werden. Wie ernst müssen wir das nehmen?

Jauch: Ich bin nicht so fernsehmüde, dass mir der Griffel gleich aus der Hand fällt. Aber es werden mit Sicherheit nicht noch einmal zehn Jahre “Wer wird Millionär?“. Ich hatte ohnehin ursprünglich nicht mit zehn Jahren insgesamt gerechnet. Meine vertragliche Situation ist ja sogar so, dass wir beide - Sender und ich - wechselseitig sofort Schluss machen können. Und unter dem Strich ist meine Bildschirmpräsenz wirklich weniger geworden, wenn man bedenkt, dass “Wer wird Millionär?“ früher dreimal die Woche kam. Das Witzige ist, welch vielfältige Reaktionen meine Andeutungen zum Kürzertreten ausgelöst haben: Ich bekam Angebote, dem Zen-Buddhismus beizutreten oder in Urwaldschulen in Afrika zu unterrichten.

Sie sind ja nicht nur Moderator, sondern mit Ihrer Firma I & U Information und Unterhaltung auch Produzent. Ist Ihre Bildschirmpräsenz für den geschäftlichen Erfolg ihrer Firma nicht unerlässlich?

Jauch: Als ich die Firma gegründet habe, habe ich 100 Prozent aller von mir produzierten Sendungen moderiert, heute sind es nicht mal 50 Prozent. Das sehe ich schon als Fortschritt.

Vor gut zweieinhalb Jahren sagten Sie der ARD als Nachfolger von Sabine Christiansen beim Polittalk ab. Ist das Thema jetzt völlig ad acta gelegt?

Jauch: Ich habe zu einigen ARD-Vertretern einen normalen guten Kontakt, denn wir produzieren ja auch Sendungen für die ARD, ohne dass damit das Thema Polittalk gleich wieder auf den Tisch muss. Die Absage hat nicht geholfen, aber auch nicht geschadet. Im Gegenteil: Am nächsten Sonntag bin ich nach dem Merkel/Steinmeier-Duell zu Gast bei Anne Will. Darauf freue ich mich schon.

Interview: Carsten Rave, dpa

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