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Talkshow-Moderator Günther Jauch.

Er wollte schon früher kündigen

NDR über Jauch: "unbelehrbar" und "uneinsichtig"

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Berlin - Günther Jauch wird nur bis Ende 2015 seine ARD-Talkshow moderieren. Er soll der ARD schon vor mehr als einem Jahr damit gedroht haben zu kündigen. Der NDR erzählt seine Version des Streits.  

Das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, dass Günther Jauch der ARD schon im April 2014 damit gedroht habe, seinen Vertrag zu kündigen. In seinem Schreiben habe Jauch sich darüber aufgeregt, der Sender schränke seine journalistische Unabhängigkeit ein. Er vermisse das Vertrauen der ARD.

Ein Streit zwischen Jauch und dem für den Talk verantwortlichen NDR soll der Grund für Jauchs Kündigungsdrohung sein, schreibt der Spiegel.

Jauch wollte seinen Anwalt in Talkshow einladen 

Der Streit sei eskaliert, weil der NDR mit einem Gast nicht einverstanden war, den der Moderator in seine Sendung zum Thema "Wie die Presse mit Promis umgeht" einladen wollte. Jauch hätte sich gewünscht, den Medienanwalt Christian Schertz zu interviewen, der gleichzeitig sein Anwalt ist. Dem NDR habe die Vorstellung nicht gefallen, Jauch könnte im Interview befangen sein. Der Sender kritisierte, Jauch habe sich in der Situation "unbelehrbar" und "uneinsichtig" benommen. Der NDR-Intendant Lutz Mamor hat daraufhin laut Spiegel Jauchs Kündigungsdrohung erhalten.

Aber wie bei allen Streits wird es auch bei diesem eine zweite Version geben, nämlich eine aus Sicht von Günther Jauch.

Anne Will wird die Nachfolgerin von Jauch.

sah

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