Günther Jauch konnte den Faux pas nicht fassen.

WWM-Aussetzer in aller Munde

Jauch: "Prima, wie Waldi damit umgeht!"

München - Waldis peinlicher Aussetzer bei "Wer wird Millionär?" - auch am Tag danach ist der Faux pas immer noch in aller Munde. Die tz hat Moderator Günther Jauch erwischt und ihn zu der denkwürdigen Szene befragt.

Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen, sagte etwas von „Kopf und Kragen“, und in seinem Gesicht standen viele Fragezeichen. Günther Jauch konnte genauso wenig wie die fast sechs Millionen Zuschauer fassen, was da gerade in seinem Promispecial von Wer wird Millionär? geschehen war. Telefonjoker Waldemar Hartmann hatte eine Fußballfrage falsch beantwortet. Er behauptete, dass Deutschland noch nie im eigenen Land die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen habe. Der Erfolg von 1974 in München – wie ausgelöscht. „Ein Blackout ist ein Blackout“, sagte Jauch am Donnerstagabend, als ihn die tz auf Waldis Aussetzer ansprach. „Das kann jedem mal passieren“, so der Moderator weiter. „Ich finde es prima, wie Waldi damit umgeht.“ Nach der Show hätten die beiden sofort miteinander telefoniert. „Ihm war sofort bewusst, was da passiert war“, erzählt Jauch. „Ich schätze ihn weiterhin sehr als Fußball-Experten.“ Und ein guter Kumpel bleibe Waldi sowieso.

Jauch springt Hartmann zur Seite – im Internet geht man nicht so gnädig mit ihm um. Beim Kurznachrichtenportal Twitter sammeln sich unter den Hashtags #Waldi, #WWM und #Waldigate Häme und Spott über die Moderatoren-Legende.

„Da hat sich der Waldi aber mal schön blamiert gerade“ oder „Hartmann schießt kolossales Eigentor“ sind noch die harmlosesten Kommentare der User. „Waldi Hartmann hat seinen Status als Experte komplett verloren“, meint ein Twitterer. Und ein anderer kommentiert in Anspielung auf den Versprecher von Carmen Thomas: „,Waldi 74‘ ist das neue ,Schalke 05‘“. Oliver Pocher gab seinen Senf natürlich auch noch dazu: „Schade“, twitterte er, „dass Lena keinen kennt, der sich mit Fußball auskennt!!“ Lena Gercke, deren Telefonjoker Waldi war, ist die Freundin von Nationalspieler Sami Khedira.

Hartmann selbst nahm die Geschichte auch am Freitag noch mit Humor. Nachdem er in der tz erklärt hatte, dass er „einen Bock“ geschossen habe, meinte er: „Ich habe nun gute Chancen, zum Tor des Jahres gewählt zu werden.“ Seinen Witz hat der 65-Jährige nicht verloren.

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Die schönsten Blackouts der „WWM“-Geschichte

Marlene Grabherr (48) gewann 2001 die Million. Doch bei der vierten Frage hatte sie einen Blackout: „Durch welches Verfahren schickte man im alten Athen seine Mitbürger in die Verbannung?“ A: Götterspeise, B: Henkersmahlzeit, C: Scherbengericht, D: Grillteller (richtig: C). Das Publikum musste helfen.

Tamas Golya blamierte sich ebenfalls 2001: „Ist eine Angelegenheit endgültig abgeschlossen, dann heißt es: ,Klappe zu …‘?“ A: Nase voll, B: Affe tot, C: Ofen aus, D: Finger weg. Richtig war B. Der 27-Jährige brauchte dafür zwei Joker.

2003 versagten bei Barbara Kleppe (53) die Nerven. „Wie heißt der Präsident von Südkorea?“ A: Roh, B: Tiefgekühlt, C: Gekocht, D: Frittiert (richtige Antwort: A). Die Zuschauer konnten helfen.

Thomas Jäger wusste 2010 nicht, was man an den Füßen trägt. A: Tortillas, B: Jalapeños, C: Espradilles, D: Enchiladas. Richtig war C. Der Kandidat sagte D und flog raus.

MZ / THY

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