Ich bin ein guter Spielpartner

- Das "Scheibenwischer"-Trio ist wieder komplett. Von heute an soll Richard Rogler den im Streit mit Bruno Jonas und Mathias Richling ausgeschiedenen Georg Schramm in der ARD-Satiresendung ersetzen. Rogler, aus Selb (Oberfranken) stammend und heute in Köln lebend, macht seit 1986 (Solo-)Kabarett. Vor seiner "Festanstellung" war der 56-Jährige bereits regelmäßig Gast im "Scheibenwischer".

Georg Schramm hat dem Fernsehpublikum den zornigen Rentner Lothar Dombrowski geschenkt. Mit welcher Figur werden Sie aufwarten?

Richard Rogler: Mit keiner Figur, sondern mit Richard Roglers scharfen Soli.

Worum geht's in Ihrer ersten Sendung?

Rogler: Unter anderem um Nationalismus, Föderalismus, Guantanamo und das Verhältnis zwischen Rauchern und Nichtrauchern.

Welchem Thema widmen Sie sich?

Rogler: Ich werde ein Solo liefern über die Formulierung, Deutschland sei ein Sanierungsfall, und über den Einsatz der Bundeswehr im Kongo. Und ich werde zwei Dialoge mit Bruno Jonas haben. Das war übrigens ein Grund, mich ins Team zu holen. Ich bin ein guter Spielpartner. So gibt es keine ewige Aneinanderreihung von Soli. Die Forderung, mehr Leute reinzuholen, wie sie ja von Georg Schramm formuliert wurde, führt zu mehr Monologen, zu einer relativ disparaten Auftrittsfolge. Das aber war nie das Konzept des "Scheibenwischers". Es braucht einen roten Faden. Und den gibt's nicht, wenn man zu viele Gäste einlädt.

Was ist Ihre Aufgabe in der Sendung?

Rogler: Ich habe keine besondere Aufgabe. Meine Aufgabe besteht darin, mit Jonas und Mathias Richling im Dreierteam zu spielen.

Haben Sie lange überlegen müssen, als man Sie gefragt hat?

Rogler: Nein. Ich habe sofort zugesagt. Da überlegt man nicht lange, wenn man ein solches Angebot gemacht bekommt.

Die beiden anderen sind schon da, Sie kommen dazu. Haben Sie keine Angst, dass es , wenn es einmal intern hart auf hart kommt, immer zwei zu eins steht?

Rogler: Nein, Das haben wir geklärt. Sonst hätten die beiden anderen auch als Duo weitermachen können mit Gästen. Es war aber der Wunsch von Bruno Jonas und Mathias Richling, einen Dritten fest ins Boot zu nehmen. Wir sind alle erfahren genug, um zu wissen, was es heißt, eine geschlossene Mannschaft hinzukriegen

Ihr Lieblingsthema auf der Kabarettbühne?

Rogler: Zurzeit die Frage, ob wir mehr Kinder brauchen. Es kann aber morgen schon ein anderes sein.

Worüber in der Politik regen Sie sich gerade besonders auf?

Rogler: Über das Herumhampeln der Politiker bei den Finanzen. Das Jonglieren mit Summen, die nicht vorhanden sind. Dieses Geeiere ist einfach dilettantisch.

Themawechsel! Wer triumphiert bei der WM?

Rogler: Triumphieren? Weiß ich nicht. Ich glaube, dass Deutschland es ins Endspiel schaffen kann. Und dann können wir nur noch zittern.

ARD, heute, um 22.45 Uhr.

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