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Am 2. Februar moderiert Hape Kerkeling die 48. Verleihung der Goldenen Kamera von Hörzu live in Berlin.

Comeback von kurzer Dauer

Hape: Mit 50 verlasse ich die große Showbühne

Berlin - Ein Jahr herrschte Sendepause - jetzt meldet sich Hape Kerkeling mit der „Goldenen Kamera“ im ZDF zurück. Ein Comeback von kurzer Dauer.

Der Entertainer Hape Kerkeling (48) will nach seinem 50. Geburtstag von der großen Showbühne abtreten. „Ich werde natürlich weiter arbeiten, und man wird mich hier und da im Fernsehen und auch irgendwo im Kino vielleicht noch sehen, aber dass ich dann noch große Showreihen moderiere, halte ich für ausgeschlossen“, sagte Kerkeling in einem Interview mit der Zeitschrift „Hörzu“.

Kerkeling führt Anfang Februar durch die Gala zur Verleihung der „Goldenen Kamera“. Es ist seine erste Moderation nach einem Jahr Fernsehpause. Auch 2012 führte er durch die „Goldene Kamera“. „Nach einem Jahr Fernsehabstinenz ist es so, dass ich mich frage: Kann ich das noch? Und das wird sich in den ersten drei Minuten zeigen. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es einigermaßen wird.“ Der 48-Jährige erklärt auch seine Auszeit: „Ich mache diesen Beruf seit 29 Jahren, und um sich diese Leidenschaft zu erhalten, muss ich mich zwischendurch rausnehmen, um wieder richtig Lust auf das zu haben, was ich da auf der Bühne treibe.“

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Er habe sich in der Zeit aber nicht zurückgelehnt. „Ich arbeite an einem Buch, das irgendwann mal erscheinen wird. Und ich mache Musik. Für mich selber. Ich komponiere. Im Prinzip ist im Sommer ein ganzes Album entstanden.“ Er lässt offen, ob es jemals veröffentlicht wird. Offen ist auch, ob er das von ihm und dem ZDF mit Ehrgeiz angepackte Projekt „Unterwegs in der Weltgeschichte“ vom Herbst 2011 weiterverfolgt.

Der Moderator sieht die Auszeit als Geschenk: „Das ist ein großer Luxus, für den ich sehr dankbar bin.“ Ihm gehe es vor allem darum, sich zeitweise aus der Öffentlichkeit herauszunehmen. „Ich habe es selbst satt, ständig etwas über mich zu lesen. Ich gehe mir selber auf den Keks. So finde ich den Abstand zu der Medienfigur, die ich darstelle. Ich bin nicht mein Image. Das ist vielleicht Teil meiner Person, aber ich bin nicht nur das. Um mich da wiederzufinden, brauche ich zwischendurch eine Pause.“

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Das Internet ist für Kerkeling im Alltag oft ein Fluch, wie er berichtet. „Wenn ich in einer Pizzeria sitze, muss ich damit rechnen, dass ein Foto gemacht wird, und es landet bei Twitter oder Facebook. Ist schon oft genug passiert. Das sind Momente, in denen ich denke: Ja, der alte, kluge Gottschalk hat das schon richtig gemacht, als er in die USA gezogen ist.“ Ein Wechsel ins Ausland ist für ihn selbst aber keine Lösung. „Ich habe das mal probiert, aber es geht nicht. Ich kriege Heimweh und will zurück.“ Er habe Sehnsucht nach „ganz simplen Dingen: Menschen, Brot, Leberwurst, Schnee, Kirchenglocken.“

dpa 

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