Harmonische Welt mit Schwefelgeruch

Ein Dauerbrenner bekommt Zuwachs: Gleich eine ganze Familie zieht diesen Sonntag (ARD, 18.50 Uhr) in die Lindenstraße: Die Stadlers, nach denen auch die 1188. Folge betitelt ist.

Die Stadlers sollen wieder ein bisschen heile Welt in die seit 23 Jahren laufende ARD-Serie bringen. "Wir brauchten dringend eine intakte Familie, die nicht zerstört und geschieden ist", erläutert Produzent Hans W. Geißendörfer. "Sie wird ihre Probleme im Alltag haben, aber immer wieder zueinander finden."

Die Stadlers, das sind drei Generationen mit leicht bayerischem Einschlag: Vater, Mutter, zwei 13 und 17 Jahre alte Töchter und Opa Adi - ein Alt-68er und ewiger Grantler mit den Idealen von vorgestern. "Diese Rolle wollte eigentlich ich selber spielen, denn dieser Mann mit seinen 68er-Sehnsüchten, denen er noch immer nachhängt - das bin ja ich", gesteht Geißendörfer. Doch seine Entscheidung: "Der Philipp Sonntag spielt ihn. Der ist der viel bessere Schauspieler."

Sonntag, profilierter Darsteller in zahlreichen Krimi- und anderen Serien, bringt in seiner Rolle etwas Schwefelgeruch in die harmoniebetonte Welt der Stadlers, die dort einziehen, wo bisher Friseurmeisterin Urszula mit Mann Christian und intrigantem Töchterchen Irina wohnte. Die Idee seiner Rolle finde er für sich ganz passend, meint Sonntag: "Im Grunde bin ich ein alter Hippie."

Mutter Maria Stadler, von der Münchner Bühnen- (unter anderem Theater 44) und TV-Darstellerin Tanja Frehse gespielt, zieht mit ihrem Charme alle Männerblicke auf sich, liebt aber nur Ehemann Jimi (Schauspieler und Musiker Christian Rudolf). Die Töchter Josefine (Clara Dolny) und Caroline (Cynthia Cosima) sind so zickig, wie Teenager es nun mal sind, und könnten kaum gegensätzlicher sein: Während sich die wissbegierige Caro auf die Schule konzentriert, interessiert sich Josefine vor allem für Mode und Klamotten.

Die "Lindenstraßen"-Gemeinde hält ihrer Serie nach wie vor die Treue - "wohl auch, weil man mit ihr alt werden und an den Figuren ablesen kann, dass sie ebenfalls älter geworden sind", wie Geißendörfer sagt. Deshalb trennt er sich nicht so rasch von einer Figur, auch wenn deren Geschichte zunächst ausgeschrieben ist. Friseurin Urszula (Anna Nowak-Ibisz), die nun weichen musste, kann zum Beispiel jederzeit wieder auftauchen: Sie bleibt Eigentümerin des Frisiersalons.

Aber auch die Rückkehr von Figuren, die schon fast in Vergessenheit geraten sind, ist nicht ausgeschlossen. Allerdings gelingt dies nicht immer. Die von den Fans vielfach gewünschte Rückkehr von Zorro (Thorsten Nindel) etwa ging daneben. Denn der früher unkonventionelle und beliebte WG-Bewohner tauchte als überdrehter Künstler und Umweltschützer wieder auf - was nach Angaben eines Serien-Sprechers bei den Zuschauern überhaupt nicht gut ankam. So musste Zorro bereits nach einigen Monaten die "Lindenstraße" wieder verlassen und mit seiner Freundin Kathy nach Mexiko auswandern.

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