Ein Hauch von Hollywood bei "Wetten, dass..?"

TV: - Dortmund - Ein wenig Hollywood im Ruhrgebiet: Zum Ausklang der Fernsehsendung "Wetten, dass..?" am Samstagabend durften die Dortmunder die Oscar-Trophäe des Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck berühren.

50 als lebensgroße Oscar-Figuren golden geschminkte und halb nackte Freiwillige hatten zuvor den fröhlichen 33-Jährigen in der Innenstadt durch ein Ehrenspalier laufen lassen. Show-Master Thomas Gottschalk verlor damit seine Stadtwette. In der nächsten Sendung am 31. März will er sich nun schrittweise in eine ältere Dame umschminken lassen und damit seine Wettschuld begleichen. Doch auch der mit Fliege gekleidete Oscar-Preisträger kam in der Sendung wegen einer verlorenen Wette nicht ungeschoren davon: Er musste eine ganze Weile als Kabelträger helfen - hinter einer Kamera.

Neben den Dortmundern gab es in der Sendung nur einen, der seine Wettaufgabe locker meisterte: der 14-jährige Frederic Huhn aus Bonn, der die Ohren seiner 30 Klassenkameraden intensiv studiert hatte und mit Leichtigkeit vier von ihnen erkannte. Der mexikanische Tenor Rolando Villazón als Wettpate durfte sich daraufhin von einer Rodeo-Maschine durchschütteln lassen - bis zu seinem Abwurf sehr zu seinem und zum Vergnügen der Zuschauer. Zuvor hatten Gottschalk und Villazón über Ambitionen in ihrer Jugend geplaudert, einmal Priester zu werden. Im Duett sangen sie anschließend gekonnt auf Latein "Der Herr sei mit Euch".

Auf dem cremefarbenen Sofa des zunächst mit einer schwarzen Melone und großer Gürtelschnalle gewohnt extravagant gekleideten Gottschalk wurde es im Laufe der Sendung eng. Neben Villazón, den Schauspielern Sebastian Koch, Sophie von Kessel und Christine Neubauer sowie der Buchautorin Susanne Fröhlich nahmen auch Comedy-Star Bastian Pastewka und Joachim "Blacky" Fuchsberger Platz. Der 79-jährige Schauspieler und Pastewka verloren ihre gemeinsame Wette und traten am Ende der Sendung im Nachthemd auf die Bühne - passend zur etwas verschlafenen Wette von zwei Brüdern aus Mülheim an der Ruhr. Die beiden wollten 40 verschiedene Stahlsorten an ihrem Funkenflug erkennen, landeten jedoch keinen einzigen Treffer.

Die Moderation Gottschalks war wie gewohnt frech. Als er sich mit den beiden wortkargen Mülheimern über ihre Wette unterhielt, meinte der 56-Jährige: "Ich sehe schon die Gefahr, das ihr mich niederquatscht." Als Fuchsberger nach einer Begrüßung der beiden Wettkandidaten langsam zu seinem Platz zurücklief, sagte Gottschalk er: "Wir fangen schon mal an. Bis Du dort bist, sind wir fertig." Für seine Bezeichnung von Bierdosen als "Hartz-IV-Stelzen" entschuldigte er sich während der Sendung gleich zwei Mal. Er hatte den Begriff bei der Wette eines Soltauers benutzt, der sich auf vier lockeren Getränkedosen-Stapeln halten wollte. Doch daraus wurde nichts. Wettkönig wurde der Ingenieur Frank Herbst aus Neustadt/Holstein, obwohl er zuvor nur 21 anstatt der geforderten 25 Karten eines Romme-Kartenspiels in einen Basketballkorb geworfen hatte.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten neben Villazón auch die Pop-Größen Nelly Furtado, Herbert Grönemeyer und Christina Stürmer. Lionel Richie, der gleich zwei Lieder sang, war überdies Wettpate. Als er verlor, musste er seinen Welthit "Hello" mit einer durch zuvor eingeatmetes Helium piepsig gewordenen Stimme singen. Die im Schnitt 13,3 Millionen Zuschauer in Deutschland (Marktanteil: 42 Prozent) dürften sich dabei kräftig amüsiert haben.

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