Technische Störung am Isartor: Erhebliche Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Der Herr der Reben

München - Lockerer, humorvoller und eine schnellere Bildsprache: Das waren die Wünsche vom Hauptdarsteller Harald Krassnitzer an die zweite Staffel der Serie "Der Winzerkönig". Heute geht sie um 20.15 Uhr mit 13 neuen Folgen in der ARD an den Start.

Doch der Sendeplatz ist nicht ohne Tücken, denn die drei Krimiserien, die die ARD in den vergangenen Monaten am Montagabend ausprobierte, hatten allesamt massive Quotenprobleme. Krassnitzer hatte seinen Einstand mit dem "Winzerkönig" im WM-Sommer 2006. Die meisten Sender gönnten sich ein erholsames Sommerloch. Da trat Krassnitzer auf die TV-Szene, in einer Familienserie guter alter Art, wie sie fast schon ein wenig ausgestorben schien. Müdes Lächeln gab's damals bei der Konkurrenz: Hielt man bei der ARD so wenig vom eigenen Produkt, dass sie es gerade jetzt unauffällig "versenden" wollte?

Doch das Publikum reagierte dankbar, im Fußball-Sommer nicht mit irgendwelchen Ladenhütern abgespeist zu werden. Bis zu fünf Millionen bei einem durchschnittlichen Marktanteil von 19 Prozent sahen zu, wie sich Winzerspross Thomas Stickler anschickte, als reifer Mittvierziger das väterliche Erbe anzutreten. Die Gründe für diesen Erfolg? Harald Krassnitzer sagt: "Wenn ich die genau wüsste, hätte ich den Stein der Weisen in der Tasche.

Aber sicher hat es das Publikum zu honorieren gewusst, dass hier sehr geradlinig und ehrlich erzählt und zugleich ein Milieu erkundet wurde, das noch nicht so abgegrast ist wie die zigste Arzt- oder Anwaltsserie." Und einiges über den Wein ließ sich hier auch lernen. Krassnitzer: "Ich hatte mich davor für einen gestandenen Weinkenner gehalten." Jetzt stufe er sich bescheiden auf "Weinliebhaber" zurück.

Die Kritik an seiner Serie nimmt er gelassen: "Es steht jedem frei, sie nicht zu mögen." Seinerseits finde er es wichtig, gerade im Bereich der Unterhaltung fürs breitere Publikum Qualität zu bringen und das Feld nicht dem sogenannten "Unterschichtenfernsehen" zu überlassen, "wo nur noch irgendwelcher D-Prominenz vor laufender Kamera in den Hintern getreten wird".

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