Ich bin heute entspannter als früher

- Der Herrgott hat Oma Dargatz zu sich gerufen. Mit der Regelung ihrer letzten Angelegenheiten hatte sie zuvor noch Kaplan "Leo" Heilmann betraut. In der zum Begräbnis und zur Testamentseröffnung anreisenden Verwandtschaft kommt es bald zu Spannungen. Denn der Grund, auf dem Omas kleines Häuschen steht, ist ein Vermögen wert.

Vivian Naefe hat für ihren Fernsehfilm um Neid, Missgunst und unterdrückte Leidenschaften ein Starenensemble versammelt. Es spielen Matthias Brandt (in der Titelrolle), ferner Gisela Schneeberger, Christa Berndl, August Zirner und - Elmar Wepper.

In diesem Film läuft ein harmonisches Familientreffen schnell völlig aus dem Ruder. Wie ist ihr Verhältnis zu großen Familientreffen?

Elmar Wepper: Erst vor Kurzem hatte mein Onkel Karl seinen 85. Geburtstag, und ich war enttäuscht, dass er nicht gefeiert hat. Denn obwohl die Verwandtschaft groß ist, trifft man sich fast nur noch bei Beerdigungen. Und ich fand es schade, dass wir uns immer nur zu traurigen Anlässen sehen. Ich hätte wahnsinnig gern mal wieder eine richtig fröhliche Feier mit der ganzen Verwandtschaft.

Erbstreitereien wie im Film - kennen Sie das auch privat?

Wepper: Noch nicht! (Lacht.) Aber in Geldangelegenheiten sind mein Bruder Fritz und ich generell sehr großzügig. Da wird es sicher keine Probleme geben. Inzwischen sind wir beide über 60, und solche Dinge sind uns relativ wurscht. Wir finden zu einem engen Schulterschluss, wenn es um Familienangelegenheiten geht oder darum, uns nach außen zu präsentieren. Unsere Familienbande waren immer sehr stark. Die kann so leicht nichts erschüttern. Und ich lege großen Wert darauf, dass das auch so bleibt.

Ihre Mutter Helma ist inzwischen 87. Wie häufig haben Sie Kontakt?

Wepper: Unser Verhältnis war schon immer sehr eng. Und dadurch, dass meine Mutter wie ich in München wohnt, kann ich ja auch mal spontan zu ihr rüberfahren. Gott sei Dank ist sie gesund und geistig noch topfit, außer dass sie inzwischen in ihrer Beweglichkeit etwas eingeschränkt ist und sich nicht mehr traut, alleine größere Unternehmungen zu machen oder spontan in die Stadt zu fahren. Da helfe ich ihr, so gut ich kann und kümmere mich um sie. Ich rufe sie jeden Tag an, fahre ein, zwei Mal die Woche bei ihr vorbei, und wenn sie etwas braucht, dann bringe ich ihr das. Das hat sich über die Jahre so eingespielt und ist mir auch ein Bedürfnis.

Macht Ihnen das Altern manchmal Sorgen?

Wepper: Die Sechs vor der Null ist schon eine komische Nummer. Trotzdem versuche ich wie die alten Philosophen das Alter gelassen zu betrachten. Bei mir finden der Rückblick und der Gedanke: Wo bin ich und was kommt noch? schon regelmäßig statt. Aber ich mache mir keine Sorgen und bin heute entspannter als früher. Ich habe mir vorgenommen, die nächsten 30 Jahre noch zu genießen und positiv zu denken. Danach wird's enger. Man muss die Zeit halt mehr einteilen und ein bisschen besser auf sich aufpassen. Man weiß nie, wie viel Zeit einem noch bleibt.

ARD, heute, um 20.15 Uhr

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