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Die Sendung „Hier spricht Berlin“ feierte am Dienstag Premiere.

...und lobt sich eiskalt selbst

„Inkompetent und richtig schlecht“: Neuer ARD-Talk fällt bei Zuschauern übel durch

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Die neue Talkshow „Hier spricht Berlin“ feierte im Ersten ihre Premiere. Bei den Usern im Netz kommt sie nicht gut an.

Berlin - Als unkonventionelle Talkshow hatte der RBB seine neue Sendung „Hier spricht Berlin“ angekündigt. „Es darf getrunken und - wenn die Gäste sich trauen - auch geraucht werden“, erklärte der Sender vorab. Versprochen wurde außerdem eine „aufregende Mischung aus Fragen, Kommentaren und Themenwechseln“. 

Am Dienstagabend feierte die Sendung nun Premiere im Ersten. Die Moderatorinnen Jessy Wellmer und Eva-Maria Lemke hatten ihren Kollegen Günther Jauch, Rapper Sido, Schauspielerin Petra Schmidt-Schaller, Opernsänger Thomas Quasthoff, Autorin Else Buschheuer und Tätowierer Daniel Krause zu Gast.

Einige Zuschauer hatte der 90-minütige Talk offenbar schon nach wenigen Minuten verloren - nämlich nach den ersten Einspielern. Sie sind ein Stilmittel der Sendung, um die Gäste vorzustellen. Der „RBB-Sicherheitsbeauftragten Herr Mangold“ spricht dann zum Publikum. Mit Berliner Akzent erklärte er unter anderem: „Unsere Überprüfungen haben ergeben, dass es bei Ihrem nächsten Gast, Günther Jauch, keine Sicherheitsbedenken gibt.“ Eine Userin schrieb auf Twitter: „Weg mit Herrn Mangold. Der ist nicht lustig“ und erhielt dafür Zustimmung. „Meine Güte, ist dieses ‚Hier spricht Berlin‘ schon nach zwei Minuten peinlich“, fand eine andere Userin.

Hier spricht Berlin (Das Erste): Jauch im Mittelpunkt der Peinlichkeiten

Jauch stand auch im Mittelpunkt, als der Talk zwei weitere peinliche Situationen brachte. Als Moderatorin Jessy Wellmer fragte, ob man den Wein von Jauchs Weingut an der Saar auch beim Discounter kaufen könne, erklärte er nur: „Sie bringen im Moment einiges durcheinander. Aber es würde zu weit führen.“ Denn der Wein, für den Jauch beim Discounter Aldi Nord wirbt, stammt gar nicht aus seinem eigenen Weingut. Jauch besitzt wohl auch gar nicht die Kapazitäten, um die großen Mengen des Discounters bedienen zu können.

Gegen Ende kam dann doch noch eine potenziell brisante Diskussion zwischen Rapper Sido und dem Moderator auf. Es ging um das Geschichsbewusstsein der Deutschen, insbesondere der jungen Generationen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwa fünf Minuten Sendezeit vorgesehen - nur Sido hatte bis dahin noch nicht darüber geredet, wozu er eigentlich in die Sendung gekommen war. 

Hier spricht Berlin (Das Erste): Sido spricht über sein Album

Als Jauch darlegen wollte, warum er es für wichtig hält, dass Schüler in ihrer Schullaufbahn einmal ein Konzentrationslager besuchen, grätschte die Moderatorin dazwischen. „Und ich hätte nichts dagegen - das ist ein uneleganter Cut - wenn wir jetzt einmal anhören, wie sich Sidos Album anhört.“

Zum Schluss beweihräucherten sich die Macher noch selber: „Gratulation zur knaller-ersten Sendung“ hieß es aus der Regie - eine Meinung, die das Publikum nicht ganz teilte.

Hier spricht Berlin (Das Erste): Twitter-User von Moderatrotinnen genervt

Auf Twitter gab es für die Sendung insgesamt kein gutes Feedback. „Jessy Wellmer: so Inkompetent - sorry: richtig schlecht“, erklärte ein User. Auch ihre Kollegin bekam Spott ab: „Bei Fräulein Lemke kann man bis auf den Bauchnabel gucken bei dem Kleid.“ Ein anderer Twitter-User fasste zusammen: „Ja, und ich will wirklich nicht zynisch sein, aber die waren beide derartig schlecht! Total weichgespült, keine Minute auszuhalten. Frauen, die sich Männer für eine Talk-Show gezüchtet haben. Die Frisuren alleine. Oder die Stimme.“

Die Moderatorinnen Jessy Wellmer und Eva-Maria Lemke kamen bei vielen Zuschauern nicht gut an.

Immerhin gab es auch vereinzelte Stimmen, die „Hier spricht Berlin“ lobten. Es sei das erfrischendste Talkformat, das es seit langem in der ARD gegeben habe, erklärte einer, was ihm Zustimmung einbrachte. Die nächste Ausgabe der Sendung wird es übrigens in drei Wochen geben.

Video: Günther Jauch privat: So geheim lebt der Moderator zwischen Familie und eigenem Weingut

dg

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