Historiendramen und Castingshows

München - Da ein "Fernseh-Jahr" von Herbst bis Frühsommer dauert, ist von den Planungen der Sender für die zweite Hälfte 2008 wenig bekannt. Doch die ersten Monate des neuen Jahres bieten einige Neuigkeiten.

Mit einer wuchtigen Produktion wartet das ZDF gleich zu Beginn des neuen Jahres auf: Die Verfilmung von Leo Tolstois Roman "Krieg und Frieden", einem literarischen Gemälde jenes Russlands, das durch den Krieg mit Napoleon aufgerüttelt wurde, läuft als Vierteiler von 6. Januar an (weitere Teile am 9., 13. und 16.Januar, jeweils 20.15 Uhr). In der internationalen Großproduktion spielen unter anderen Alexander Beyer, Malcolm McDowell, Hannelore Elsner und Ken Duken mit.

Deutsch-deutsche Geschichte bildet den Hintergrund des Films "Das Wunder von Berlin" (ZDF, 27.Januar, 20.15 Uhr) von Regisseur Roland Suso Richter. Die Produktion, die mit zwei großen Schauspiel-Hoffnungen des deutschen Films, Karoline Herfurth und Kostja Ullmann besetzt ist, erzählt von einer wahren Begebenheit während der Zeit des friedlichen Umbruchs in der DDR.

Für Aufsehen wird wohl auch Joseph Vilsmaiers neuestes Werk sorgen. In dem ZDF-Zweiteiler "Die Gustloff" erinnert der Regisseur an das Schicksal des Passagierschiffs, das am 30. Januar 1945 in der Ostsee von einem russischen U-Boot versenkt wurde und vermutlich mehr als 9000 Menschen mit sich in die Tiefe riss. Unter anderen wirken Kai Wiesinger, Dana Vávrová und Heiner Lauterbach mit. Die Ausstrahlung ist für März geplant.

Bei den Serien darf man sich in jedem Fall auf den "Kaiser von Schexing" freuen. Das Bayerische Fernsehen zeigt die neue Arbeit des bayerischen Kult-Regisseurs Franz Xaver Bogner über die tragikomischen Zu- und Umstände in einer bayerischen Klein-stadtbehörde von 8. Februar an (21.35 Uhr). Eine ganz andere Art von Humor verspricht die zweite Staffel von "Dr. Psycho" auf Pro Sieben, für die ein Sendetermin noch nicht genannt wurde. Christian Ulmen spielt einen liebenswert-chaotischen Kriminalpsychologen, der seine Kollegen nervt, sich selbst im Weg steht und dennoch irgendwie alles richtig macht. Auch für alle Freunde guter Krankenhausserien gibt's positive Nachrichten. Der Privatsender will "Grey's Anatomy", den Quotenhit aus den USA, von Mitte Februar an fortsetzen.

Auf Formate, die den Sender schon in der Vergangenheit verlässlich in die Schlagzeilen brachten, setzt RTL im kommenden Jahr. Bereits am 11. Januar startet die neue Staffel von "Ich bin ein Star ­ holt mich hier raus!" Wobei der Begriff Star wie immer sehr weit gefasst ist. Mit dabei sind unter anderem die Schauspielsternchen Michaela Schaffrath alias Gina Wild und Julia Biedermann, Ex-Profifußballer Eike Immel sowie die Sänger Bata Illic und Abi Ofarim. Ebenfalls geplant, aber noch ohne feste Sendetermine, ist eine neue Staffel der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar". Bei RTL 2 startet am 7. Januar eine weitere Staffel der Containershow "Big Brother". Eine neuartige Coachingshow steht im Ersten auf dem Programm. Moderator ist Bruce Darnell, bekannt aus dem Pro Sieben-Format "Germanys next Topmodel".

Aber auch auf populär gemachte Geschichtsreihen setzen die ARD-Strategen. Nach dem Sechsteiler "Unsere Sechzigerjahre" im vergangenen Herbst zeigt das Erste auf dem Sendeplatz am Montag vom 11. Februar an den Vierteiler "Damals nach dem Krieg". Erzählt werden "Geschichten des Überlebens und Weiterlebens" nach dem 8. Mai 1945. Eine öffentliche Talentsuche hat auch das ZDF vor. Thomas Gottschalk präsentiert ab April eine neue, voraussichtlich dreiteilige Reihe, in der Sänger für ein Musical gesucht werden. Die beiden Sieger können sich automatisch als für eine hochkarätige Musicalproduktion engagiert betrachten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Die Biene Maja kennt man seit den 70er-Jahren als Kinderserie im TV. Jetzt warf Netflix eine Folge der neuverfilmten Serie aus dem Programm. Der Grund dafür ist …
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wegen eines Warnstreiks verzichtete der WDR-Sender 1Live in den frühen Morgenstunden eine Stunde lang auf jegliche Redebeiträge und sendete stattdessen nur Musik.  
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Für manche Sender geht es am Wahlabend um kaum etwas anderes. ARD und ZDF berichten mehrere Stunden am Stück. Andere fassen sich kurz und sind so eine Alternative für …
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz
Der Senderverbund hat einstimmig beschlossen, dass der Bayerische Rundfunk im Jahr 2018 den Vorsitz der ARD übernehmen wird - zuletzt hatte der BR diesen 2005/2006 inne.
Bayerischer Rundfunk übernimmt 2018 den ARD-Vorsitz

Kommentare