+
Der verrückte Erfinder: Uli Sambeth überzeugte in der Höhle der Löwen alle fünf Löwen.

Vier Investoren lehnen Idee zuerst ab

Die Höhle der Löwen 2016: Verrückter Erfinder schafft mit eBall die Sensation

  • schließen

Köln - Ein verrückter Erfinder hat am Dienstagabend in der „Höhle der Löwen“ die Sensation geschafft: Er überzeugte alle Löwen. Zunächst wollte allerdings keiner in ihn investieren - doch dann kam alles anders. 

Einen so genannten eBall hat der verrückte Erfinder, Uli Sambeth (48) aus Essen, den fünf Löwen präsentiert. Das ist ein Forbewegungsmittel, für das Sambeth bereits zweieinhalb Jahre in die Entwicklung gesteckt hat - und 250.000 Euro.

In der Höhle der Löwen: Uli Sambeth und die Sensation eball

In der Sendung „Die Höhle der Löwen“ kämpfen Gründer um die finanzielle Unterstützung von Investoren. Deshalb versuchte auch Uli Sambeth, die Investoren in der „Höhle der Löwen“ von seinem eBall zu überzeugen. Mit an seiner Seite: Sein 11-jähriger Sohn Joshua, der Sympathiepunkte bei den Löwen sammelte, denn die beiden rollten auf dem eBall in die Arena. Das Besondere an dem Gefährt: Der eball von Uli Sambeth lässt sich nur durch Gewichtsverlagerung in alle Richtungen lenken, wie N24 berichtet. 

Außerdem stützt sich der eBall - anders als etwa ein Segway oder ein Skateboard - nicht auf Räder, sondern eben auf eine Kugel. Außerdem wird der Fahrer des eBalls schneller, je mehr Gewicht verlagert wird. Die Erfindung ähnelt dem Hoverboard aus dem Science-Fiction-Film „Zurück in die Zukunft“. Die Idee zum eBall entwickelte der gelernte Medizin-Informatiker Uli Sambeth vor rund drei Jahren, wie der Stern berichtet.

Dennoch konnte Uli Sambeth den Investoren in derHöhle der Löwen nur einen Prototyp des Gefährts präsentieren - und noch keinen einzigen Kunden.

In der Höhle der Löwen: Uli Sambeth hoffte auf ein 500.000 Euro-Investment

So funktioniert der eBall: Insgesamt vier Motoren treiben die auf der Welt einmalige Sensation von Uli Sambeth an, wie Vox berichtet. Der Traum des 48-jährigen ist es, dass bald alle Menschen auf seinem eBall durch die Welt rollen. 

Der verrückte Erfinder Uli Sambeth aus Essen will mit seinem Konstruktion in Serie gehen und hoffte deshalb auf ein Investment der Löwen in Höhe von 500.000 Euro. Dafür bot der Erfinder den Jury-Mitgliedern Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer einen Anteil von 12,5 Prozent an seinem Unternehmen. 

In der Höhle der Löwen: Uli Sambeth kassiert eine Absage nach der anderen von den Löwen

Doch zunächst sah es für den verrückten Erfinder schlecht aus: Uli Sambeth bekam von den Löwen eine Absage nach der anderen. Ex-Stuntman Jochen Schweizer, der den eBall selbst ausprobierte, gab Uli Sambeth zu bedenken: „Sie sind einfach noch Lichtjahre entfernt. Ich wette gerne, aber eine Wette mit 500.000 Euro ist mir zu hoch.“ 

Auch der Unternehmer Ralf Dümmel (49) schloss sich Jochen Schweizer an: „Sie sind noch weit weg von der Marktreife und deswegen bin ich leider raus.“ Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer (57) war ebenfalls skeptisch und sagte: „Es gibt noch keinen einzigen Kunden. Als Investor falle ich aus.“ Und sogar IT-Experte und Technik-Fan Frank Thelen (41) ließ sich zunächst nicht überzeugen: „Als Geek, als Frank, blutet mein Herz. Aber leider bin ich raus.“

In der Höhle der Löwen: Judith Williams setzt sich für Uli Sambeth ein

Doch wie kam dann alles anders? Zuletzt war Homeshopping-Unternehmerin und die einzige Frau in der Runde, Judith Williams, an der Reihe. „Heute bin ich ein kleines bisschen enttäuscht von den Löwen, dass die nicht als Jungs, die sich mit den Sachen auskennen, mitmachen“, kritisierte die 44-Jährige. Diese Aussage von Judith Williams brachte schließlich die Wende für Uli Sambeths eBall. Auf einmal war alles andres, als Jochen Schweizer in die Investoren-Runde blickte: „Wenn jeder 100.000 in den Ring schmeißt und wir werfen zusammen – dann kann das was werden.“

In der Höhle der Löwen: Ein fairer Deal für Uli Sambeth und seinen eball?

Uli Sambeth ging den Deal mit den fünf Löwen ein: Der verrückte Erfinder aus Essen erhielt am Ende tatsächlich 500.000 Euro von den Löwen. Die Investoren bekommen dafür 49 Prozent Unternehmensanteile. Zum ersten Mal in der Geschichte der Höhle der Löwen schlugen alle fünf Investoren beim eBall zu

Jedoch kam es nach der Aufzeichnung der Sendung im Frühjahr und dem Abschluss des Deals zu einigen Schwierigkeiten, wie Focus Online berichtet: Das Gewicht des Hoverboard ähnlichen Gefährts war zu schwer, das Design musste verbessert und die Kosten für den eBall gesenkt werden. 

Insgesamt ist Uli Sambeth aber zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Investoren: „Ich bin froh und stolz, dass dieser Deal mit allen fünf Löwen zustande gekommen ist. Jeder kann etwas einbringen, damit das Projekt erfolgreich wird.“

Immer wieder werden in der Sendung „Die Höhle der Löwen“ die verrücktesten Produkte vorgestellt - einige von ihnen gibt es bereits zu kaufen. Hier erfahren Sie, wann Sie einschalten müssen, wenn Sie die „Höhle der Löwen“ im TV sehen wollen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mordfall Mirco: Eltern bei ZDF-Vorpremiere mit Heino Ferch
Das Schicksal von Mirco hat vor sieben Jahren bundesweit für Aufsehen gesorgt. Der Junge wurde entführt, ermordet und verscharrt. Jetzt ist der Fall Mirco wieder da: Als …
Mordfall Mirco: Eltern bei ZDF-Vorpremiere mit Heino Ferch
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Die Biene Maja kennt man seit den 70er-Jahren als Kinderserie im TV. Jetzt warf Netflix eine Folge der neuverfilmten Serie aus dem Programm. Der Grund dafür ist …
Wegen diesem Foto wirft Netflix Biene Maja aus dem Programm
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wegen eines Warnstreiks verzichtete der WDR-Sender 1Live in den frühen Morgenstunden eine Stunde lang auf jegliche Redebeiträge und sendete stattdessen nur Musik.  
Warnstreik beim WDR: Radiomoderatoren von „1Live“ bleiben stumm
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm
Für manche Sender geht es am Wahlabend um kaum etwas anderes. ARD und ZDF berichten mehrere Stunden am Stück. Andere fassen sich kurz und sind so eine Alternative für …
Wahlabend im TV: Private fassen sich kürzer und bieten Alternativ-Programm

Kommentare