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Uli Hoeneß regte sich beim Jauch-Talk über "Die Linke" auf.

Streit mit Chefin Kipping eskaliert

Jauch-Talk: So giftete Hoeneß gegen "Die Linke"

Berlin - Bayern-Präsident Uli Hoeneß gab sich bei Günther Jauch als Wirtschaftsexperte. Und zeigte Emotionen. Welche Punkte ihn besonders aufregten:

Beim Talk von Günther Jauch am Sonntagabend im Ersten ging es um die immer größer werdende Schere zwischen Reich und Arm. Anlass war der jüngste Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung. Die Sendung lief unter dem Titel: "Die Frage der Gerechtigkeit - Wer kann heute noch in Wohlstand leben?"

An der Talkrunde nahmen neben Bayern-Präsident Uli Hoeneß noch Hannelore Kraft (SPD), der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), Katja Kipping (Die Linke) sowie Bernd Siggelkow, Pastor und Leiter des Jugendhilfwerks "Die Arche e.V., teil.

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"Haben wir einen Grund zum Jammern?", fragte Jauch Hoeneß am Anfang der Sendung. Der berichtete, dass er mit dem FC-Bayern in vielen Krisenländern gespielt hätte und resümierte: "Deutschland im Großen und Ganzen ist ein Paradies - und die Leute wollen es nicht begreifen." Dem stimmte Bernd Siggelkow zwar zu. Er kritisierte aber, dass es immer größere Ungerechtigkeit gibt. Er nannte die Kinder als eine Gruppe, die sich dagegen nicht wehren könnte. So hätten etwa nicht alle die gleichen Chancen auf Bildung. Hannelore Kraft sagte zudem, dass die zumutbare Grenze der Ungerechtigkeit bereits überschritten sei. Dies könnte den Boden für Unruhen bereiten.

Wie die Ungerechtigkeit bekämpft werden kann, dafür zeigte die Redaktion in einem Bericht verschiedene Möglichkeiten auf. Thematisiert wurden die Erhöhung von Reich- und Erbschaftssteuer oder die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Linken-Chefin Kipping kommentierte: Wer mehr als 40.000 Euro verdient, sollte stark besteuert werden. Hoeneß holte zum Schlag gegen die Linke aus: "Frau Kipping hat ja auch eine Problem", sagt er. Der ehemalige Linke-Chef Oskar Lafontaine hätte ein Schloss im Saarland stehen, "dagegen ist mein Haus am Tegernsee sozialer Wohnungsbau".

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Hoeneß sprach sich dafür aus, dass Länder wie Unternehmen geführt werden müssten. Zudem ist Hoeneß gegen höhere Steuern, denn dann würden die Reichen ins Ausland abwandern. Kraft verteidigte die Ausgaben, die Unternehmer seien sehr wohl bereit, mehr zu zahlen. "Unsere Spieler kicken eh schon eine Halbzeit für das Finanzamt", ärgerte sich Hoeneß. 

Kipping widersprach: In den 60er-Jahren hätte der FC Bayern bei einem Steuersatz von 56 Prozent auch sehr gut gespielt. Auch sei es wohl nicht gerecht, dass eine Krankenschwester so viel weniger verdiene als ein Banker, der noch eine Millionenabfindung kassiere. Dann eskalierte der Streit, als sie eine Einkommensbeschränkung forderte. 

"Sie haben keinen Bezug zur Praxis", schimpfte Hoeneß. "Wenn Sie beschränken, gehen die guten Kräfte zu den Amerikanern." Er setzte noch einen drauf: "Sie kommen vom Hundersten ins Tausendste, aber nie auf den Punkt."

Von Hannelore Krafts Ausführungen war der bekennende CSU-Anhänger dagegen beeindruckt - und wünschte sich gleich zwei starke Frauen an der Spitze. "Wenn eine große Koalition nicht zu verhindern wäre, wäre mir eine Koalition Merkel-Kraft nicht Unrecht", sagte er. Kraft schloss jedoch einen Wechsel nach Berlin aus.

sr

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