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Hoffen auf den rettenden Prinzen

- Eine Frau erwacht nach drei Jahren aus dem Koma. Was ist ihr widerfahren? Ein Unfall? Oder hat sie versucht, sich das Leben zu nehmen, weil sie den Tod des Vaters nicht verkraften konnte? Zögernd tastet sie sich an die eigene Vergangenheit heran. Und ein furchtbarer Verdacht beginnt in ihr zu keimen. Ihr Mann und ihre "beste Freundin" haben sich gegen sie verschworen, um sie bei nächster Gelegenheit umzubringen. "Dornröschen erwacht" ist dieser Psychothriller betitelt, den die ARD heute zeigt.

"Wir hatten nicht den Ehrgeiz, in allen Einzelheiten medizinisch korrekt zu sein."

WDR-Redakteurin Barbara Buhl

Ehemann und Freundin haben eingestandenermaßen ein Verhältnis, haben auch schon die Firma des Vaters und sein Haus, das geliebte Elternhaus der jungen Frau, verkauft. Haben sie gehofft, die Kranke würde nie wieder erwachen? Und welche Rolle spielt dabei der (von Ulrich Tukur dargestellte) Arzt? "Seine Klinik ist so was wie das Schloss im Märchen, er selbst der rettende Prinz", sagt WDR-Redakteurin Barbara Buhl und findet das Dornröschen im Titel gar nicht so unangemessen. Man habe subtile Spannung liefern wollen - "einen Film voller überraschender Wendungen."

Nadja Uhl spielt die Heldin, bei der man nicht recht weiß, ob ihr Verdacht berechtigt ist oder sie sich nicht eher in paranoide Verfolgungsängste steigert. Ihr Ehemann ist Misel Maticevic, den Zuhälter- und Gangsterrollen in Filmen wie Dominik Grafs "Hotte im Paradies" bekannt gemacht haben und der nun froh ist, mit Rollen wie dieser hier solchen Klischees zu entkommen.

Ein ungewohntes Gesicht in der Rolle der Freundin ist Marie-Lou Sellem. Und für die Regie wählte man mit Elmar Fischer bewusst einen jungen Regisseur, der mit seinem Erstling "Fremder Freund" einen großen Erfolg hatte, doch noch ohne Routine im anspruchsvolleren Unterhaltungsgeschäft ist. Und wenn auch das Thema Komapatienten nicht eigentliches Anliegen des Films ist, so hat man doch in Kliniken exakt recherchiert. Wie langsam geht jemand, der allmählich wieder das Laufen lernt? Wie bewältigt er sein wiedergeschenktes Dasein? Aber eigentlich, so Barbara Buhl, sei das Koma der Hauptfigur nur der Anlass, eine spannende Geschichte zu erzählen: "Wir hatten nicht den Ehrgeiz, in allen Einzelheiten medizinisch korrekt zu sein."

ARD, heute, um 20.15 Uhr

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