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Hunderte Bewerber warten am 23.05.2015 in der Prinzenstraße in Berlin auf ihr Casting für die US-Serie "Homeland".

Komparsen-Casting in Berlin

Schlange stehen für eine Rolle bei "Homeland"

Berlin - Tausende Fans haben sich am Samstag in Berlin in eine 100 Meter lange Schlange gestellt. Sie alle wollten beim Komparsen-Casting für die TV-Serie "Homeland" vorsprechen - und eine der begehrten Rollen ergattern.

Die ersten stehen schon morgens um halb zehn vor den geschlossenen Türen des Kreuzberger Theaters. Innerhalb einer Stunde bildet sich eine Schlange, die vom Aufbauhaus bis zum 100 Meter entfernten Aufgang der U-Bahnstation Moritzplatz reicht. Wer zu spät kommt, den bestraft die Schlange - und er wird von der Casting-Chefin vertröstet.

Rund 1500 Menschen kommen am Samstag zum Casting für die US-Fernsehserie „Homeland“ - ein Riesenandrang. Übertroffen wurde die Anzahl der Schauspiel-Aspiranten allerdings im vergangenen Jahr bei einem Aufruf für die Fortsetzung des Films „Die Tribute von Panem“, dem etwa 2000 Leute folgten.

Die fünfte Staffel der US-Serie „Homeland“ soll von Juni an in Berlin und Potsdam gedreht werden. Claire Danes ist in der Rolle der Hauptdarstellerin die CIA-Agentin Carrie Mathison zu sehen, die es von Afghanistan aus in die deutsche Hauptstadt zieht.

Viele Komparsen in spe kennen die Serie „Homeland“ nach eigenen Worten gar nicht. Sie hätten über Freunde, Facebook, die Tageszeitungen oder im Radio davon erfahren, erzählen sie beim Warten.

Treue Serien-Fans sind auch zu finden - wie Akin (27) aus Charlottenburg: „Ich habe mir Homeland immer zusammen mit meinem Bruder angesehen“. Für sein Casting-Foto wartet der junge Mann mit syrischen Wurzeln gut eineinhalb Stunden.

Und so läuft das Casting: Vier bis sechs Fotos werden von den Freiwilligen gemacht. „Ich bin überrascht, wie viele passende Leute dabei sind“, sagte Casting-Agenturchefin Johanna Rackwitz und zeigt sich zufrieden. Gesucht werden 1000 „internationale“ Berliner zwischen 6 und 80 Jahren.

Menschen fast aller Altersgruppen sind gefragt: Männer, Frauen und Kinder. Das Aussehen der Bewerber soll bevorzugt Menschen mit Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten ähneln. „Gerne auch Männer mit Vollbärten!“, hieß es vorab. Vor allem junge Menschen drängeln sich in der Schlange. Viele Männer mit rauschenden Vollbärten sind allerdings nicht zu sehen.

Wer erst gegen 14.00 Uhr kommt, schafft es nicht mehr vor die Kamera. Ragwitz betonte, wer sich noch anmelden wolle, könne dies auch online tun oder mittwochs vorbeikommen.

dpa

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