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Längst eine Weltmarke: Homer Simpson hat mit seiner gelben Familie seit 1989 die Welt erobert.

Jablonka orientiert sich an Vorgänger

Hier spricht die neue Stimme von Homer Simpson

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München - Homer Simpson hat eine neue Stimme. Nach dem Tod des bisherigen Synchronsprechers verrät Christoph Jablonka, wie er die großen Fußstapfen Nobert Gastells ausfüllen will. 

Das sind große Fußstapfen, in die der Münchner Synchronsprecher Christoph Jablonka steigt. Graue Haare muss er sich deswegen aber nicht wachsen lassen. Hat seine jüngste "Rolle" schließlich auch nicht. Sondern so gut wie gar keine mehr. Jablonka, 60 Jahre alt und mit einer frischen und sehr jugendlich wirkenden Stimme, leiht ab sofort Homer Sim­­pson sein Organ für die deutschen neuen TV-Folgen (Pro7).

Christoph Jablonka.

Nach langem Rätselraten der Fangemeinde stand am Dienstag nun endgültig fest: Jablonka hat Norbert Gastell abgelöst, der 26 Jahre lang den deutschen Homer gesprochen hat. Vor einem dreiviertel Jahr ist Gastell 86-jährig gestorben. Das Casting für den Nachfolger gewann Jablonka gegen fast 100 Synchronsprecher …

Jablonka will Homer nicht neu erfinden, sagt er der tz: "Ich habe mich an Norbert Gastell orientiert. Er ist nicht zu toppen." Gastell und Jablonka waren freundschaftlich verbunden, "wir haben uns oft über die Rolle unterhalten". Und auch wenn er sich erst an die neue Aufgabe gewöhnen musste - Jablonka kannte die Simpsons, hat auch schon ein paar kleinere Rollen gesprochen - ein Fan war er nicht.

Mit Gastells Stimme im Ohr trainiert

Wie eignet man sich also eine eher fremde Rolle an? "Ich habe mit Norbert Gastells Stimme am Ohr trainiert. Mir genau abgehört, wo er die Betonungen gesetzt hat, die Kiekser, die Sprachmelodie. Ich habe mich Norberts Homer-Design also Schritt für Schritt angenähert." Für eine Staffel - bereits jetzt im September geht's für die zweite mit Jablonka ins Studio - steht er zwei bis drei Wochen parat, pro 22-minütiger Folge benötigt er rund sechs Stunden.

"Zeichentrick- oder Animationsfilme", so der 60- Jähr­i­ge, "sind leichter zu synchronisieren als Spielfilme. Weil man mehr Freiheiten hat und seine Ideen besser einbringen kann. Siehe etwa Otto als Faultier Sid in Ice Age." Laut Umfrage bei meedia.de fanden 70 Prozent das Debüt stark. Das ist ein sehr guter Wert für den Anfang. Wie lange Jablonkas Vertrag läuft? Gar nicht, sagt er. Das kann nun Jahre gehen oder gleich wieder vorbei sein. Deutet vieles auf erste Variante hin.

Stichwort: Die Simpsons

Homer Simpson mag sich noch so abstrampeln - der Erfolg gibt ihm und seiner Familie recht. Die Simpsons sind seit 1989 im TV und damit länger als jede andere US-Zeichentrickserie. Die Storys um Familienoberhaupt Homer und seinen Clan mit Gattin Marge, Sohn Bart, Lisa und Maggie sind traditionell für US-Verhältnisse ganz schön bissig und nehmen den US-Alltag aufs Korn - von Fast Food über Prüderie und Religion bis zum Fernsehkonsum und Korruption. Der Schöpfer der Serie ist Matt Groening.

M. Bieber

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