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Frank Underwood ist zurück. Hier finden Sie die Spoiler zur 4. Staffel von House of Cards.

Vorsicht, Spoiler!

House of Cards: So gut ist die neue 4. Staffel

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München – Frank Underwood ist zurück. In der 4. Staffel von "House of Cards" spielt er wieder sein ganzes Repertoire ab. Worum es in den frischen 13 Folgen geht, lesen Sie hier. Aber Vorsicht: Spoiler-Alarm!

Ein Jahr lang mussten die Zuschauer warten, bis sie endlich die vierte Staffel der Netflix-Serie "House of Cards" anschauen konnten. Seit Freitag ist es nun so weit: US-Präsident Frank Underwood ist ebenso zurück wie seine Frau Claire. Die Handlung ist mitreißend, abwechlungsreich und nicht arm an überraschenden Wendungen. Und am Ende dreht das Politik-Drama noch einmal richtig auf.

Nach dem Cliffhanger der letzten Staffel von "House of Cards", in der die Hauptfigur von seinem wichtigsten Partner – nämlich der Ehefrau – verlassen wird, muss natürlich zunächst erst einmal die Frage geklärt werden: Finden Francis J. Underwood (wieder erstklassig gespielt von Kevin Spacey) und seine Ehefrau Claire (nicht weniger stark: Robin Wright) wieder zusammen? Das Dreamteam der fiktiven Serie um hohe Politik in den USA und teilweise auch weltweit, das für seine Gegner zumeist ein eleganter Albtraum ist, enttäuscht die Fans von "House of Cards" auch in den neuesten 13 Folgen nicht.

Der US-Wahlkampf gibt für die vierte Staffel die Rahmenhandlung vor und gibt der Netflix-Produktion einmal mehr einen faszinierend an der Realität orientierten Rahmen. Intrigen, Machspielchen, Manipulation und Korruption gehören ebenso dazu, wie auch das Auftreten von geliebten Erzschurken wie dem russischen Präsidenten Vitali Petrov (Lars Mikkelsen) und anderen – schon in vorherigen Staffeln – wichtigen Personen. Selbst eigentlich Verstorbene sind wieder auf dem Bildschirm zu sehen und natürlich müssen die Zuschauer sich auch wieder von einigen Figuren verabschieden.

Das Hauptziel für Frank Underwood lautet natürlich auch in Staffel 4 von "House of Cards": Machterhalt. Zu diesem Zweck muss er zunächst einmal die ins Wanken geratene Beziehung zu seiner Frau kitten und sich zeitgleich im Vorwahlkampf der Demokraten mit der parteiinternen Konkurrentin Heather Dunbar (Elizabeth Marvel) herumschlagen. Diese sperrt sich weiterhin gegen die zum politischen Erfolg anscheinend gehörenden schmutzigen Mittel – eine Einstellung, die wieder das ein oder andere Mal ins Wanken gerät.

Zugleich hat US-Präsident Underwood auch weiterhin Stress mit Russland. Sein Konkurrent aus der 3. Staffel, Vitali Petrov, löst nämlich einen globalen Ölpreissprung aus, der nicht nur die Benzinpreise in den Vereinigten Staaten in dramatische Höhen springen lässt, sondern auch die Autos zum Erliegen. Und die Hauptfigur von "House of Cards" wäre beim Zuschauer nicht so beliebt, wenn er sich sowas einfach gefallen lassen würde.

Hinzu kommen in der neuesten Staffel, die in Deutschland zunächst nur auf Sky zu sehen ist (es sei denn man bedient sich gewisser Tricks), auch noch die persönlichen Ambitionen von Underwoods Frau Claire, ein aufstrebender Konkurrent aus der Republikanischen Partei, Schüsse auf Frank Underwood und zu unguter Letzt noch eine Terrorattacke in den Vereinigten Staaten.

+++ Achtung! SPOILERALARM! Darum geht es in der neuesten Staffel von „House of Cards“ +++

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 1

Eine Besonderheit gibt es direkt zum Start der vierten Staffel: Sie beginnt nämlich nicht zeitlich einige Wochen oder Monate nachdem die letzte endete, sondern am selben Tag. Wir erinnern uns: Die letzte Folge geht so aus, dass Claire Underwood ihren Mann in der heißen Phase des Vorwahlkampfes verlässt.

Frank Underwood macht aber dennoch weiter. Er ist auf Wahlkampftour, liegt jedoch in Umfragen zumeist zweistellig hinter Konkurrentin Heather Dunbar. Im US-Staat New Hampshire verliert er, während langsam Gerüchte von der Trennung von Claire die Runde machen. Die werden jedoch entschieden dementiert. Man merkt dem US-Präsidenten seine Anspannung an, vor allem wenn er sich nach Auftritten zurückzieht. Da schaltet er nämlich TV-Aufnahmen von eigenen Auftritten eher ab und träumt stattdessen davon, wie er Claire verprügelt.

Claire hat sich währenddessen ins heimatliche Texas zurückgezogen ins Haus ihrer Mutter. Mit der hatte sie schon seit Jahren keinen rechten Kontakt mehr. Und geht ihr auch zunächst aus dem Weg. Derweil plant sie ihre eigene weitere Karriere und will Kongressabgeordnete für einen Bezirk in Texas werden, der jahrzehntelang von einer äußerst beliebten Schwarzen dominiert wurde. Die hat aber andere Pläne und will ihre Tochter als Nachfolgerin.

Beim Treffen mit dieser ist auch Franks Stabschef Douglas Stamper (Kelly AuCoin) vor Ort, der für seinen Boss die Wogen glätten soll. Ihm macht Claire klar: Sie redet erst wieder mit Frank, wenn dieser ihr seine Unterstützung zusagt, was dieser auch vorgibt zu tun. Er besucht Claire daraufhin in Texas und die beiden kehren wieder zurück zu alten Gewohnheiten: Dem gemeinsamen Ziel wird erstmal alles untergeordnet, auch der Ehekrach. Zudem wird eine Einigung mit der Kongressabgeordneten erzielt.

Underwood enthüllt seiner Frau bei dem Treffen aber auch: Ihre Mutter Elizabeth leidet an Krebs. Das trifft Claire hart, gibt aber auch gleichzeitig einen tollen Grund für die Medien, warum die Underwoods tagelang getrennt waren. Bei einem öffentlichen Statement macht Frank klar: "Claires Mutter kann sich glücklich schätzen, so eine liebevolle Tochter zu haben. Und ich mich, dass ich eine so bedachte, fürsorgliche Frau habe."

Nebenhandlung: Der in der letzten Staffel verknackte Reporter Lucas Goodwin sitzt im Gefängnis und hat zumindest vokalen Geschlechtsverkehr mit einem Mithäftling. Dafür erntet er ein Lob, welches er in dem Zusammenhang eher nicht hören wollte: "Verdammt, du bist echt gut mit Worten." Bei einem Gespräch entlockt er dem tätowierten Kameraden dann für das FBI wertvolle Informationen und kommt ins Zeugenschutzprogramm. Mit strikten Auflagen. Wirkliche Freiheit sieht anders aus.

Außerdem wird noch LeAnn Harvey (Neve Campell) als Kampagnenmanagerin für Claire eingeführt.

Beste Szene: Als Frank zu Claire reist, trifft er vor ihr auch ihre Mutter. Auch er hat zu ihr nicht das beste Verhältnis. Denn sie ist der Meinung: Als Angehörige der weißen Oberschicht ist er als Sohn von ärmlichen Bauern unter ihrem Niveau. Selbst als mächtigster Mann der Welt: "Nicht einmal Präsident zu sein verleiht dir Klasse."

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 2

Nach der vorläufigen Einigung mit Frank Underwood kehrt Claire in der zweiten Folge der neuen Staffel von "House of Cards" ins Weiße Haus zurück. Anlass ist die Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress, bei dem sie natürlich anwesend sein sollte. Der Präsident schenkt seiner Gattin für den Auftritt extra vererbte Ohrringe seiner Mutter, haut sie anschließend aber ziemlich übers Ohr. Denn bei der Rede dankt er zunächst der schwarzen Kongressabgeordneten für ihr Engagement in der Politik und beglückwünscht dann direkt deren Tochter zur Nachfolge.

Claire will das natürlich nicht auf sich sitzen lassen, doch Frank Underwood wäre nicht Frank Underwood wenn er sich nicht herausreden könnte. Angeblich hat sie ihn falsch verstanden: Erst soll das Amt des Präsidenten gesichert werden und dann – Jahre später – die politische Karriere seiner Frau in Angriff genommen werden. Claire bittet daraufhin um Zeit. Und zieht sich wieder nach Texas zurück. Nach außen hin zeigen sich beide Underwoods zwar kooperierend, die Zerissenheit ist jedoch bemerkbar.

International macht wieder der böse Russe von sich reden: Vitali Petrov (optisch und in den Methoden dem real amtierenden Präsidenten nicht unähnlich) lässt ihm unliebsame Oligarchen über die Klinge springen. Eigentlich wäre Underwood das egal, der Wahlkampf ist ihm wichtiger als die humanitäre Situation in Russland. Bei einem extra arrangierten Telefonat der beiden Staatenlenker wird jedoch klar: Petrov ist voller Argwohn und bezichtigt Underwood des versuchten Regimewechsels. Die Oligarchen sind für ihn nur Marionetten der USA.

Die wirtschaftlichen Verflechtungen beider Länder sind daraufhin gestört. Der Ölpreis steigt dramatisch an. Und auch ein russischer Wirtschaftsführer, den Underwood eigentlich zuvor wieder nach Russland zurückschicken wollte, bekommt Asyl in den Vereinigten Staaten. Zumindest zeitweise.

Nebenhandlung: Claires Mutter trifft sich mit anderen Damen der texanischen Oberschicht. Sie trägt ihre Haltung gegenüber Frank vor und wirbt darum, dessen Konkurrentin Dunbar „mit unseren Scheckbüchern“ zu unterstützen. Eine mögliche Niederlage von Underwood sieht sie nämlich als Chance für ihre Tochter.

Außerdem: Jackie Sharp wird weiterhin von vielen Seiten als Marionette genutzt. Sie hat immer noch ein intimes Verhältnis zum Ex-Stabschef Remy Denton. Dies wird von einem Detektiv beobachtet und festgehalten.

Beste Szene: Als Claire und Frank nach seiner Kongressrede diskutieren, lässt er sie zunächst ziehen und erzählt daraufhin dem Zuschauer eine Geschichte aus seiner Jugend, bei der er einem freigeistigen Nachbarsjungen zunächst viel durchgehen lies, ihn dann aber bei einem Sit-In auf einem Baum schließlich mit einer Axt herunterholte. Begleitet wird die Story von einem hämischen Lachen.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 3

Claires Überlegungen der letzten Folge gipfeln in dem Entschluss, selbst landesweit kandidieren zu wollen. Und zwar als Vizepräsidentin. Um dies jedoch gegenüber Frank durchzuboxen, bedient sie sich wahrhaft Underwoodscher Mittel: LeAnn Harvey wird in eine Bank in Texas geschickt, wo sie ein Foto aus einem Schließfach abknipst und die Ohrringe von Underwoods Mutter hinterlässt. Das Bild zeigt sie daraufhin einem lokalen Konkurrenten von Frank und gibt ihm eine Tasche voll Dollars, um es gegen ihn einzusetzen.

Frank Underwood selber ist währenddessen zusammen mit der texanischen Abgeordneten und ihrer Tochter beim Gottesdienst von Schwarzen seiner Heimatstadt. Die Kandidatur des ehemaligen Abgeordneten bekommt dort Zuspruch, ließ der doch immer wieder Mittel nach Hause fließen. Zu der sich ausbreitenden Ölkrise sagt er auch ein paar Worte, indem er an die Weltwirtschaftskrise 1973 erinnert und an die Zusammenarbeit der Mitbürger appelliert.

Am nächsten Morgen zeigt sich der diabolische Plan von Claire: Das von ihrer Assistentin fotografierte Bild zeigte nämlich Underwods Vater in der Verkleidung des KuKluxKlans. Das kostet ihn jede Menge Glaubwürdigkeit, seine Konkurrentin Dunbar sperrt sich aber dagegen, dies für ihren Wahlkampf auszunutzen. Es findet sich aber eine Lösung: Der farbige Bürgermeister von Gaffney steht für Underwood ein und er erklärt das Motiv mit einer Lüge: Sein Vater musste das Kostüm tragen, um das eigene Haus und und den Hof zu retten. Dazu sagt er noch etwas für seinen eigenen Stil sehr Wahres: Dass Politik vor allem daraus besteht, andere schlecht aussehen zu lassen.

Später findet Underwood durch die Ohrringe in der Schließkassette heraus: Seine Frau steckt hinter der Kampagne! Das folgende Gespräch hat vertauschte Rollen: Claire ist kühl, Frank dagegen emotional. Ihr Ziel war es, ihm die Mängel der eigenen Kampagne vorzuhalten. Claire schlägt die Erneuerung der Partnerschaft vor: Eine gemeinsame Kandidatur. Frank ist aber sauer: "Du hast es nicht verdient. Du hast keine Ahnung was es heißt, nichts zu haben. Du schätzt gar nicht, was wir erreicht haben." Er verweigert die Zusammenarbeit. Claire reagiert eiskalt: "Ich kann Teil deiner Kampagne sein oder sie beenden." South Carolina geht daraufhin natürlich verloren.

Nebenhandlung: Lucas Goodwin wäscht im Zeugenschutzprogramm Mietautos. Er liest einen Artikel über Heather Dunbar und will zu ihr fahren. Über schmerzhafte Umwege besorgt er ein Auto und fährt zur Dunbar-Kampagne. Er will der Underwood-Konkurrentin Informationen über den Tod von Zoe Barnes und die Verstrickungen des Präsidenten in Affären der letzten Staffeln geben. Sie weist ihn aber ab.

Beste Szene: Als Frank und Claire bei einem gemeinsamen Auftritt in einem College sind, spricht Underwood über ihre ambivalente Beziehung: "Als wäre sie nie weggewesen. Und davor habe ich Angst."

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 4

Frank zieht die Kandidatur seiner Frau tatsächlich in Betracht, obwohl die Umfragewerte für ein solches Vorgehen fast nicht schlechter sein könnten. Doug will die First Lady zusätzlich schwächen, indem er ihr die Wahlkampfmanagerin ausspannt und sie für die Kampagne des Präsidenten einstellen will. Mit seinem langjährigen Bodyguard Meechum pflegt Underwood währenddessen weiter ein sehr vertrautes Verhältnis.

Claire, die inzwischen wieder bei ihrer Mutter ist, hat das Gefühl, dass ihr Mann nur Zweifel bei ihr streuen will. Sie schickt ihm einen Brief. In diesem kündigt sie an, die Scheidung einreichen zu wollen. Zum für Frank denkbar ungünstigsten Zeitpunkt! Der sperrt sie daraufhin in ihrem eigenen Haus ein und reist von Washington nach Texas, um seinen Wahlkampf weiterzuführen. Gegenüber Russland wird ein Kurs der Provokation geplant. Der Asyl suchende Oligarch soll zurückgeschickt und die Opposition gegen Petrov stärker unterstützt werden, während zeitgleich Militärmanöver durchgeführt werden sollen.

Bei einem Auftritt in einem College merkt Frank zu den vor dem Haus demonstrierenden Menschen an, dass er auf die Leute, die gegen ihn sind, zugehen will. Als er seine Worte in die Tat umsetzt passiert es: Ein Attentat auf Underwood! Aus der Menge fallen Schüsse, zwei davon treffen die "House of Cards"-Hauptfigur, einer geht mitten in die Leber. Sein Bodyguard Meechum wirft sich vor ihn und tötet den Schützen, geht dabei aber selber drauf.

Frank Underwood muss stundenlang operiert werden, ihm werden Dreiviertel der Leber entfernt. Es stellt sich heraus: Der Attentäter ist Lucas Goodwin, der so verzweifelt war, dass er zum äußersten Mittel griff. Der eigentlich politisch schwache Vizepräsident Donald Blythe übernimmt daraufhin die Amtsgeschäfte. Er erfährt von dem Plan gegen Russland, wird von der Außenministerin Durant zum Abbruch gedrängt, während Doug auf die Durchführung besteht. Blythe zeigt sich unfähig, eine Entscheidung zu treffen.

Nebenhandlung: Dunbar spielt doch schmutzig und gibt die Informationen, die Lucas ihr in der letzten Episode hat zukommen lassen an die Generalbundesanwältin weiter. Die will sich aber erstmal nicht reinreden lassen. Underwoods Pressesprecher trifft sich mit der Beraterin Dunbars und bekommt einen Posten in einer zukünftigen Regierung angeboten, sofern er kritische Informationen weitergibt.

Beste Szenen: Claire kehrt nach Washington zurück und ersetzt Frank quasi aus der zweiten Reihe. Doug Stamper bittet sie um Hilfe wegen dem unschlüssigen Blythe. Sie spricht mit ihm und gemeinsam entschließen sie sich zur Änderung des Plans von Frank: Das Flugzeug mit dem Oligarchen soll nach China fliegen. Dadurch soll Druck auf Petrov durch einen Drittstaat gemacht werden.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 5

Frank liegt im Krankenhaus und kämpft um sein Leben. Er hat mehrere Halluzinationen: Von einem Südstaatler in Uniform, der ihn erschießt (Bezug auf Staffel 3). Von einer Trainingseinheit mit einem Gerät von Claire (Bezug auf Staffel 1) und von sich selber als Jäger (Bezug auf Staffel 2). Sein Zustand verschlechtert sich zusehends. Er braucht eine Organtransplantation. Doug will für ihn spenden, darf aber als Ex-Alkoholiker nicht.

Claire geht in ihrer Rolle als inoffizieller Ersatz für ihren Mann voll auf. Dem amtierenden Präsidenten greift sie unter die Arme, indem sie ihn bei einem Telefonat mit Petrov per Chat unterstützt. Als dieser Blythe zunächst als schwach bezeichnet und nicht mit ihm verhandeln will, rät sie ihm zur Offensive: Der schlechte Zustand von Frank wird als Druckmittel benutzt. Daraufhin zeigt sich der russische Präsident gesprächsbereiter. Claire hält ein Statement vor der Presse, in dem sie ein Testament von Lucas, der Underwoods Verwicklungen in den Tod von Zoe Barnes und die Rolle beim Rücktritt des vorherigen US-Präsidenten aufdecken wollte, als Paranoia abtut.

Doug erfährt von Seths geplantem Verrat und will ihn erst zum Rücktritt zwingen. Der hat aber einen besseren Plan: Die Generalbundesanwältin soll Dunbar zu Fall bringen. Die treibt daraufhin ihren Wahlkampf voran. Stamper lädt Seth zu sich ein um zu reden und täuscht an, ihn ersticken zu wollen. Der Stabschef des Präsidenten fordert den Pressesprecher zu Gehorsam auf.

Die Benzinkrise in den USA geht derweil weiter. Der Ölpreis erreicht jeden Tag neue Rekordpreise. Claire hat aber auch hierfür einen Plan: Mit Hilfe des Lobbyisten Remy Denton soll US-Magnat Donald Tusk an Bord geholt werden, um zusammen mit China Druck auf Russland auszuüben. Der zögert zunächst, die Verlockungen der Macht sind aber zu groß. Vor allem deswegen, weil ihm LeAnn Harvey gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Affäre mit Jackie Sharp droht.

Beste Szene: Donald Tusk kommt ins Oval Office und berät dort über den Russland-Plan. Claire weiß natürlich, dass dies Hochverrat an ihrem Mann ist. Sie erklärt aber, dass er das durchaus selber billigen würde. Der Zweck heiligt nun mal die Mittel.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 6

Frank geht es immer schlechter und seine Träume werden immer verrückter. Zunächst sieht er das Weiße Haus als Zug, in dem er Claire folgt. Dann trifft er ihm Oval Office auf Zoe und lässt sich von ihr verführen. Später kommt noch Peter Russo dazu. Die Sünden der Vergangenheit holen ihn ein. Doug Stamper will währenddessen, dass ein Mann, der in der Spenderliste noch vor Underwood steht, geopfert wird. Er droht der Gesundheitsministerin und ihrem Personal mit Entlassung.

Claire hat zusammen mit Tusk die Lösung für Ölkrise ausgeplant: Zusammen mit China wollen die USA Russland einen Teil der Schulden erlassen, im Gegenzug werden alle drei Länder bei Ölbohrungen in Sibirien beteiligt. Finanziert werden soll das Ganze von Privatkonzernen. Beim G7-Gipfel in Brandenburg in Deutschland soll der Plan konkretisiert werden. Blythe schickt Claire zusätzlich zur Außenministerin hin, obwohl sie keine offizielle Regierungsfunktion innehat. Durant ist nicht begeistert davon, wird aber von Claire beruhigt.

Bei dem Gipfel vermittelt Tusk zunächst mit den Chinesen. Als Petrov sich querstellt, trifft sich Claire mit ihm (Beste Szene). Die Außenministerin bleibt außen vor, was diese gar nicht gut findet. Der russische Präsident verlangt von Underwood eine Entschuldigung für ihre Aktion bei der Reise nach Moskau in Staffel 3. Claire daraufhin: "Sie würden den Respekt vor mir verlieren, wenn ich mich entschuldige." Petrov entlarvt ihre eigenen politischen Ambitionen und erklärt ihm seine Bedenken zudem Plan. Zudem provoziert er sie: Claire spielt sich seiner Meinung nach auf. "Sie sind nichts ohne ihre Mann." Claire lässt ihn aber auflaufen und appelliert an seine Rolle als starker Mann im Staat, der jetzt vor dem Bankrott steht. Daraufhin wird eine Einigung erzielt.

Ein Teenager begeht Selbstmord, wodurch sich eine Spenderleber für Underwood findet. Die OP findet während des G7-Gipfels statt. Vize Blythe harrt zusammen mit Doug aus, während die First Lady bezeichnenderweise nicht da ist. Frank erholt sich schnell und wird ins Weiße Haus verlegt. Die Stimmung zwischen ihm und seiner Frau ist angespannt, aber offen. Er will dem Plan von Claire zustimmen und Frank bittet sie, die Scheidung zu überdenken. Er gibt noch einmal die gegenseitige Abhängigkeit zu bedenken, woraufhin Claire einknickt. Frank kehrt deutlich ergrauter ins Kabinett zurück.

Nebenhandlung: LeAnn recherchiert wegen der Beliebtheit des Republikaner-Konkurrenten Will Conway. Sie bemerkt, dass dieser die Ergebnisse einer Suchmaschine für sich manipuliert. Der Wahlkampf im Internet wird ein Thema in "House of Cards".

Heather Dunbar ist sich nicht sicher, wie sie auf Vorwürfe reagieren soll. Zunächst tendiert sie zur Ehrlichkeit, ihre Beraterin will aber lügen und sich für ihre Chefin opfern. Dann sagt Dunbar doch aus. Sie betont aber auch, dass es sich dabei um eine politische Kampagne gegen sie handelt und macht Underwood Vorwürfe wegen früheren Machtmissbrauchs. Diese Attacke erweist sich aber als Schuss ins eigene Bein.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 7

Der Republikaner Will Conway wird vorgestellt. Er ist das genaue Gegenprogramm zu Frank: Mit einer jungen Familie und hoher Aktivität in sozialen Netzwerken. Nach außen hin gibt er sich als quasi-liberales Gegenprogramm zum alten Hasen Underwood. Später stellt sich heraus: Frank führte seinen heutigen Konkurrenten selbst in die hohe Politik in Washington ein und machte ihm Lust auf die Präsidentschaft.

Die Stimmung zwischen Frank und Claire ist derweil unbequem. Er bittet sie um die Trennung von politischen Zielen und Privatleben und erinnert sie an ihre frühere Zusammenarbeit:. "Besinn dich deiner Härte, Claire." Er sucht nach einem Vizepräsidenten für seine Kandidatur und bietet den Posten zunächst Blythe an. Der lehnt jedoch ab – die kurze Zeit im Amt war ihm genug.

Ein neuer Feind tritt auf die Bühne: Die ICO (Islamistic Califat Organisation) erobert – wie das reale Vorbild IS – im Irak und in Syrien mehr und mehr Gebiete. Frank zögert zunächst mit einem Militärschlag und zieht sich dadurch den Zorn eines Generals zu, der seinen Rücktritt anbietet. Underwood nimmt diesen nicht an, überdenkt aber die Strategie. Durch einen Raketenschlag sollen die Führer der ICO getötet werden. Frank will es nicht einfach nur gut machen, sondern "einen Schritt weiter gehen als alle anderen". Daraufhin wird der Angriff abgebrochen. Conway nutzt die Situation aus und trifft sich mit dem düpierten General.

Claire bekommt währenddessen ein neues Projekt: Sie soll ein schärferes Gesetz gegen illegalen Waffenbesitz durch den Kongress bringen. Hierfür trifft sie sich mit einer Vertreterin der Waffenlobby und stößt diese bewusst vor den Kopf. Das Treffen hat sie vorher mit Frank minutiös durchgeplant und sogar geprobt.

Die Manipulation der Suchmaschinen soll umgekehrt werden. Underwood spricht über die Macht des Internets: "Suchmaschinen sind eine mächtige Waffe. Damit weiß er (Conway), was Sie denken, wo Sie sind und wer Sie sind." Sein Mittel dagegen: nicht wirklich legale Totalüberwachung durch die NSA: "Ich kann Sie sehen. Und mit dem was ich sehe, kann ich diese Wahl gewinnen."

Nebenhandlung: Heather Dunbar gibt ihre Kandidatur auf. Ihre Ideale siegen über den Willen zur Veränderung, helfen ihr aber im Wahlkampf wenig. Frank ist dadurch der letzte verbleibende Kandidat der Demokraten

Der ehemalige Chef von Lucas trifft sich mit seiner aus früheren Staffeln bekannten ehemaligen Kollegin Janine Sko'sky. Die ist inzwischen hochdepressiv und paranoid, sagt ihm aber, dass Goodwins Geschichten wahr sind.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 8

Underwood hat einen neuen Vorschlag für das Vize-Präsidentenamt: Ein Waffenlobby-freundlicher Senator aus einem Swing State soll es werden. Dieser stimmt zunächst zu. Er soll aber auch das Gesetz von Claire gegen illegalen Waffenbesitz unterstützen, was ihm Ärger von der Lobby einbringt. Frank macht ihm klar: Die Unterstützung für das Gesetz ist der Preis für den Posten des Vizepräsidenten. Als Underwood den Ort des Attentats auf ihn besucht, erklärt der Senator dort öffentlich seine Stimme für das Gesetz. Daraufhin wird er von der Lobby so unter Druck gesetzt, dass er seine Bewerbung zurückzieht.

Die Conways treffen sich mit dem aus der letzten Staffel bekannten Schriftsteller Thomas Yates (Paul Sparks) und sprechen mit ihm über sein (noch) nicht veröffentlichtes Underwood-Buch. Der will sich aber nicht einspannen lassen und schickt sowohl Frank als auch dem Herausforderer einen Auszug aus dem Buch, um seine Optionen auszuloten. Der Text erinnert Frank schmerzhaft an die Spannungen in der Ehe. Claire sieht darin aber einen Vorteil: Das Buch lässt die Wähler verstehen, wer die Underwoods eigentlich sind (Beste Szene). Sie bietet Yates an, seine alte Stelle wieder anzutreten und zusätzlich noch Reden zu schreiben. Er nimmt das Angebot an und sagt den Conways ab.

Will Conway trifft sich mit dem unzufriedenen General und bietet ihm die Vizepräsidentschaft in seiner Kampagne an. Der erklärt daraufhin endgültig seinen Rücktritt, was von den Medien gierig aufgesaugt wird. Es wird klar: Conway hat Einblicke und Einflüsse in eigentlich geheimen Entscheidungsgremien.

Franks nächster Plan für den Vizeposten: Außenministerin Durant soll ihn übernehmen. Die Partei soll aber demokratisch darüber entscheiden.

Nebenhandlung: Die Inlandsüberwachung durch die NSA wird in Gang gebracht.

Lucas' ehemaliger Chef Hammerschmidt recherchiert weiter wegen Zoe und besucht ihre alte Wohnung. Ein Pizzaverkäufer gibt ihm den entscheidenden Tipp: Der sah zwar nicht Underwood, wohl aber dessen Bodyguard Meechum des Öfteren.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 9

Claire wird bei Demokratenveranstaltung als Vizepräsidentin ins Gespräch gebracht, obwohl sie eigentlich keine Kandidatin ist. Gerüchte über ihre Rolle beim Russland-Deal machen die Runde. Sie versichert aber Durant, dass sie bei der offiziellen Version bleiben wird.

Frank geht mit seiner Außenministerin das Szenario seiner Frau als Vize durch. Durant könnte es sich vorstellen und würde ihr auch die Stimmen überlassen. Im Gegenzug will sie aber ihren Posten behalten. Bei der Versammlung gibt es einen Skandal, als ein Staat Durant als Kandidatin für den Präsidenten-Posten vorschlägt.

Claire reist nach Texas zu ihrer im Sterben liegenden Mutter, Schriftsteller Yates begleitet sie. Er hat die Pläne der Underwoods schon durchschaut.

Konkurrent Conway wird trotz öffentlichkeitswirksamer Kampagne in den Umfragen langsam aber sicher eingeholt. Der Ex-General prangert Underwoods Untätigkeit in Sachen ICO an. Conway verlangt gar eine Entschuldigung des Präsidenten, was Underwood beeindruckt.

Frank schlägt live im TV ein Treffen vor, um das Problem gemeinsam anzugehen und entschuldigt sich bei dem General.

Beste Szene: Underwood und Conway treffen sich medienwirksam und sprechen Klartext miteinander. Frank macht klar, dass er von seinem jungen Konkurrenten nicht viel hält. Die beiden vergleichen ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede und stellen fest: Sie könnten auch beide der jeweils anderen Partei angehörten. Conway als neuer John. F. Kennedy und Underwood als alter Nixon. Das Treffen endet ohne effektives Ergebnis, die beiden wissen aber nun umso mehr, was sie voneinander zu halten haben.

Nebenhandlung: Doug Stamper bemüht sich weiter darum, LeAnn abzusägen. Seth berichtet ihr davon, was den Stabschef natürlich noch mehr in Rage bringt. Doch auch sein Gewissen meldet sich: Er recherchiert dem totem Vater von der Spenderliste nach.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 10

Die Gerüchte um Claires Rolle beim Russland-Deal verdichten sich. Durant wird dadurch immer ungehaltener und muss von Underwood in Zaum gehalten werden. Die wirft ihm eiskaltes politisches Spiel vor: Seit er sie in ihr Amt gebracht hatte, konnte sie alles beobachten. Sie wirft ihm vor, ein doppeltes Spiel zu spielen und droht, gemeinsame Sache mit dem Ex-General und Conway zu machen. Als der russische Präsident noch in einem Interview die Gerüchte bestätigt, droht die totale Eskalation.

Beste Szene: Frank stellt Durants Kompetenz als Außenministerin in Frage und macht ihr klar: "Unsere Story ist die bessere. Und sie ist wahr." Er berichtet Durant von seinen Halluzinationen, als er im Sterben lag und von seinen Verwicklungen bei Barnes, Tusk und Walker. "Aber das wird keiner glauben. Denn wir sind so gut darin, Dinge verschwinden zu verlassen." Er geht sogar so weit, ihr mit einem Briefmesser zu drohen und verspricht ihr: Ein Frank Underwood vergisst Verrat niemals. Durant hält daraufhin eine Rede vor der Demokratenversammlung und gibt ihren Rücktritt von der Kandidatur bekannt. Sie bittet um Unterstützung für Underwoods Frau.

Claire besucht währenddessen ihre Mutter. Deren Zustand ist mehr als schlecht. Sie findet aber Gefallen an Begleiter Tom Yates. Claire will mit ihm nicht über die Beziehung zu ihrer Mutter reden. Bei einem Gespräch mit der Pflegerin kommt die Idee auf, die lebensverlängernden Maßnahmen beenden. Claires Mutter macht ihr klar: Der Tod würde die Chancen auf den Wahlsieg der Underwoods erhöhen. "Hör auf mich. Dieses eine Mal." Daraufhin gibt Claire auf und verabreicht ihr eine Überdosis Schmerzmittel. Auch Yates ist dabei, als sie stirbt. Claire trauert mehr als sie selbst es erwartet hätte und schläft mit Yates in ihrem altem Kinderzimmer. Sie zieht in Betracht, die aussichtsreiche Bewerbung um den Vize-Posten zurückzuziehen: Frank appelliert an die Professionalität von Claire: "Wenn ich im Sterben liegen würde, wäre ich froh, wenn du den Posten übernimmst."

Frank geht gegen währenddessen gegen die ICO vor und gibt Conway eine Teilschuld für deren schnelleren Vormarsch: "Ich missbrauche nationale Sicherheit nicht für politische Zwecke."

Claire hält vor dem Demokraten die Rede ihres Lebens (geschrieben von Yates und gebilligt von Frank). Sie berichtet von der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter und dass sie sich gegenseitig verletzten. Sie erfindet einen Ratschlag der Verstorbenen: "Wenn du verlierst, verlierst du. Aber wenn du gewinnst: Sei geehrt, sei demütig. Zusammen mit Francis." Auch über die Eheprobleme der Underwoods spricht sie. Und dass erst das Attentat sie wieder zusammenbrachte: "Ich vertraue Francis Underwood mein Leben an. Unsere Nation. Und unsere Zukunft." Daraufhin werden beide Underwoods von der Versammlung als Kandidaten nominiert.

Nebenhandlung: Hammerschmidt trifft sich mit Heather Dunbar und zeigt ihr seine Recherche-Ergebnisse. Die ist natürlich angetan und gibt ihm noch den Tipp, mit Remy Denton zu reden.

Außerdem kommt es zur Konfrontation zwischen LeAnn, Doug und Seth. Stamper fürchtet Kontrollverlust und will wieder Alkohol trinken. Sein schlechtes Gewissen wegen dem toten Leberpatienten nagt an ihm. Er spendet 5000 Dollar an dessen Witwe.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 11

Die Underwoods sind zusammen auf Wahlkampfreise, doch Franks Leber macht Probleme. Ein Doktor rät zu weniger Anstrengung. Doch Frank will Stärke demonstrieren und die ICO besiegen. Russland soll Spezialeinheiten schicken und die Drecksarbeit machen.

Claire will die Wahlkampfarbeit alleine erledigen. Yates wirft ihr vor, dass ihre Reden langweiliger und unpersönlich werden und nur Reaktionen auf Conways Aussagen sind. Die Affäre zwischen Tom und Claire spitzt sich zu, doch der Schriftsteller bricht diese bald ab. Er will nicht zwischen die Räder kommen und aus der Kampagne aussteigen. Claire berichtet Frank davon, die Affäre bleibt unausgesprochen in der Luft hängen. In einem Radiointerview betont sie noch einmal, dass die Partnerschaft der Underwoods über eine Ehe hinausgeht und Zusammenarbeit in jedem Schritt beinhaltet.

Frank bestellt Yates ins Weiße Haus zu sich. Sie sprechen über die Affäre mit Claire. Der Schriftsteller will aber keine Details äußern: "Dafür respektiere ich Sie zu sehr." Underwood macht klar, dass Tom eine andere Beziehung zu Claire hat, als er. Der hält dagegen: Angestellte und Beziehungen funktionieren nicht. Yates verspricht: In seinem Buch wird nichts davon stehen. Frank schlägt daraufhin vor, dass Yates als Partner für Claire dabei bleibt, was schließlich von allen Seiten akzeptiert wird.

Conway macht Wahlkampf und zieht den Ärger des Generals auf sich. Der will aggressiv gegen die ICO vorgehen, jenseits von Wahlkampfspielereien. Underwood wirft ihm Blockade und Heuchelei vor. Und dass er eine scheinheilige Politik betreibt. Frank beschließt eine verdeckte Operation, um einen Führer der ICO gefangen zu nehmen.

Beste Szene: Frank trifft seinen alten "Freund" Freddy wieder. Der arbeitet im Moment im Weißen Haus als Gärtner, will aber woanders arbeiten. Underwood versucht vergeblich, ihm vom Bleiben zu überzeugen, will dann aber ein letztes Mal mit ihm Rippchen essen. Freddy ist daraufhin sauer. "Bin ich für Sie nur eine Hilfskraft?", platzt es aus ihm heraus. Er stellt die Beziehung zwischen Frank und Claire in Frage: "Ist sie auch Teil der Sammlung?" Freddy kündigt mit den Worten: "Sie sind ein Wichser, Mr. President."

Nebenhandlung: Doug will Die NSA-Überwachung beenden. Später bekommt er eine Nachricht von der Witwe. Sie bedankt sich für seine Spende und lädt ihn ein. Bei einem Treffen wird klar: Doug steht auf die Frau.

Hammerschmidt trifft sich mit Remy Denton und konfrontiert ihn mit Ergebnissen über Tusk. Der zeigt sich unbeeindruckt, gibt ihm aber den Hinweis, bei Freddy nachzuforschen. Der Reporter sucht daraufhin den Ex-Kumpel von Frank auf und wird von ihm verprügelt: "Ich bin keine Petze gegenüber Polizisten oder Reportern. Lassen sie mich verdammt nochmal in Ruhe!"

Daraufhin versucht Hammerschmidt es erneut bei Denton: Mithilfe eines Trinkspieles deutet der die Untaten Underwoods an. Daraufhin bittet der Reporter seine ehemalige Herausgeberin um Hilfe bei der Geschichte.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 12

Es kommt zu einem TV-Duell zwischen den Underwoods und Conway und seinem Vize. Claire wird wegen ihrer mangelnden Erfahrung angegriffen, sie betont aber: Durch die Partnerschaft mit Frank sei genug Wissen da. Das Duell wird unterbrochen, denn die ICO hat eine Amerikanische Familie als Geiseln genommen. Die Forderungen: 10 Milliarden Dollar Lösegeld, die Freilassung des Führers und den Rückzug der USA aus dem Irak. Dazu kommt: Die Entführer wollen nur mit Conway verhandeln. Der bietet seine Unterstützung an, der Ex-General will das politische Spiel aber nicht mitmachen.

Underwood sieht in dem Drang nach Rampenlicht von Conway eine Schwäche und lädt ihn öffentlichkeitswirksam mitsamt Familie ins Weiße Haus ein, um bei der Kommunikation mit den Terroristen zu helfen. Der will aber nicht nur eine Spielfigur sein.

Beim Telefonat mit den Terroristen wird auch Kritik an Conway laut, der als Soldat diente. Frank reißt das Gespräch an sich. Die Terroristen drohen mit dem Herausschneiden der Zunge des Kindes. Conway beichtet daraufhin sein schlechtes Gewissen wegen der Morde und von seinen Albträumen: "Schäme mich dafür, was wir taten." Die Entführer machen Aufnahme von dem Gespräch öffentlich.

Es kommt zu einem Gespräch zwischen Conways Frau und Claire: Die First Lady ist für die Gattin ihres Konkurrenten ein Vorbild. Es kommt die Frage auf, ob Claire es bereut, keine Kinder zu haben. Darauf antwortet sie: "Bereuen sie es, welche zu haben?" Daraufhin spricht Underwood mit Yates: "Sie hütet ihre Kinder und ich hüte sie." Der Schriftsteller analysiert Conway: Er ist ein Narzisst, wird aber keine Fehler machen.

Nebenhandlung: Doug findet den wunden Punkt im Sicherheitskomitee. Er verweigert zunächst seinen Rücktritt, Underwood setzt ihn unter Druck.

Hammerschmidt besucht Ex-Präsident Walker. Der bekundet zunächst die Loyalität zu seiner Partei. Dann siegt jedoch der Frust über das Unrecht was ihm angetan wurde und er gibt ein umfassendes Interview. Der Chef der Geheimdienste will das Überwachungsprogramm für alle Dienste zugänglich machen. Doug soll sich darum kümmern. Die Witwe besucht Stamper zuhause. Entwickelt sich da eine halbwegs "normale" Beziehung? "Sie wollten, dass sich jemand um sie kümmert." Sie bleibt über Nacht, jedoch schlafen sie nicht miteinander.

Beste Szene: Conway und Frank unterhalten sich in dessen Privatküche im Weißen Haus. Der Herausforderer greift Underwood an: "Was Sie umbringt ist, dass ich ein großartiger Präsident sein werde. Einer, an den man sich erinnert." Frank kontert: Die Schwere des Amtes lastet auf wenigen Schultern. Sollte Conway gewinnen, wäre das für ihn nur ein Wechsel: Vom Angeber zum Betrüger.

"House of Cards" – Staffel 4: Episode 13

Underwood setzt die Geiselnehmer in einem weiteren Telefonat unter Druck. Es geht nur um den ICO-Führer. Er setzt ihnen eine Deadline. Die ICO bieten die Freilassung der Mutter an, Frank besteht aber darauf, dass die Tochter auch frei kommt.

Underwood schickt Conway zurück nach New York. Informationen über ein Leck im Sicherheitskomitee werden bekannt. Der Republikaner spielt seine Rolle herunter, wird dann aber aggressiv gegenüber seiner Frau und seinem Berater. Seine Gattin ist entsetzt von dessen Pragmatismus, vor allem als dieser sauer darüber ist, dass Underwood die Freilassung von Mutter und Tochter für sich vereinnahmen kann.

Der gefangene ICO-Führer wird von Guantanamo in ein sicheres Haus in den USA gebracht, wo Claire auf ihn wartet. Sie konfrontiert ihn mit Tatsachen und seinem Hintergrund. Er ist kein Syrer sondern Anhänger der nicht-religiösen Baath-Partei. Das Kalifat ist für ihn nur Mittel zum Zweck. Sie erklärt ihm die Möglichkeiten: Die Partei könnte zurück an die Macht kommen, allerdings wäre dies ein Deal unter der Hand. Die Alternative wäre ein Einmarsch der USA.

Claire spricht mit ihm über seine Familie und deren Lebensumstände. Der Iraker gibt zu bedenken: Meine Leute sind auf den Tod gefasst und an Bomben gewohnt. Underwood appelliert an die Chance, die Bedingungen zu Hause zu ändern. Und als das nichts hilft, droht sie damit, ihn wieder nach Guantanamo zu schicken, woraufhin er schließlich der Kooperation zustimmt.

Hammerschmidt konfrontiert währenddessen Doug und Seth mit seinem Artikel und kündigt die Veröffentlichung an. Vorher will er aber noch mit Frank sprechen, der ihn ins Weiße Haus kommen lässt. Bei dem Gespräch geht der Präsident in die Offensive: Druck ausüben gehört nun mal zur Politik. Der Reporter habe keine echten Beweise, sagt er. Dieser wiederum betont: Die Wahrheit ist am wichtigsten und appelliert ans Gewissen von Underwood. Er wirft ihm vor, ruchlos zu sein und alles in seinem Weg zu zerstören. Frank kontert mit teilweiser Ehrlichkeit und berichtet von den Gefälligkeiten mit Zoe Barnes. Die Manipulationen stellt er aber als Hilfe für den Ex-Präsidenten Walker dar. Einen Deal mit Tusk habe es nie gegeben. Die Story soll also veröffentlicht werden.

Bei einem letzten Telefonat mit den Terroristen gibt es dann eine Video-Schalte mit dem ICO-Führer. Der warnt zunächst vor dem Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt und verspricht den Entführern Strafminderung. Dann jedoch befiehlt er die Veröffentlichung des Videos. Falls er nicht freigelassen wird, soll die Geisel getötet werden.

Conway will Nutzen aus der Story und den gescheiterten Verhandlungen ziehen. Frank ist das erste Mal wirklich am Boden und weiß nicht mehr weiter. Aber dafür hat er ja seine Frau: Die will ein Problem nach dem andern abwehren. Und die Probleme für sich nutzen. Die Underwoods sprechen über "Chaos, Angst, Furcht, Brutal. Total." Da sie die Herzen der Menschen nicht positiv gewinnen können, wollen sie Angst schüren.

Frank hält eine Rede an die Nation und stellt die Frage: "Wie sieht wahre Führerschaft aus?" Er stellt den Terror als Sturm dar, der jeden angeht. Versuche, Verhandlungen zu führen, seien von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn: "Terror ist blind gegenüber Vernunft." Er sieht Gewalt als einzig mögliche Antwort. Der ICO-Führer wird nicht freigelassen und ein möglicher Tod der Geisel in Kauf genommen. Er kündigt einen umfassenden Krieg gegen die ICO an und macht die Bevölkerung auf tote Soldaten und Zivilisten gefasst. Die Freiheit wird für ihn aber siegen: "Trauern heißt nicht fürchten."

Nebenhandlung: Doug trifft sich mit der Witwe vor ihrem Haus. Sie bietet ihm an, in der Zukunft zu ihr zu kommen.

LeAnn entlarvt die Beziehung zwischen Yates und Claire, behält sie aber für sich. Pressesprecher Seth gerät in Panik wegen des Drucks von allen Seiten. 

Die beste, aber auch grausamste Szene kommt zum Schluss: Terroristen köpfen die Geisel vor laufender Kamera, was sofort live im Internet verbreitet wird. Underwood spricht daraufhin zum Zuschauer: "Wir unterwerfen uns nicht dem Terror. Wir machen den Terror."

Dann wird der Bildschirm schwarz.

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